Brodswindener Mühle ist ein Wohnplatz der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Der Ort liegt in der Gemarkung Brodswinden.
Geografie Die ehemalige Einöde ist heute Haus Nr. 15 der Wallersdorfer Straße. Sie liegt am Brodswindener Bach, einem rechten Zufluss des Silberbachs.
Geschichte Im Salbuch des Fürstentums Ansbach von 1684 wurde die Mühle noch nicht erwähnt. Sie wurde im Fraischbezirk des brandenburg-ansbachischen Hofkastenamtes Ansbach errichtet und hatte das Hofkastenamt auch als Grundherrn.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 1630. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 685. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt das Mühlgut bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 30 des Ortes Brodswinden.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 842. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 980 f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Brodswindener Mühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brodswinden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brodswinden zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Im 19. Jahrhundert gehörten zum Anwesen vier Parzellen Acker- und Wiesenflächen mit insgesamt 2,6 ha sowie gemeinsam mit Haus-Nr. 3e 1 ha Gewässer. In den amtlichen Verzeichnissen nach 1885 wird die Brodswindener Mühle als Gemeindeteil nicht mehr aufgelistet.
Am 1. Juli 1972 wurde die Brodswindermühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Ansbach eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885 Einwohner 2 4 4 6 8HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1836 und 1885 als Wohngebäude. 1 1 1 1Quelle
Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Brodswinden) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.
Literatur
Weblink
Fußnoten
Kategorie:Einzelsiedlung in der kreisfreien Stadt Ansbach