Die Liste historischer Schiffe der Royal Navy enthält Namen bekannter Schiffe, die bei der britischen Royal Navy in Dienst standen (Ausnahme: Merchant Aircraft Carriers, diese behielten ihren zivilen Status). In Klammern ist das Jahr der Indienststellung angegeben. Für eine Auflistung heutiger Schiffe siehe Liste von Schiffen der britischen Royal Navy.

Das Präfix HMS ist eine Abkürzung für His (bzw. Her) Majesty’s Ship, das seit 1789/1790 bei der Bezeichnung von Kriegsschiffen der Royal Navy genutzt wird.THE ROYAL NAVAL MUSEUM schrieb im Jahr 2008 auf Anfrage dazu: „The abbreviation HMS came into common usage around 1790s. Prior to this, ships were referred to as „His Majesty's Ship“ in full to indicate it belonging to the Royal Navy. The earliest example of the abbreviation being used is in 1789 when it was used for HMS Phoenix.“ Frei übersetzt heißt dies, dass das Präfix HMS um 1790 gebraucht wurde, um die Zugehörigkeit zur Royal Navy zu zeigen. Die HMS Phoenix war dann offenbar das erste Schiff, das 1789 das Präfix erhielt. Der CHATHAM HISTORIC DOCKYARD TRUST schrieb im Jahr 2008 auf Anfrage dazu: „It wasn’t until 1789 that the use of the HMS designation became standard in the Royal Navy although there were some uses of it before this“. Frei übersetzt heißt dies, dass das Präfix HMS 1789 zum allgemeinen Standard wurde, es davor aber auch bereits einige Schiffe gab, die das Präfix trugen

mini|Die Flagge der Royal Navy seit 1864

Segelkriegsschiffe Die nachfolgende Auflistung bezieht sich auf die britische Royal Navy, aber auch auf Schiffe, die in zeitlich davorliegenden navalen Organisationen zusammengefasst waren, wie z. B. die englische Royal Navy oder die Navy Royal unter König Heinrich VIII. Darüber hinaus sind an dieser Stelle auch Mischformen mit aufgeführt, die sowohl unter Segel als auch unter Dampf fahren konnten.In Abweichung vom Einleitungssatz dieses Artikels sind in dieser Auflistung teilweise auch Kiellegungsjahreszahlen angegeben, wenn das Indienststellungsjahr nicht überliefert ist. Näheres ist dann im jeweiligen Schiffsartikel in Erfahrung zu bringen Grace Dieu – 1418 Sparrow – 1470 Mary Rose – 1510 Henry Grâce à Dieu – 1514 Jhesus of Lubeke – 1540 Judith – 1559 Victory – 1571 Revenge – 1577 Royal Prince – 1610, zwischenzeitlich auch in Resolution umbenannt, später wieder Royal Prince Sovereign of the Seas – 1637 Speedwell – 1753 Discovery – 1789 Pictou – 1812 Little Belt – 1812 Pictou – 1813 Terror – 1813 Beagle – 1820 Erebus – 1826

Segellinienschiffe

Fregatten und Post ships

Großkampfschiffe Panzerschiffe

Küstenpanzerschiffe

Einheitslinienschiffe

Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer

Kreuzer Panzerkreuzer

Geschützte Kreuzer

Scoutkreuzer

Schwere Kreuzer

Leichte Kreuzer

Flugzeugträger Flotten- und Geleitflugzeugträger

Merchant Aircraft Carriers

U-Boote

Atom-U-Boote

Zerstörer Zwischenkriegsjahre V&W-Klasse (1917–1927) Flottillenführer der Admiralty-V-Klasse Valhalla, im Dezember 1931 abgewrackt verkauft; Valkyrie, im August 1936 abgewrackt verkauft; Valentine (D49), 15. Mai 1940 bei Terneuzen beschädigt und auf den Strand gesetzt Valorous (L00), WAIR-Umbau, 1947 abgewrackt; Vampire (D68), 1933 an Australien, 9. April 1942 von japanischen Flugzeugen im Golf von Bengalen versenkt. Admiralty-V-Klasse Vimy (ex Vancouver), 1947 abgewrackt Vanessa (D29), 1947 abgewrackt Vanity (L38), 1947 abgewrackt Vanoc (H33), 1946 abgewrackt Vanquisher (D54), 1947 abgewrackt Vega (L41), 1947 abgewrackt Velox (D34), 1947 abgewrackt Vendetta (D69), 1933 an Australien, 1947 versenkt Venetia (D53), am 19. Oktober 1940 in der Themsemündung nach Minentreffer gesunken Verdun (L93), 1946 abgewrackt Versatile (D32), 1946 abgewrackt Vesper (D55), 1947 abgewrackt Vidette (D48), 1947 abgewrackt Vimiera (L29), am 9. Januar 1942 in der Themsemündung nach Minentreffer gesunken Vivacious (D36), 1947 abgewrackt Vivien (L33), 1947 abgewrackt Vortigern (D37), vor Cromer am 15. März 1942 von deutschem Schnellboot S 104 versenkt Admiralty-W-Klasse Voyager (D31), 1933 an Australien, am 23. September 1942 vor Timor gestrandet Wakeful (H88), am 29. Mai 1940 von deutschem Schnellboot S 30 vor Nieuwpoort versenkt Walker (D27), 1946 abgewrackt Walpole (D41), nach Minentreffer in der Nordsee am 6. Januar 1945 abgewrackt Warwick (D25) vom deutschen U-Boot U 413 vor Trevose am 20. Februar 1944 versenkt Watchman (D26), 1945 abgewrackt Waterhen (D22), 1933 an Australien, vor Libyen am 30. Juni 1941 von deutschen und italienischen Flugzeugen versenkt Wessex (D43), von deutschen Flugzeugen am 24. Mai 1940 vor Calais versenkt Westcott (D47), 1946 abgewrackt Westminster (L40), 1947 abgewrackt Whirlwind (D30), von deutschem U-Boot U 34 südwestlich Irlands am 5. Juli 1940 versenkt Whitley (L23), gestrandet nach Luftangriff vor Ostende am 19. Mai 1940 Winchelsea (D46), 1945 abgewrackt Winchester (L55), 1946 abgewrackt Windsor (D42), 1947 abgewrackt Wolfhound (I56), 1948 abgewrackt Wrestler (D35), nach Minentreffer vor der Normandie (Juno Beach) am 6. Juni 1944 abgewrackt Wryneck (D21), von deutschen Flugzeugen am 27. April 1941 vor Morea versenkt Thornycroft V&W-Klasse Viceroy (L21), 1948 abgewrackt Viscount (D92), 1947 abgewrackt Wolsey (L02), 1947 abgewrackt Woolston (L49), 1947 abgewrackt Thornycroft Modified W-Klasse Wishart (D67), 1945 abgewrackt Witch (D89), 1946 abgewrackt Admiralty Modified W-Klasse Vansittart (D64), 1946 abgewrackt Venomous (D75), 1947 abgewrackt Verity (D63), 1947 abgewrackt Veteran (D72), am 26. September 1942 südlich von Island von deutschem U-Boot U 404 mit der gesamten Besatzung versenkt Volunteer (D71), 1947 abgewrackt Wanderer (D74), 1946 abgewrackt Whitehall (D94), 1947 abgewrackt Whitshed (D77), 1947 abgewrackt Wild Swan (D62), nach Luftangriff am 17. Juni 1942 südlich von Irland mit spanischem Trawler kollidiert und gesunken Witherington (D76), 1947 auf dem Weg zum Abwracken gesunken Wivern (D66), 1947 abgewrackt Wolverine (D78), 1946 abgewrackt Worcester (D96), nach Minentreffer am 23. Dezember 1943 ausgemustert und als Wohnschiff Yeoman genutzt, 1945 abgewrackt Wren (D88), am 27. Juli 1940 vor Aldenburgh von deutschen Flugzeugen versenkt Folgende Zerstörer wurden zwischen 1941 und 1944 zu Geleitzerstörern großer Reichweite umgebaut: Vanessa, Vanoc, Vanquisher, Velox, Vansittart, Venomous, Verity, Versatile, Vesper, Vidette, Vimy, Viscount, Volunteer, Walker, Wanderer, Warwick, Watchman, Westcott, Whitehall, Winchelsea und Wrestler. Folgende Zerstörer wurden zu Flugabwehr-Zerstörern (Wair-Umbauten) umgebaut: Valentine (L69), Valorous (L00), Vanity (L38), Vega (L40), Verdun (L93), Vimiera (L29), Vivien (L33), Viceroy (L21), Westminster (L40), Whitley (L23), Wolfhound (I56), Wolsey (L02), Woolston (L49), Winchester (L55) und Wryneck (L04). Folgende Zerstörer wurden zu Geleitzerstörern kurzer Reichweite umgebaut: Venetia, Veteran, Vivacious, Vortigern, Wakeful (L91), Walpole, Wessex, Whirlwind, Whitshed, Wild Swan, Windsor (L94), Wishart, Witch, Wivern, Wolverine, Worcester, Wren und Witherington.

