Autoimmunthyreopathien () sind chronisch entzündliche Schilddrüsenerkrankungen, die durch eine Fehlregulation der spezifischen Immunabwehr (B-Zellen und T-Zellen) verursacht sind. Meist treten Autoimmunthyreopathien nach Virusinfekten auf, gelegentlich auch nach einer subakuten Thyreoiditis. Genetische Faktoren spielen für ihre Entwicklung eine Rolle.Matthias Schott, Werner A. Scherbaum: Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen, Deutsches Ärzteblatt, Jg. 103, Heft 45, 10. November 2006

Einteilung Folgende Einteilung wurde vorgeschlagen: Typ 1: euthyreote Stoffwechsellage 1A: mit Struma (Hashimoto-Thyreoiditis) 1B: ohne Struma (Ord-Thyreoiditis) Typ 2: Hypothyreose 2A: mit Struma (Hashimoto-Thyreoiditis) 2B: ohne Struma (Ord-Thyreoiditis) Typ 3: Morbus Basedow 3A: mit Hyperthyreose 3B: mit euthyreoter Stoffwechsellage 3C: mit Hypothyreose

Psychische Begleitsymptome Antikörper gegen Schilddrüsengewebe lassen sich vermehrt in Patienten mit Depression nachweisen. Eine Autoimmun-Thyreoiditis tritt häufig gepaart mit einer bipolaren Störung auf. Kausalitäten mit der oft angewandten Lithiumtherapie der Patienten konnte dabei ausgeschlossen werden. Eine Autoimmun-Thyreoiditis ist ein Teil der genetischen Anfälligkeit und ein möglicher Endophänotyp für eine bipolare Störung.

Einzelnachweise

Kategorie:Krankheitsbild in der Endokrinologie Kategorie:Autoimmunerkrankung Kategorie:Schilddrüse