Rippberg ist ein Stadtteil von Walldürn im Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-Württemberg.

Geografische Lage Rippberg liegt im östlichen Odenwald im Tal des Marsbachs an der Einmündung des Eiderbachs, etwa 6,5 Kilometer nordwestlich der Kernstadt. Durch den Ort führen die Bundesstraße 47 und die Bahnstrecke Seckach–Miltenberg (KBS 784), auch Madonnenlandbahn genannt. Unterhalb von Rippberg befindet sich mit der niedrigste Punkt Walldürns. Dort verläuft zum Nachbarort Schneeberg die Grenze zum Freistaat Bayern. Der Naturpark Neckartal-Odenwald erstreckt sich auch über Teile der Gemarkung.

Geschichte Rippberg wurde 1197 erstmals urkundlich als Rietberg (Berg im Ried) erwähnt. Im Spätmittelalter war der Ort im Besitz der Ministerialenfamilie von Dürn und Würzburger Lehen. Um 1590 erfolgte der Heimfall an das Hochstift Würzburg, das die Echter von Mespelbrunn mit der Herrschaft belehnte. 1665 erfolgte erneut der Heimfall an Würzburg, das 1677 den im Dreißigjährigen Krieg völlig abgegangenen Ort wieder anlegte und zum Amtssitz machte. Im Rahmen der Säkularisation fiel das Amt 1803 an das Fürstentum Leiningen und kam 1806 zum Großherzogtum Baden. 1864 fand bei Rippberg eine erfolglose Treibjagd mit 2000 Beteiligten auf einen Wolf statt, den sogenannten „Tiger von Miltenberg“.Hans Slama: Das „Unthier“ wurde am Galgen hingerichtet In: Fränkische Nachrichten vom 26. Oktober 2021Die abenteuerliche Geschichte des letzten Wolfs im Odenwald & letzte Wölfe in Deutschlands Regionen, Dieter Röckel, Verlag Rhein-Neckar-Zeitung, ISBN 3-8244-4086-5, 1999, S. 34–35 Kesseltreiben rund um Rippberg

Zum 1. Dezember 1972 erfolgte die Eingemeindung nach Walldürn. Rippberg bildet mit Hornbach eine gemeinsame Ortschaft.

Ehemaliges Wappen 1958 erteilte das Innenministerium ein Wappen, das eine Verbesserung des 1909 durch das des Generallandesarchivs vorgeschlagenen Wappens darstellte: „In Silber (Weiß) auf grünem Boden ein roter Torturm mit Stützmauern.“ Mit der Eingemeindung nach Walldürn erlosch das Wappen.

Kulturdenkmale mini|Katholische Pfarrkirche St. Sebastian in Rippberg (2012)

Wirtschaft In Rippberg befindet sich eine Eisengießerei für Kunden im Werkzeugmaschinenbau, Baumaschinen- und Sondermaschinenbau mit etwa 175 Mitarbeitern sowie einige Handwerksbetriebe. Landwirtschaft spielt in dem Ort seit jeher keine nennenswerte Rolle.

Persönlichkeiten

Weblinks

Rippberg auf der Webseite von Walldürn LEO-BW, Landeskunde entdecken online, Rippberg

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Walldürn) Kategorie:Ort im Neckar-Odenwald-Kreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Neckar-Odenwald-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1197 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972