Berghof ist eine Siedlung der Stadt Heilsbronn im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Bis 1925 wurde sie als Gemeindeteil geführt.

Geografie An der Stelle der ehemaligen Einöde steht heute Haus Nr. 4 der Straße Berghof. Heute besteht die Siedlung aus über 100 Wohngebäuden. Neben dem Berghof gibt es die Obere, Mittlere und Untere Berghofstraße, Amselweg, Falkenstraße, Finkenweg, Blumenstraße, Am Gießübel, Zum Kirschgarten und Weißenbronner Straße. Die Kreisstraße AN 17 führt ortseinwärts nach Heilsbronn (0,8 km nordwestlich) bzw. nach Weißenbronn (1,6 km südöstlich).

Geschichte Wann der Hof gegründet wurde und wann dieser vom Kloster Heilsbronn erworben wurde, ist nicht bekannt.Ob Berghof mit dem im Jahr 1162 erwähnten Meierhof „Felharn“ identisch ist, kann nicht sicher geklärt werden. Im Jahre 1548 wurde der Hof vom Kloster an H. Vogel verkauft. Dieser wechselte in der Folgezeit mehrfach den Besitzer.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 160 ff. Im Jahre 1608 wurde der Ort im 16-Punkte-Bericht des Klosters Heilsbronn als „Bauer vfm Berg bey Heilßbronn“ bezeichnet. Er wurde zu dieser Zeit von einem Bauern bewirtschaftet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 736. In der Folge des Dreißigjährigen Krieges lag der Berghof im Zeitraum von 1636 bis 1664 öde da, fand dann mit J. C. Agricola einen Käufer. In seiner Nachfolge wurde der Hof in zwei Hälften zerschlagen.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Berghof zu Heilsbronn. Der Hof hatte das brandenburg-ansbachische Klosterverwalteramt Heilsbronn als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt der Berghof die Hausnummer 58 des Ortes Heilsbronn.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 866.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 352. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 993.

Um 1873 betrieb Wolfgang Heckel am Berghof eine Baumschule (vgl. Anzeige in der Fränkischen Zeitung (Ansbacher Morgenblatt) vom 22. März 1873).

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Berghof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Heilsbronn und der 1810 gegründeten Munizipalgemeinde Heilsbronn zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1925 Einwohner 12 19 9 6 10 17 17 20 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1836 und 1885 bis 1925 als Wohngebäude. 2 2 1 3 3 4 Quelle

Religion Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren bis 1838 nach St. Michael (Weißenbronn) gepfarrt, seitdem nach St. Marien und St. Jakobus (Heilsbronn).

Literatur

Weblink

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Heilsbronn Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach