mini|Barbi Marković, 2024 Barbi Marković (* 1980 in BelgradResidenzverlag: Barbi Marković. Abgerufen am 16. Februar 2017.) ist eine serbisch-österreichische Schriftstellerin.
Leben Barbara Marković studierte Germanistik in Belgrad. Seit 2006 lebt sie in WienSerbien am Scheideweg auf ORF vom 7. April 2025, abgerufen am 7. April 2025 und studierte an der Universität Wien, das Studium schloss sie in Wien 2013 als Magistra ab.Zitathaftigkeit in der digitalen Literatur. Diplomarbeit 2013, Universität Wien. In Belgrad arbeitete sie als Lektorin für den Rende-Verlag. 2006 veröffentlichte sie in Serbien unter dem Titel Izlaženje eine Adaption der Thomas-Bernhard-Erzählung Gehen, in dem sie den Text in die Belgrader Clubszene übertrug. Die Rückübersetzung ins Deutsche von Mascha Dabić erschien 2009 unter dem Titel Ausgehen. 2011/2012 war sie Stadtschreiberin von Graz, die Ergebnisse dieses Projektes erschienen 2012 unter dem Titel Graz Alexanderplatz. 2014 wurde ihr Theaterstück InBetween beim Ethos Uluslararası Tiyatro Festivali in Ankara uraufgeführt, die österreichische Erstaufführung erfolgte im Werk X.
Im Jahr 2016 veröffentlichte sie den teils auf Deutsch, teils auf Serbisch verfassten Großstadtroman Superheldinnen, für den sie unter anderem mit dem Literaturpreis Alpha und dem mit 7000 Euro dotierten Förderpreis des Adelbert-von-Chamisso-Preises ausgezeichnet wurde. Im Februar 2017 wurde die Bühnenfassung von Superheldinnen am Wiener Volkstheater uraufgeführt.derStandard.at: "Superheldinnen": Barbi Markovics Roman als Theater. Artikel vom 5. Februar 2017, abgerufen am 16. Februar 2017. Ende November 2019 erfolgte die Uraufführung ihres Theaterstückes Staub am Grazer Theater im Bahnhof.
Marković wurde 2017 zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb eingeladen.orf.at - Autoren des Bachmannpreises 2017 präsentiert. Artikel vom 24. Mai 2017, abgerufen am 25. Mai 2017. 2018 erhielt sie das mit 7000 Euro dotierte George-Saiko-Reisestipendium.orf.at: Barbi Markovic erhält George-Saiko-Reisestipendium. Artikel vom 6. März 2018, abgerufen am 6. März 2018. 2019 schrieb sie ein Hörspiel namens „Frag die Angst“ für den WDR, das teilweise auf ihren Tagebüchern aus der Zeit der Bombardierung Belgrads beruht. 2021 veröffentlichte sie den Roman Die verschissene Zeit, der in Belgrad während der Jugoslawienkriege spielt und im Oktober und Dezember 2021 auf der ORF-Bestenliste auf Platz sechs landete. Der 2023 veröffentlichte Prosaband Minihorror gelangte im November 2023 auf Platz drei der ORF-Bestenliste und im Januar 2024 auf Platz eins der SWR-Bestenliste sowie auf Platz eins der ORF-Bestenliste. 2024 wurde der Band mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik ausgezeichnet.
Am 18. Juni 2024 wurde ihr Theaterstück Das Kitzelmonster als Spin-Off zum Erzählband Minihorror am Theater am Werk uraufgeführt. Die Inszenierung von Aslı Kışlal von Minihorror, einer Koproduktion von diverCitylab und dem Theater am Werk, wurde im Rahmen der Verleihung des Nestroy-Theaterpreises 2024 in der Kategorie Beste Off-Produktion nominiert. Ihr Piksi-Buch, eine autofiktionale Geschichte einer unfreiwillig am Fußballplatz eines Belgrader Vereins verbrachten Kindheit, gelangte im Februar 2025 auf Platz 10 der ORF-Bestenliste und wurde zum Fußballbuch des Jahres gewählt. Ihr im Mai 2025 veröffentlichter Text Stehlen, Schimpfen, Spielen basiert auf einer Poetikvorlesung, die sie an der Universität Salzburg gehalten hatte und wurde im Juni 2025 auf Platz zwei der ORF-Bestenliste gereiht. Im Dezember 2025 wurde eine Bühnenfassung ihres Romanes Die verschissene Zeit am Wiener Kosmos Theater unter der Regie von Imre Lichtenberger Bozoki uraufgeführt. Im März 2026 folgte dann die Uraufführung einer Bühnenfassung ihres Romans Piksi-Buch am TEATA unter der Regie von Bérénice Hebenstreit. Ab der Spielzeit 2026/27 wird Marcovic Hausautorin am Nationaltheater Mannheim.
