Keith Relf (* 22. März 1943 in Richmond, Surrey, England; † 12. Mai 1976 in London) war ein britischer Musiker und Sänger. Er wurde vor allem als Sänger und Mundharmonikaspieler der Band The Yardbirds bekannt.

Werdegang Im Jahr 1963 gründete er die Band The Yardbirds, bei der u. a. Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page mitspielten. Mit ihrem 1966er-Album The Yardbirds (auch als Roger the Engineer bekannt) setzten sie neue Maßstäbe im Bluesrock.

Anfang 1968 hatte die Band keine Platte mehr in den Charts, Jimmy Page wollte eine eigene Band gründen, so wie es auch Relf vorhatte. Am 7. Juli 1968 löste Relf die Yardbirds auf. Als The New Yardbirds bestand die Band noch bis Ende des Jahres, da noch eine Tournee zu beenden war. Die New Yardbirds nannten sich Ende 1968 in Led Zeppelin um. Relf wurde Mitbegründer der Rockband Renaissance, mit der er 1969 und 1970 zwei Alben aufnahm. Sängerin dieser Band war seine Schwester Jane Relf.

Relfs nächste Band wurde im Jahr 1975 Armageddon. Vor den Aufnahmen des zweiten Albums starb Relf in seiner Wohnung nach einem Stromschlag, den er beim Spielen einer E-Gitarre erlitten hatte. Beerdigt wurde er auf dem Richmond Cemetery im Londoner Stadtteil Richmond upon Thames.Scott, Wilson: Resting Places: The Burial Sites of Over 10,000 Famous Persons. 3. Aufl., McFarland, Jefferson, NC 2016, S. 622.

Diskografie 1963: The Yardbirds – Sonny Boy Williamson & The Yardbirds: Live At The Crawdaddy 1964: The Yardbirds – Five Live Yardbirds 1965: The Yardbirds – For Your Love 1966: The Yardbirds – Having A Rave Up 1966: The Yardbirds – Roger the Engineer 1967: The Yardbirds – Little Games 1969: Renaissance – Renaissance 1970: Renaissance – Illusion 1971: The Yardbirds – Live Yardbirds Featuring Jimmy Page (Aufnahmen von 1968) 1975: Armageddon – Armageddon 1999: The Yardbirds – The BBC Sessions

Im Jahre 1966 nahm Relf zwei Singles auf, seine einzigen Soloplatten. Die Titel waren Mr. Zero / Knowing und Shapes in My Mind / Blue Sands.

Singles: 1966: Mr. Zero 1966: Shapes in My Mind 1968: Together Now (1968/1989, US-Pressung)

Literatur The Yardbirds – die Crawdaddy-Clubband mit Pionierarbeit und orientalischen Einflüssen. In: Horst Rudolf: Der Beat fiel vom Himmel. Band I: Von den Quarrymen bis zum Ende der Beatles – eine neue Generation in Bewegung. Utz Verlag, München 2021, S. 323 f.

Weblinks keithrelf.com

Einzelnachweise

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