Admiralty type-Flottillenführer, auch Scott-Klasse: HMS Scott Prototyp, 1918 i. D., am 15. August 1918 versenkt; HMS Bruce (D81) 1918 i. D., am 22. November 1939 als Zielschiff versenkt; HMS Douglas 1918 i. D., März 1945 abgewrackt verkauft; HMS Campbell 1918 fertiggestellt, 1947 abgewrackt verkauft; HMS Mackay 1919 fertiggestellt, 1947 abgewrackt verkauft; HMS Malcolm 1919 fertiggestellt, Juli 1945 abgewrackt verkauft; HMS Montrose 1918 fertiggestellt, 1947 abgewrackt verkauft; HMAS Stuart 1918 fertiggestellt, 1933 an Australien, 1947 abgewrackt verkauft; die im April 1918 bestellten Barrington und Hughes wurden im Dezember 1918 storniert. Thornycroft type-Flottillenführer, auch Shakespeare-Klasse: HMS Shakespeare (F89) 1917 i. D., 1936 abgewrackt verkauft; HMS Spenser (F90) 1917 i. D., 1936 abgewrackt verkauft; HMS Wallace (L64) 1919 fertiggestellt, WAIR-Umbau, März 1945 abgewrackt verkauft; HMS Keppel (D84) 1925 fertiggestellt, Juli 1945 abgewrackt verkauft; HMS Broke (D83) 1925 fertiggestellt, am 9. November 1942 nach Angriff auf Algier schwer beschädigt gesunken die im April 1918 bestellten Saunders und Spragge wurden im Dezember 1918 storniert.

Zerstörer-Prototypen (1927) Nach der V&W-Klasse wurden erst einmal keine neuen Zerstörer gebaut. Mitte der 1920er-Jahre beschloss man, zwei Prototypen mit unterschiedlichen Maschinen, Getrieben usw. als Grundlage für neue Zerstörerklassen zu bauen. Die folgenden Zerstörerklassen bestanden meist aus acht Schiffen sowie einem meist größeren Schiff als Flottillenführer und wurden in der Reihenfolge der Buchstaben des Alphabets benannt (bis die Buchstaben 1944 ausgingen). Ausnahmen bildeten die von den USA übernommenen Zerstörer der Town-Klasse und die Tribal- und Battle-Klassen. HMS Amazon (D39), 1949 abgewrackt HMS Ambuscade (D38), 1948 abgewrackt Die Zerstörer der A- bis I-Klassen entsprachen im Wesentlichen einem aus den Prototypen Amazon und Ambuscade abgeleiteten Entwurf. Erst Mitte der 1930er-Jahre führte der Wunsch nach größeren und besser bewaffneten Zerstörern zur Tribal-Klasse sowie den Zerstörern der J-, K- und N-Klasse und den Flugabwehr-Zerstörern der L- und M-Klasse.