Publikationen (Auswahl) 2006: Izlaženje, Rende-Verlag, Belgrad 2009: Ausgehen, deutsche Erstausgabe, Übersetzung von Izlaženje aus dem Serbischen von Mascha Dabić, Suhrkamp-Verlag, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-518-12581-6. 2012: Graz, Alexanderplatz. Leykam-Verlag, Graz 2012, ISBN 978-3-7011-7821-6. 2016: Superheldinnen. Roman mit Übersetzungen von Mascha Dabić, Residenz Verlag, Salzburg/Wien 2016, ISBN 978-3-7017-1662-3. 2021: Die verschissene Zeit, Residenz Verlag, Salzburg 2021, ISBN 978-3-7017-1698-2. 2023: Minihorror. Illustrationen Ivana Kličković. Residenz Verlag, Salzburg 2023, ISBN 978-3-7017-1775-0. 2024: Das Kitzelmonster, Theaterstück, Uraufführung am Theater am Werk am 18. Juni 2024 2024: Piksi-Buch. Voland & Quist, Berlin und Dresden 2024, ISBN 978-3-86391-424-0. 2025: Stehlen, Schimpfen, Spielen. Rowohlt, Hamburg 2025, ISBN 978-3-498-00759-1.
Auszeichnungen und Nominierungen 2011/12: Stadtschreiberin von GrazderStandard.at: Serbische Literatin Markovic übernimmt Stadtschreiberei. Artikel vom 6. September 2011, abgerufen am 16. Februar 2017 2016: Literaturpreis Alpha für Superheldinnenorf.at - Barbi Markovic triumphiert bei Literaturpreis Alpha 2016. Artikel vom 27. Oktober 2016, abgerufen am 16. Februar 2017. 2017: Förderpreis des Adelbert-von-Chamisso-Preises für SuperheldinnenderStandard.at: Chamisso-Preis an Abbas Khider und Barbi Markovic. Artikel vom 18. Jänner 2017, abgerufen am 16. Februar 2017. 2018: George-Saiko-Reisestipendium 2019: Reinhard-Priessnitz-Preis 2021: Heinrich-Heine-Stipendium in Lüneburg 2021: Nominierung für den AK-Literaturpreis für Mortal Kombat 2022: Buchprämie der Stadt Wien mit Die verschissene Zeit 2023: Berliner Kunstpreis (Sektion Literatur) 2023: Outstanding Artist Award für Literatur 2024: Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik mit Minihorror 2024: Nominierung für den Literaturpreis „Text & Sprache“ des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft (Shortlist) mit Minihorror 2024: Carl-Amery-Literaturpreis 2025: Fußballbuch des Jahres der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur mit Piksi-Buch 2026: Kasseler Literaturpreis: Förderpreis Komische Literatur 2026: Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur für Stehlen, Schimpfen, Spielen
Weblinks
Barbi Marković' auf der Website des Residenz Verlages
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Serbisch) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Schriftsteller (Wien) Kategorie:Absolvent der Universität Wien Kategorie:Träger des Förderpreises zum Adelbert-von-Chamisso-Preis Kategorie:Träger des Berliner Kunstpreises Kategorie:Träger des Preises der Leipziger Buchmesse Kategorie:Immigrant in Österreich Kategorie:Jugoslawe Kategorie:Serbe Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1980 Kategorie:Frau