Compliance ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2012 von Craig Zobel, der auch das Drehbuch schrieb. Der Film feierte seine Premiere auf dem Sundance Film Festival 2012.

Handlung Der Film erzählt die Geschichte eines Restaurants, das von einem falschen Polizeianruf in ein verstörendes Szenario gezogen wird. Die Restaurantmanagerin Sandra und ihre Stellvertreterin werden von einem Anrufer namens "Officer Daniels" kontaktiert, der behauptet, dass eine ihrer Mitarbeiterinnen, Becky, eine Kundin bestohlen habe. Ohne Verifizierung und auf Anweisung des Anrufers hin beschuldigt Sandra Becky und durchsucht sie körperlich.

Der Anrufer, der sich als Polizist ausgibt, manipuliert Sandra geschickt, indem er Autorität und Verantwortung für alle Anweisungen übernimmt. Die Situation eskaliert, als andere Mitarbeiter des Restaurants, darunter Sandras Verlobter und ein Hausmeister, den Anweisungen des Anrufers folgen und Becky ebenfalls durchsuchen und misshandeln.

Erst als die Polizei gerufen wird, wird klar, dass der Anrufer ein gewöhnlicher Verkäufer ist, der fiktive Anschuldigungen macht. Die Geschichte beleuchtet die schockierende Leichtigkeit, mit der Menschen unter dem Druck vermeintlicher Autoritäten handeln können, selbst wenn dies ethisch fragwürdige oder illegale Handlungen einschließt.

Die Konsequenzen sind gravierend: Sandra verliert ihren Job, während Becky rechtliche Schritte einleitet. Der Film thematisiert die Macht von Autorität, Manipulation und den Missbrauch von Machtverhältnissen in einer Gesellschaft, die oft blind auf vermeintliche Autoritäten vertraut, ohne diese kritisch zu hinterfragen.

Hintergrund mini|Ann Dowd und Regisseur Craig Zobel bei der Vorstellung des Filmes auf dem Festival des amerikanischen Films 2012 in Deauville Der Film basiert auf einem Vorfall, der sich im April 2004 in einem McDonald’s Restaurant in Mount Washington im US-Bundesstaat Kentucky ereignete. Dort forderte ein Anrufer, der sich „Officer Scott“ nannte, die stellvertretende Restaurantmanagerin auf, eine junge Angestellte wegen des Vorwurfes des Diebstahls vollständig zu entkleiden und zu untersuchen. Zu einem späteren Zeitpunkt übernahm ihr Verlobter die Bewachung, wobei es dabei zu einem sexuellen Missbrauch der Angestellten kam. Der Film verweist im Abspann auf eine „wahre Begebenheit“, ohne jedoch die Ereignisse in Mount Washington zu nennen.

Die Vorgehensweise des Anrufers erinnert an das Milgram-Experiment, in dem durch die Kombination aus Lob, Drohung und der Erklärung, die Verantwortung vollständig zu übernehmen, die Bereitschaft steigt, ohne weiteres Nachfragen fragwürdige Handlungen an anderen Menschen vorzunehmen.

Kritik

Auszeichnungen (Auswahl)

Ann Dowd wurde 2012 mit dem National Board of Review Award als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Weblinks

Offizielle Seite zum Film

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2012 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Thriller