mini|HMS Achates A-Klasse (1930) HMS Codrington (D65), Flottillenführer, am 27. Juli 1940 von deutschen Flugzeugen im Hafen von Dover versenkt Acasta (H09), am 8. Juni 1940 vor Norwegen von den deutschen Schlachtschiffen Scharnhorst und Gneisenau zusammen mit dem Flugzeugträger Glorious versenkt HMS Achates (H12), am 31. Dezember 1942 in der Barentssee von dem deutschen schweren Kreuzer Admiral Hipper versenkt HMS Acheron (H45), am 8. Januar 1940 vor der Isle of Wight durch Minentreffer gesunken HMS Active (H14), 1947 abgewrackt HMS Antelope (H36), 1946 abgewrackt HMS Anthony (H40), 1947 abgewrackt Ardent (H41), am 8. Juni 1940 vor Norwegen von den deutschen Schlachtschiffen Scharnhorst und Gneisenau zusammen mit dem Flugzeugträger Glorious versenkt HMS Arrow (H42), Totalverlust am 4. August 1943 nach Explosion des längsseits liegenden französischen Munitionsschiffes Fort la Montée in Algier B-Klasse (1930) Keith (D06), Flottillenführer, am 1. Juni 1940 von deutschen Junkers Ju 87 vor Dünkirchen versenkt Basilisk (H11), am 1. Juni 1940 von deutschen Junkers Ju 87 vor Dünkirchen versenkt Beagle (H30), 1946 abgewrackt Blanche (H47), am 13. November 1939 nach Minentreffer in der Themsemündung gesunken Boadicea (H65), am 13. Juni 1944 südwestlich von Portland von deutschen Flugzeugen mit Torpedos versenkt Boreas (H77), im April 1944 an Griechenland (Salamis), 1951 abgewrackt Brazen (H80), am 20. Juli 1940 durch Luftangriff vor Dover versenkt Brilliant (H84), 1947 abgewrackt Bulldog (H91), 1946 abgewrackt C-Klasse (1931–1932) Kempenfelt (D18), Flottillenführer, 1939 an Kanada (Assiniboine), nach Außerdienststellung am 10. November 1945 an der Prince-Edward-Insel gestrandet Comet (H00), 1938 an Kanada (Restigouche), 1945 abgewrackt Crusader (H60), 1938 an Kanada (Ottawa), am 14. September 1942 von U 91 in der Mündung des Sankt-Lorenz-Stroms versenkt Cygnet (H83), 1937 an Kanada (St. Laurent), 1945 abgewrackt Crescent (H48), 1937 an Kanada (Fraser), am 25. Juni 1940 nach Kollision mit dem Kreuzer Calcutta in der Gironde-Mündung gesunken Als Abrüstungsgeste für die Londoner Flottenkonferenz von 1930 wurde die C-Klasse um vier Schiffe reduziert. Diese Klasse passte aber damit nicht in das Organisationsschema der Royal Navy, die die Zerstörer 1937–1939 an Kanada abgab.

mini|Duncan, 1943 D-Klasse (1932–1933) Duncan (D99), Flottillenführer, 1945 abgewrackt Dainty (H53), am 24. Februar 1941 vor Tobruk durch deutsche Flugzeuge versenkt Daring (H16), am 18. Februar 1940 75 km von Duncansby Head von U 23 versenkt Decoy (H75), am 12. Mai 1943 an Kanada (Kootenay), 1946 abgewrackt