Stotzing (; ) ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Burgenland im Bezirk Eisenstadt-Umgebung in Österreich.
Geografie
Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland, nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Der nördliche Teil in einer Meereshöhe von 250 Metern gehört zum Wiener Becken. Nach Süden steigt das Land zum Leithagebirge an und erreicht im Buchkogel 443 Meter.
Die Gemeinde hat eine Fläche von 12,91 Quadratkilometern. Davon sind 31 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche und 63 Prozent sind bewaldet.
Stotzing ist der einzige Ort in der Gemeinde.
Nachbargemeinden:
Geschichte
Die urgeschichtliche Besiedlung des Stotzinger Gemeindegebietes ist belegt durch eine wahrscheinlich mittelneolithische Kreisgrabenanlage, die 2019 als die erste vierfache Kreisgrabenanlage in Österreich entdeckt und geophysikalisch prospektiert wurde. (PDF 40,9 MB)
Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.
Später unter den Römern lag das heutige Stotzing dann in der Provinz Pannonia.
mini|links|Stotzing (Mitte rechts) um 1872 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme) Ursprünglich (im Jahre 1584 erfolgte von Kaiser Rudolf II. die Verleihung der Herrschaft) wurde der Ort vom Freiherr Ruprecht von Stotzingen (* um 1540; † 24. Mai 1600) gegründet und erbaut. Sein Familienwappen (1593) ist auch heute noch Gemeindewappen von Stotzing. Die ersten Siedler hatte Ruprecht von Stotzingen aus seiner württembergischen Heimat gebracht.
Der Ort gehörte, wie das gesamte Burgenland, von 1867 bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Stoczing bzw. seit 1899 Lajtaszék verwendet werden.
Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).
Bevölkerungsentwicklung
2021 wurde der Bevölkerungshöchststand erreicht. 2025 lebten um 7 Einwohner weniger in Stotzing.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Stotzing
Katholische Pfarrkirche Stotzing hl. Johannes der Täufer Das ehemals der Pfarrkirche angeschlossene Servitenkloster (Aufhebung 1787) ist heute Pfarrhof. Wirtschaft und Infrastruktur In den Jahren 1999 bis 2010 nahm die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 29 auf 21 ab. Von diesen 21 wurden 8 im Haupt-, 10 im Nebenerwerb, 2 von Personengemeinschaften und 1 von einer juristischen Person geführt. Im Produktionssektor arbeiteten 17 Erwerbstätige, 9 im Bereich Herstellung von Waren und 8 in der Bauwirtschaft. Der wichtigste Arbeitgeber im Dienstleistungssektor war der Bereich soziale und öffentliche Dienste. Hier arbeiteten 15 der 37 Erwerbstätigen.
Im Jahr 2011 lebten 399 Erwerbstätige in Stotzing. Davon arbeiteten 47 in der Gemeinde, beinahe 90 Prozent pendelten aus.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder.
Gemeinderatswahlen im Burgenland 1997: SPÖ 7, ÖVP 6. Gemeinderatswahlen im Burgenland 2002: ÖVP 7, SPÖ 6. Gemeinderatswahlen im Burgenland 2007: ÖVP 8, SPÖ 5. Gemeinderatswahlen im Burgenland 2012: ÖVP 9, SPÖ 4. Gemeinderatswahlen im Burgenland 2017: ÖVP 10, SPÖ 3. Gemeinderatswahlen im Burgenland 2022: ÖVP 8, SPÖ 5.
Bürgermeister
bis 2002 Trinko (SPÖ) 2002–2021 Wolfgang Kostenwein (ÖVP) seit 2021 Thomas Tiwald (ÖVP)
Weblinks
Gemeinde Stotzing
Einzelnachweise
Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Eisenstadt-Umgebung