Haubenhof (fränkisch: HaumhufE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 27. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „háumhūf“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Kammerstein im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Haubenhof liegt in der Gemarkung Barthelmesaurach.
Geografie Der Weiler ist allseitig von Waldgebieten umgeben, im Norden vom Schwabenholz. 1 km westlich befindet sich die Flur Fichtig. Ein Anliegerweg führt nach Mildach zur Kreisstraße RH 5 (0,8 km nordöstlich).
Geschichte Im Jahre 1349 wurde der Ort als „Pirkenhoffe“ erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit gehörte der Ort noch den Herren von Nassau. In der Folgezeit kam er an die Burggrafschaft Nürnberg, schließlich an das Markgraftum Ansbach. Laut dem Salbuch des markgräflichen Amtes Schwabach des Jahres 1434 war „Pirckenhof“ ein Ganzhof. 1623 übte das Oberamt Windsbach das Hochgericht aus.F. Eigler: Schwabach, S. 231 f. Im Jahre 1491 wurde der Ort erstmals „Haubenhof“ genannt. Die ursprüngliche Form bezieht sich auf einen Birkenbestand, die heutige Form wohl auf eine Eigenschaft des Hofgebäudes (mhd. hūbe für Haube).E. Wagner: Stadt und Landkreis Schwabach, S. 27 f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Haubenhof zur Realgemeinde Mildach. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus. Der Ganzhof war nunmehr in zwei Halbhöfen zerschlagen, die das brandenburg-ansbachische Kastenamt Schwabach als Grundherrn hatten. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt Haubenhof bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 1 und 2 des Ortes Mildach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 864 f. (= F. Eigler: Schwabach, S. 396). Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.F. Eigler: Schwabach, S. 466 f. Es gab zu dieser Zeit eine Untertansfamilie.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 454.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Haubenhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Barthelmesaurach und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Barthelmesaurach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Am 1. Mai 1978 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kammerstein eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 14 12 12 26 23 19 19 26 22 17 20 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 2 4 4 4 4 4 5Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Barthelmesaurach) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Vitus (Veitsaurach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Kammerstein Kategorie:Weiler im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1349