Eltendorf () ist eine österreichische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Jennersdorf, Gerichtsbezirk Güssing im Burgenland.

Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt im südlichen Burgenland im Tal der Lafnitz. Das breite Tal liegt in einer Meereshöhe von 230 Meter. Nach Nordosten steigt das Gemeindegebiet zu bewaldeten Höhen an. Die höchsten Erhebungen sind Hochkogel (345 m) und Fidischberg (361 m).

Eltendorf hat eine Fläche von 20,58 Quadratkilometer. Davon sind 55 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 32 Prozent sind bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften und gleichnamigen Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Eltendorf () samt Hochkogel und Käferberg Zahling () samt Bobisberg, Käferberg, Meisterberg, Oberharberg, Unterharberg und Windenegg

Nachbargemeinden

Geschichte Keramik, Steinartefakte aus Quarz, Klopf-, Reib-, Mahlsteine, ein kleiner Spinnwirtel und Tonperlen aus der Bronzezeit weisen auf eine frühe Besiedlung hin. Auch für die Zeit der römischen Besatzung in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten konnte eine Besiedlung nachgewiesen werden. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1428. In einer Schenkungsurkunde von König Sigismund an seinen Feldherren Ladislaus von Saro wird Elekfalva (Alexiusdorf) genannt.

Schon 1346 wird Zahling erstmals urkundlich erwähnt.

Der Ort gehörte, wie das gesamte Burgenland, bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Ókörtvélyes verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Nach dem „Anschluss“ Österreichs im März 1938 wurde das Geschäft der jüdischen Geschäftsfrau Johanna Rosenberger und ihrer Söhne Adolf und Ernst geschlossen und beschlagnahmt, die jüdischen Besitzer im Mai 1938 in das Sammellager Minihof-Liebau deportiert und von dort im Juni 1938 über die Grenze nach Jugoslawien vertrieben. Im Juli 1938 erwarb ein arbeitsloser Schneider und SA-Obergruppenführer aus dem Ort das Geschäft.

Bevölkerungsentwicklung 2026 lebten nur 891 Menschen in Eltendorf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Evangelische Pfarrkirche Eltendorf mini|Der Innenraum der Kirche mini|hochkant|Kirche Zahling

Evangelische Pfarrkirche Eltendorf: 1791 erbaute einschiffige Saalkirche, der südliche Fassadenturm ist mit einem Spitzhelm versehen. Katholische Filialkirche hl. Laurentius: Kleine, ursprünglich romanische, einschiffige Kirche mit eingezogener niedriger Halbkreisapsis. Während der letzten Renovierung wurden von Restauratoren des Bundesdenkmalamtes in der Apsis sensationell romanische Fresken freigelegt. Die Kirche befindet sich in Zahling.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder. Gemeinderatswahlen in EltendorfWahlen im Burgenland: GR- und BM-Wahlen 2012, abgerufen am 12. Dezember 2014Wahlen im Burgenland: GR- und BM-Wahlen 2007, abgerufen am 12. Dezember 2014Wahlen im Burgenland: GR- und BM-Wahlen 2002, abgerufen am 12. Dezember 2014 Ergebnis vom2. Oktober 2022 1. Oktober 2017 7. Oktober 2012 7. Oktober 2007 21. Oktober 2002 5. Oktober 1997 Wahlberechtigt949 946 945 942 929 889 Stim-men%Man-date Stim-men % Man-date Stim-men % Man-date Stim-men % Man-date Stim-men % Man-date Stim-men % Man-date Abgegeben77481,45 793 86,67 – 819 86,67 – 786 83,44 – 805 86,65 – 784 88,19 – Ungültig364,66 62 7,82 – 43 5,25 – 53 6,74 – 68 8,45 – 68 8,67 – Gültig73795,3415 731 92,18 15 776 94,75 15 733 93,26 15 737 91,55 15 716 91,33 15 Davon entfielen auf FBL25534,605 151 20,66 3 198 25,52 4 146 19,92 3 n.k. – – n.k. – – ÖVP23131,345 323 44,19 7 294 37,89 6 325 44,34 7 331 44,91 7 294 41,06 6 SPÖ15921,573 198 32,47 4 252 32,47 5 262 35,74 5 330 44,78 7 275 38,41 6 FPÖ9212,482 59 8,07 1 32 4,12 0 n.k. – – 76 10,31 1 147 20,53 3

Bürgermeister Bei der Wahl 2022 wurde Christian Schaberl in der Stichwahl mit 59,6 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister von Eltendorf gewählt. 1967–1971 Alexander GaalGemeinde Eltendorf: Geschichte, abgerufen am 12. Dezember 2014 1971–1982 Rudolf Flamisch 1982–1991 Julius Peischl 1992–2002 Rudolf Mirth 2002–2012 Alexander Wiesner 2012–2022 Josef Pfeiffer seit 2022 Christian Schaberl Wappen Der Gemeinde wurde 2009 folgendes Wappen verliehen: In Gold über einem grünen, mit einem blauen Wellenbalken belegten Berg, eine ein zu zwei zu drei gestellte Weintraube; die mittlere Beere der Weintraube ist belegt mit einer goldenen, grünblättrigen heraldischen Rose mit blauem Herz, umgeben von einem schwarzen Ring, oben besteckt mit einem schwarzen Kreuz.

Gemeindepartnerschaften Katastralgemeinde Zahling mit Zahling-Obergriesbach in Bayern

Persönlichkeiten Julius Nikles (1924–2013), Landwirt und Politiker

Literatur Gerhard Koller: 200 Jahre Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Eltendorf 1783–1983. Ein Versuch die Geschichte der Evangelischen dieses Raumes in Grundzügen darzustellen und verständlich zu machen. Doncses, Pinkafeld 1983. Johannes Pötschner: Zahling im Südburgenland: Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Ethnos. Diplomarbeit, Universität Wien 1990.

Weblinks

Webpräsenz der Gemeinde Eltendorf

Einzelnachweise

Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Jennersdorf