mini|Reckenstetten (2024)

Reckenstetten ist ein Gemeindeteil des Marktes Allersberg im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Reckenstetten liegt in der Gemarkung Ebenried.

Lage Das Dorf liegt unmittelbar an der Gemeindegrenze von Allersberg und der Rother Landkreisgrenze rechts der Schwarzach. Ein kleinerer Teil von Reckenstetten liegt links der Schwarzach und ist in die Stadt Freystadt eingemeindet. Die Staatsstraße 2237 führt an Allersberg vorbei zur Anschlussstelle 55 der Bundesautobahn 9 (5,6 km westlich) bzw. nach Rohr (2 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Ebenried zur Kreisstraße RH 8 (2,3 km südlich) und nach Schwarzach (1,8 km nördlich).

Ortsnamensdeutung Der Ortsname enthält den Personennamen Recko.

Geschichte 1283 und 1286 ist „Rukersteten“ im Zusammenhang einer Güterübereignung durch Ulrich von Obersulzbürg an das Deutschordenshaus in Nürnberg die Rede. Ob es einen Ortsadel und damit eine Burg gegeben hat, ist fraglich.B. Heinloth: Neumarkt, S. 80. 1360 gab der Eichstätter Bischof den Zehent von „Ruchkersteten“ Albert von Wolfstein zu Sulzbürg zu Lehen.Franz Heidingfelder (Bearb.): Die Regesten der Bischöfe von Eichstätt. Palm & Enke, Erlangen 1938, Nr. 749 Der zuvor bayerische Ort wurde 1505 pfalzneuburgisch und war 1542–1578 an Nürnberg verpfändet. Die Reichsstadt führte 1542 die Reformation ein. Die Gegenreformation wurde 1627 unter Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm durchgeführt. All dies betraf auch Reckenstetten. 1849 wurde die Kapelle St. Wendelin erbaut.F. X. Buchner: Das Bistum Eichstätt. Band I, S. 20, 223.

Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Reckenstetten aus acht Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das pfalz-neuburgische Landgericht Allersberg aus. Grundherren waren das Landrichteramt Allersberg (8 Anwesen) und das Kloster Seligenporten (1 Anwesen).B. Heinloth: Neumarkt, S. 276.

Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) wurde Reckenstetten dem Steuerdistrikt Allersberg und der Ruralgemeinde Eppersdorf zugewiesen. Nach 1820 erfolgte die Umgemeindung nach Ebenried.W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 250 und 251. Am 1. Januar 1972 wurde Reckenstetten im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Allersberg eingemeindet.

Baudenkmäler Neben der Ortskapelle gilt ein Grenzstein in Richtung Seligenporten als Baudenkmal.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 19872025Einwohner 40 65 49 45 52 51 51 47 47 39 4038HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1836 und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 9 9 10 10 10 10 10 12Quelle

Religion Reckenstetten ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Mariä Himmelfahrt (Allersberg) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession gehören zur Pfarrei Ebenried.

Wirtschaft Es gibt eine Auto-Werkstatt, eine Landmetzgerei sowie einen Pferdehof.

Vereine Pony- und Pferde SV Reckenstetten e. V.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Geographie (Allersberg) Kategorie:Ersterwähnung 1283 Kategorie:Ort an der Schwarzach (Altmühl)