Reinhold Huber (* 12. Jänner 1904 in Albeck; † 23. Dezember 1984) war ein österreichischer Landwirt, Politiker (FPÖ) und Abgeordneter im Kärntner Landtag.
Leben Huber war Sohn einer Bergbauernfamilie aus Sirnitz in den Gurktaler Alpen. Nach seiner schulischen Ausbildung in der Volksschule und der Landwirtschaftsschule führte er ab 1924 den väterlichen Hof.
Er trat am 2. Februar 1932 in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 784.291)Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/12651156 und beteiligte sich am Juli-Putsch (1934). Wegen seiner Teilnahme an diesem gescheiterten nationalsozialistischen Umsturzversuch in Österreich wurde Huber zu 14 Jahren Kerker verurteilt.Ulfried Burz: Kärnten: von der deutschen Grenzmark zum österreichischen Bundesland, S. 247. ( eingeschränkte Vorschau Online bei Google Book Search). Später wirkte er als SA-Truppenführer, Ortsgruppenleiter und amtierte schließlich als Landesbauernführer in Kärnten (1938–1945).Lothar Höbelt (Hrsg.): Aufstieg und Fall des VdU: Briefe und Protokolle aus privaten Nachlässen, S. 343. (eingeschränkte Vorschau Online bei Google Book Search). Huber wurde die höchste Kriegsauszeichnung für Zivilisten, das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern, am 1. Oktober 1944 verliehen. Er wurde ab 1945 in britischer Kriegsgefangenschaft festgehalten und 1947 freigelassen.Herbert Lackner: Die Bludordens-Haberer, in: Profil vom 16. September 1996, S. 34
Im Nachkriegsösterreich war Huber erster Landesparteichef der Freiheitspartei KärntenORF Sonderfall „Freiheitliche in Kärnten“ ab dem 5. Juni 1955 bis zum 25. September 1965.Kurt Piringer: Die Geschichte der Freiheitlichen. Beitrag der Dritten Kraft zur österreichischen Politik. Verlag Orac, Wien 1982. Die Kärntner Freiheitlichen beteiligten sich an der Gründung der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), die Landespartei blieb jedoch ein eigenständiger Verein. Huber wirkte als Abgeordneter der FPÖ im Kärntner Landtag von 1956 bis 1970 und war Landesobmann der FPÖ von 1956 bis 1965.
Huber erhielt 1984 das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten, verliehen durch Landeshauptmann Leopold Wagner.
Er war Vater von 12 Kindern. Seine Tochter Kriemhild Trattnig und sein Sohn Alois Huber waren ebenfalls politisch in der FPÖ tätig.
Einzelnachweise
Kategorie:Landtagsabgeordneter (Kärnten) Kategorie:Landesbauernführer Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Landwirt (Kärnten) Kategorie:Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens des Landes Kärnten Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Kriegsverdienstkreuzes (1939) Kategorie:Teilnehmer am Juliputsch Kategorie:Verurteilte Person (NS-Täter) Kategorie:Österreichischer Kriegsgefangener Kategorie:FPÖ-Mitglied Kategorie:SA-Mitglied Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1984 Kategorie:Mann