Logo der SPDqueer 280px|Logo der SPDqueer Basisdaten Co-Vorsitzende Carola EbhardtOliver Strotzer stellvertretendeVorsitzende Franz EllenbergerHannah Huesmann TrulsenAlexander IrmischAnna-Lena KubinaAmilio Ludwig-DinkelClara Markurt Nicole MeckoniJulius Noah SiebertVincenzo TruglioSarah Ungar Gliederung 14 Landesverbände und 5 BezirkeEuropäischeOrganisationRainbow Rose Website https://spdqueer.de
Die Arbeitsgemeinschaft der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung kurz SPDqueer (ehemals: Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD, kurz: Schwusos) ist die Organisation der sozialdemokratisch orientierten LGBTI, die sich innerhalb der SPD organisiert haben. Die Organisation wurde im Jahr 1978 als Arbeitskreis gegründet und hat heute 14 Landesverbände und zwei Bezirksverbände. Seit dem Bundesparteitag der SPD 2011 wurden die Schwusos von einem Arbeitskreis zu einer Arbeitsgemeinschaft in der SPD aufgewertet.
Sie sind die älteste LSBTI-Organisation (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle) einer Partei in der Bundesrepublik Deutschland.
Geschichte mini|Schwusos an der Gay Pride in Stuttgart 2009 mini|alternativtext=Das Foto zeigt Demonstrierende des CSD in Bayreuth, die ein Banner von SPD queer tragen. Geschrieben steht: „Stadt – Land – Bunt. Respekt für deine Vielfalt. SPD queer.“|Mitdemonstrierende von SPDqueer unter dem Motto „Stadt – Land – Bunt“ auf dem CSD in Bayreuth (2022) War in den Anfangsjahren für die Schwusos noch das primäre Ziel die Abschaffung des § 175 StGB, des so genannten Schwulenparagraphen, so setzten sie sich danach unter anderem für die Gleichbehandlung der Lebenspartnerschaft mit der in Deutschland bislang ausschließlich heterosexuellen Ehe (z. B. im Steuerrecht) ein. Sie forderten darüber hinaus gemeinsam mit der SPD-Bundespartei die „Öffnung“ der Ehe für homosexuelle PaareSchwusos Baden-Württemberg: Öffnung der Ehe rückt näher, die im Sommer 2017 politisch in Deutschland erreicht wurde. Weitere Ziele der Schwusos sind ein besonderes Asylrecht für verfolgte Lesben und Schwule, ein gemeinsames Adoptionsrecht für schwule und lesbische („gleichgeschlechtliche“) Partnerschaften, das im Sommer 2017 politisch erreicht wurde, sowie die Ergänzung des Artikel 3 Grundgesetz um einen Antidiskriminierungszusatz zur sexuellen Identität, einen nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie aufzustellen und eine bundesweite Vernetzung von lokalen Aufklärungsinitiativen an Schulen zu unterstützen.
Die Schwusos setzten sich für die Errichtung eines Mahnmals für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus ein, sowie für die Einrichtung einer Stiftung zur Forschung über Homosexualität aus politikwissenschaftlicher, soziologischer und historischer Perspektive. Die Schwusos unterstützen zudem die Initiative artikeldrei des LSVD, die sich der Ergänzung des dritten Artikels des Grundgesetzes zum Ziel gesetzt hat.artikeldrei: unterstützende Organisationen
Am 4. Dezember 2011 wurden die Schwusos auf dem Parteitag der SPD in Berlin mit drei Stimmen Mehrheit zur Arbeitsgemeinschaft aufgewertet. Dies machte eine Neugründung notwendig, die Anfang Oktober 2012 in Leipzig stattfand. Der langjährige Vorsitzende des Arbeitskreises Ansgar Dittmar wurde wiedergewählt.
Im Oktober 2016 wurde Petra Nowacki als Nachfolgerin von Ansgar Dittmar zur neuen Vorsitzenden gewählt.
Der Name der Arbeitsgemeinschaft wurde in „SPDqueer – Arbeitsgemeinschaft für Akzeptanz und Gleichstellung“ geändert. Die Delegierten beschlossen diesen Namen mehrheitlich auf ihrer Bundeskonferenz 2016 in Schwerin, der Parteivorstand stimmte im Dezember 2016 dieser Namensänderung zu. Über eine Umbenennung wurde im Vorfeld kontrovers diskutiert. Der bisherige Kurzname „Schwusos“ war als ausgrenzend gegenüber Lesben und „Trans*“ kritisiert worden.
Auf der Bundeskonferenz der SPDqueer im Jahr 2021 wurden Carola Ebhardt und Oliver Strotzer als Co-Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft gewählt. Auf den Bundeskonferenzen am 30. September 2023 sowie am 25. Oktober 2025 wurden beide in ihrem Amt bestätigt. Dem Bundesvorstand gehören darüber hinaus zehn stellvertretende Vorsitzende an.
Ehemalige Bundesvorsitzende ZeitraumElia Scaramuzza und Carola Ebhardt (als kommissarische Doppelspitze)Oktober 2019 – Mai 2021Petra NowackiOktober 2016 – Oktober 2019Ansgar DittmarOktober 2012 – Oktober 2016
Landesverbände / Bezirksverbände Landesverband / Bezirksverband VorsitzendeSPDqueer Baden-WürttembergChristian GausSPDqueer BayernMarkus AicherSPDqueer BerlinvakantSPDqueer BrandenburgRia Cybill Geyer und Dirk LammSPDqueer BraunschweigJulia MarxSPDqueer BremenNicoletta Witt und Dieter FrickeSPDqueer HamburgAnnkathrin Kammeyer und Timo HackemannSPDqueer HannoverFlorian Kusche und Nicole MeckoniSPDqueer Hessen-NordFlorian SchneiderSPDqueer Hessen-SüdAmilio Ludwig-DinkelSPDqueer Mecklenburg-VorpommernFelix SchargeSPDqueer Nordrhein-WestfalenHannah Huesmann Trulsen (kommissarisch)SPDqueer Rheinland-PfalzJoachim SchulteSPDqueer SaarMelanie Schug und Vincenzo TruglioSPDqueer SachsenOliver StrotzerSPDqueer Sachsen-AnhaltKatja SchulzSPDqueer Schleswig-HolsteinMaik GrillSPDqueer ThüringenFranz Ellenberger, Mana Klötzer und Vincent SipeerSPDqueer Weser EmsJanina Furchert
Siehe auch Lesben und Schwule in der Union Grüne Bundesarbeitsgemeinschaft Schwulenpolitik
Weblinks Website des Bundesvorstandes der SPD
Einzelnachweise
Kategorie:Arbeitsgemeinschaft der SPD Kategorie:Homosexualität in der Politik Kategorie:LGBT-Organisation in Deutschland Kategorie:LGBT-Bürgerrechtsorganisation Kategorie:Gründung einer politischen Organisation 1978