Tschanigraben ist eine Gemeinde im Bezirk Güssing im Burgenland in Österreich mit Einwohnern (Stand ). Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Sándorhegy.
Geografie Lage Tschanigraben liegt im Südburgenland rund acht Kilometer südlich von Güssing direkt an der ungarischen Grenze. Mit Quadratkilometern ist Tschanigraben die kleinste Gemeinde im Burgenland sowie die sechstkleinste Gemeinde in Österreich.
Die Entwässerung erfolgt durch den Wiesenbach, der in der Gemeinde entspringt und nach Osten fließt. Dort liegt mit 240 Meter Seehöhe der niedrigste Punkt der Gemeinde. Die bewaldeten Hügel um das Tal erreichen im Norden 300 und im Süden 350 Meter Höhe.
Der Waldanteil liegt bei 46 Prozent, etwa 44 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.
Gliederung Es gibt keine weiteren Orte in der Gemeinde.
Nachbargemeinden
Geschichte Nach den Kirchenaufzeichnungen wurde Tschanigraben mit folgenden Namen bezeichnet: 1736: Schonagraben 1765: Chanigram 1789–1802: Sandorhegy Daneben scheinen auch Sconagraben, Tsonagraben, Csanagraben und Tsanagraben auf.
Von 1898 bis 1921 musste wegen der Magyarisierungspolitik der ungarischen Regierung wieder der Ortsname Sándorhegy verwendet werden.
Seit 1921 gehört Tschanigraben zum neu gegründeten Bundesland Burgenland in Österreich.
Im Jahr 2015 wurde die erst 1932 gegründete Feuerwehr, bedingt durch den Mitgliedermangel als Folge der Abwanderung, aufgelöst. Für den Brandschutz wurde daraufhin ein Vertrag mit der Nachbargemeinde Inzenhof geschlossen, die auch die vorhandene bewegliche Ausrüstung übernahm.Feuerwehr Tschanigraben vor Auflösung in den Bezirksblättern vom 20. Jänner 2015; abgerufen am 1. Juli 2015Feuerwehr Tschanigraben nun auch formell aufgelöst in den Bezirksblättern vom 3. Februar 2015; abgerufen am 1. Juli 2015
Bevölkerungsentwicklung
2025 lebten nur 64 Menschen in Tschanigraben und 69 waren es 2026.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Kapelle Tschanigraben Kapelle der Schutzpatronin Teresa von Kalkutta. Dorfpark: Platz mit keltischem Baumpfad und Skulpturen des Tschanigrabener Holzschnitzers Gerhard Budal.
Wirtschaft und Infrastruktur Von den zwei landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurde einer im Haupt- und einer im Nebenerwerb geführt. Im Jahr 2011 gab es in Tschanigraben drei Arbeitsplätze, einen in der Landwirtschaft und zwei im Baugewerbe. Von den 21 in der Gemeinde lebenden Erwerbstätigen pendelten 18 zu ihren Arbeitsstätten aus.
Die einzige Straßenverbindung ist die Landesstraße L403 in die Nachbargemeinde Inzenhof.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat neun Mitglieder, nach den Gemeinderatswahlen hatte der Gemeinderat folgende Verteilungen: 2002: 9 SPÖ 2007: 9 SPÖ 2012: 7 SPÖ und 2 ÖVP 2017: 9 SPÖ 2022: 9 SPÖ
Bürgermeister bis 2007 Johann Simitz (SPÖ) seit 2007 Ernst Simitz (SPÖ)
Wappen Der Gemeinde wurde am 23. Oktober 2011 ein Gemeindewappen verliehen.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Güssing