Als Blinding bezeichnet man in der Kryptographie ein Verfahren, bei dem ein Client einen Dienst in einer kodierten Form nutzen kann, ohne entweder die Eingabe oder die Ausgabe zu kennen. Das Verfahren findet insbesondere zum Verhindern von Seitenkanalattacken und bei der identitätsbasierten Verschlüsselung (, IBE) Anwendung.
Mathematische Definition
Beim Blinding-Verfahren gibt es zwei bijektive Funktionen, bei denen eine Funktion zum Blinding (Enkodierung) und die andere Funktion zum Deblinding (d. H. zur Aufhebung des Blindings; Dekodierung) benötigt wird.
Als Verschlüsselungsfunktion kommt üblicherweise das RSA-Kryptosystem zum Einsatz. Es können aber auch andere asymmetrische Verschlüsselungsfunktionen verwendet werden. Im Weiteren werden die folgenden Definitionen verwendet:
Symbol Mathematische Definition Erläuterung Nachrichten der Klartext der Geheimtext RSA-Kryptosystem Das Produkt aus zwei Primzahlen der Exponent des Public-Keys der Exponent des Private-Keys der Public-Key der Private-Key die RSA-Verschlüsselungsfunktion, welche den Klartext und den Public-Key entgegennimmt und den Geheimtext ausgibt die RSA-Entschlüsselungsfunktion, welche den Geheimtext und den Private-Key entgegennimmt und den Klartext ausgibt Blinding-Funktionen Eine einmalig verwendete und im Klartext übermittelte Zufallszahl, welche teilerfremd zu ist. die Blinding-Funktion die Deblinding-Funktion siehe RSA-Schlüsselerzeugung
Hiermit gilt für das Blinding und Deblinding unter Vernachlässigung der Public- und Private-Keys, sowie von :
Quellen
Kategorie:Asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren