Weidenmühle ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Weidenmühle lag in der Gemarkung Eyb.
Geografie Die Einödmühle lag an der Fränkischen Rezat auf einer Höhe von . Im Westen grenzte der Hofgarten Ansbach an, im Nordosten die Eyber Straßäcker, im Osten der Eyber Grund und im Süden die Berg- oder Dürrewiesen. Heute befindet sich an ihrer Stelle das Haus Nr. 7 der Matthias-Oechsler-Straße.
Geschichte Die Mühle wurde 1157 erstmals urkundlich erwähnt, als Gebhard von Henneberg, Bischof vom Bistum Würzburg, dem Ansbacher Gumbertusstift die Mühle samt einer Villa übergab („molendium eidem ville contiguum“).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 213.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand die Weidenmühle aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Das Anwesen hatte das Stiftsamt Ansbach als Grundherrn.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 924f. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 987f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Weidenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Eyb und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Eyb zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.
1840 gab es in der Weidenmühle eine Branntweinbrennerei. Nach 1875 erfolgte die Umgemeindung nach Ansbach. In der Folgezeit wurde die Weidenmühle als Gasthaus betrieben. 1949 wurde dieses noch bezeugt.https://www.darc.de/der-club/distrikte/b/ortsverbaende/02/geschichte-ov-b02/ Wann die Weidenmühle abgerissen wurde, ist unklar.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885 Einwohner 2 7 6 7HäuserEs werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1836 und 1885 als Wohngebäude. 1 1 1 1 Quelle
Religion Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren nach St. Johannis (Ansbach) gepfarrt.
Literatur
Weblink
Fußnoten
Kategorie:Wüstung in Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1157 Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert