Liselotte von Rantzau-Essberger (geboren am 9. Oktober 1918 in Kiel; gestorben am 25. Januar 1993 in Mammern) war eine deutsche Reederin.

Leben mini|hochkant|links|Grabplatte (links) in der Familiengrabstätte Liselotte Essberger war die Tochter von John Theodor Essberger und dessen erster Ehefrau Charlotte, geborene Simonsen (1886–1973)Die Ehe vom 20. Februar 1916 war am 27. November 1928 geschieden worden. Sie heiratete am 31. Juli 1942 Viktor Cuno von Rantzau (1910–1982), mit dem sie drei Söhne hatte. Damit war sie die Stieftochter der verwitweten Elsa Wolff geb. Schirmer (1898–1977).

Von ihrem 1959 verstorbenen Vater erbte Rantzau-Essberger dessen Unternehmen Deutsche Afrika-Linien/John T. Essberger Group of Companies. Sie leitete diese Reedereien über 30 Jahre lang und wurde zu den erfolgreichsten Unternehmerinnen Deutschlands gezählt.Irene Mayer-List: Aufstieg mit Handikaps, in Die Zeit, 29. April 1988 Sie war lange Präsidiumsmitglied im Verband Deutscher Reeder sowie 1988 bis 1990 Vorsitzende des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft.Ursula Köhler-Lutterbeck; Monika Siedentopf: Lexikon der 1000 Frauen, Bonn 2000, S. 192 f. ISBN 3-8012-0276-3 Unter ihrer Führung wurden in dem Unternehmen auch vermehrt Frauen als Seefahrerinnen gefördert, z. B. in der Ausbildung zu Schiffsmechanikerinnen.

Wie bereits ihr Vater förderte Rantzau-Essberger Musiker, etwa durch Privatkonzerte.Die Welt: Das Geheimnis des Weißen Hauses, 11. Februar 2001

Nach ihrem Tod im schweizerischen Mammern wurde ihr Leichnam nach Hamburg überführt und dort auf dem Friedhof Nienstedten beigesetzt.Biografie Liselotte von Rantzau Grabsteinabbildung und -lage bei garten-der-frauen.de

Ihre Söhne Heinrich und Eberhard von Rantzau, bereits seit den 1980ern in der Firma tätig, führten die Reedereien nach dem Tod ihrer Mutter 1993 weiter.

Würdigung mini|Liselotte Essberger bei der Taufe 1966 Nach Liselotte Essberger wurden mehrere Schiffe ihrer Reederei benannt: Der Tanker Liselotte Essberger (1935–1945, dann beschlagnahmt und Weiterbetrieb unter neuen Namen, abgewrackt 1980), der Tanker Liselotte Essberger (gebaut 1966), der Chemikalientanker Liselotte Essberger (gebaut 1992, seit 2015 als Key North), sowie der Produktentanker ("Parcel-Tanker") mit LNG-fähigem Antrieb Liselotte Essberger (gebaut 2021).

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Einzelnachweise

⚭Liselotte Kategorie:Reeder (Hamburg) Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1918 Kategorie:Gestorben 1993 Kategorie:Frau