Sankt Michael im Burgenland ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Güssing im Burgenland, Österreich.
Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Pusztaszentmihály und der burgenlandkroatische Sveti Mihalj.
Geografie Die Gemeinde liegt im Südburgenland.
Nachbargemeinden
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Gamischdorf () mit Brunnergraben, Hochberg und Wurmische Häuser Sankt Michael im Burgenland () mit Lenzhäuser, Michaeler Berghäuser, Mühlhäuser und Waldhäuser Schallendorf im Burgenland ()
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Gamischdorf, St. Michael im Burgenland und Schallendorf im Burgenland.
Deutscher OrtsnameUngarischer OrtsnameKroatischer OrtsnameGamischdorfGanócsGamištrof, OrišjeSankt Michael im BurgenlandPusztaszentmihálySveti MihaljSchallendorf im BurgenlandSalafaŠaledrovo
Geschichte Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Pusztaszentmihály verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Sankt Michael im Burgenland seit 1977 (durch VO 63, 12/1977).
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Landtechnikmuseum St. Michael im Burgenland
Katholische Pfarrkirche St. Michael im Burgenland Landtechnikmuseum Burgenland
Wirtschaft und Infrastruktur Das Gemeindegebiet wird von der Güssinger Straße (B57) durchzogen, die Richtung Nordwesten nach Stegersbach und Richtung Südosten nach Güssing führt. Durch das Ortsgebiet von St. Michael führt die Großpetersdorfer Landesstraße L106, die am südlichen Ortsende von der Güssinger Straße abzweigt.
Politik Gemeinderat
mini|Rathaus
Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 15 Mitglieder. + Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997 Partei 2022 2017Land Burgenland: Wahlergebnis St. Michael im Burgenland 2017 (abgerufen am 3. Februar 2018) 2012Land Burgenland: Wahlergebnis St. Michael im Burgenland 2012 (abgerufen am 3. Februar 2018) 2007Land Burgenland: Wahlergebnis St. Michael im Burgenland 2007 (abgerufen am 3. Februar 2018) 2002Land Burgenland: Wahlergebnis St. Michael im Burgenland 2002 (abgerufen am 3. Februar 2018) 1997Sti.%M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. ÖVP37049,148 411 53,45 9 500 63,29 12 463 59,74 9 467 56,95 9 417 53,26 8 SPÖ32042,506 271 35,24 5 290 36,71 7 281 36,26 6 314 38,29 6 319 40,74 6 FPÖ638,371 87 11,31 1 nicht kandidiert nicht kandidiert 39 4,76 0 47 6,00 1 PANYnicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 31 4,00 0 nicht kandidiert nicht kandidiert Wahlberechtigte1009 978 1014 987 1010 951 Wahlbeteiligung79,98 % 83,13 % 84,21 % 84,60 % 88,42 % 89,59 %
Gemeindevorstand Neben Bürgermeister Erich Sziderits (ÖVP) und Vizebürgermeister Franz Eberhardt (SPÖ) gehören weiters die geschäftsführenden Gemeinderäte Otto Horvath (SPÖ), Reinhard Karlovits (ÖVP) und Bernd Kremsner (ÖVP) dem Gemeindevorstand an.Marktgemeinde St. Michael im Burgenland: Gemeinderat (abgerufen am 3. Februar 2018)
Zu Ortsvorstehern wurden ernannt: Dieter Hirmann (ÖVP, für Gamischdorf), Reinhard Karlovits (ÖVP, für Schallendorf) und Bernd Kremsner (ÖVP, für St. Michael).
Bürgermeister Bürgermeister ist Otto Horvath (SPÖ).
Horvath folgte Erich Sziderits (ÖVP), welcher von 1997 bis 2022 das Amt bekleidete.
Sziderits folgte 1997 Johann Strauß (SPÖ) nach, nachdem die ÖVP die Mehrheit im Gemeinderat übernommen hatte (damals gab es noch keine Direktwahl des Bürgermeisters). Bei der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Oktober 2017 wurde Sziderits mit 62,07 % in seinem Amt bestätigt und ging damit in seine fünfte Periode. Mitbewerber war wie schon 2012 Vizebürgermeister Franz Eberhardt (SPÖ), der auf 37,93 % kam.
In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats wurde Franz Eberhardt (SPÖ) neuerlich zum Vizebürgermeister gewählt.
Leiter des Gemeindeamts ist Wilhelm Kulovits.Marktgemeinde St. Michael im Burgenland: Leiter des Amtes (abgerufen am 3. Februar 2018)
Bürgermeister seit 1922 Quelle: Atlas BurgenlandAtlas Burgenland: St. Michael im Burgenland (abgerufen am 3. Februar 2018) 1922–1924 Josef Bischof (CS) 1924–1927 Josef Matisovits (CS) 1927–1928 Josef Marosits (CS) … 1938–1943 Franz Kremsner 1943–1945 Franz Krammer (kommissarischer Leiter) … (ÖVP) 1959–1967 Josef Strauß (unparteiischen Liste) 1967–1971 … 1971–1986 Franz Marosits 1987–1994 Helmut Quarits 1994–1997 Johann Strauß (SPÖ) 1997–2022 Erich Sziderits (ÖVP) seit 2022 Otto Horvath (SPÖ)
Wappen 70px Erstmals wurde das Wappen nach Antrag der Gemeinde vom 8. März 1977 von der burgenländischen Landesregierung am 13. April 1977 verliehen. In der Sitzung vom 15. Juni 1992 wurde St. Michael nach der Gemeindetrennung von der burgenländischen Landesregierung neuerlich das Recht zur Führung des Gemeindewappens verliehen.Marktgemeinde St. Michael im Burgenland: Wappen (abgerufen am 3. Februar 2018) Blasonierung: „In Rot über drei goldene Ähren eine goldene Waage, überhöht vom goldenen Auge Gottes.“ Im Wappen sind mit dem Auge Gottes und der Waage als Symbol des heiligen Michael, Teile des alten Gemeindesiegels in Verbindung mit den Ähren, die für die Landwirtschaft in St. Michael stehen.
Persönlichkeiten Karin Ivancsics (* 1962), Schriftstellerin Karl Schweitzer (* 1952), Lehrer und Politiker Josef Szeiler (* 1948), Theaterregisseur
Galerie
Weblinks
Marktgemeinde Sankt Michael
Einzelnachweise
Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Güssing