zentriert|350px|Szenenfoto aus The Lost World Der Abenteuerfilm The Lost World von Harry O. Hoyt basierend auf dem gleichnamigen Buch von Arthur Conan Doyle besticht durch seine bahnbrechenden Tricksequenzen. zentriert|164px|Originalposter zu Panzerkreuzer Potemkin Der propagandistische Film Panzerkreuzer Potemkin von Sergej Eisenstein gilt als einer der besten Filme aller Zeiten. zentriert|176px|Poster zu The Gold Rush Charlie Chaplins Stummfilm-Komödie The Gold Rush, die er selbst für einen seiner besten Filme hält, hat ihre Uraufführung.
Ereignisse Parufamet
Die deutsche Universum Film AG (Ufa), die durch kaufmännische Fehler und überteuerte Prestigeproduktionen in eine schwere Finanzkrise geraten ist, schließt am 19. Dezember mit den US-amerikanischen Unternehmen Paramount und Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) eine Hypothek auf das Ufa-Hauptquartier am Potsdamer Platz über 4 Millionen US-Dollar (knapp 17 Millionen Reichsmark) ab. Als Gegenleistung muss sie der Gründung eines gemeinsamen Verleihs, der Parufamet, zustimmen. Der erste Parufamet-Vertrag sieht vor, dass jährlich 50 Filme der amerikanischen Partner in Deutschland in den rund 300 Ufa-Kinos gezeigt werden müssen. Für die Kinoauswertung eigener Filme bleibt der Ufa dadurch nicht mehr viel Raum. Umgekehrt sollen die US-amerikanischen Partner jährlich je zehn der besten Ufa-Produktionen in ihren Verleih aufnehmen, um sie in den USA spielen zu lassen. Sie behalten sich jedoch das Recht vor, auch Filme abzulehnen, und tatsächlich gelangen nur sehr wenige deutsche Filme in US-Kinos.
Uraufführungen Westeuropa
mini|Lilian Harvey um 1925 28. Februar: In Wien hat das Stummfilmdrama Der Fluch von Robert Land mit Oskar Beregi in der Hauptrolle seine Uraufführung. Lilian Harvey ist darin in ihrer ersten Rolle zu sehen.
miniatur|links|Szene aus Wege zu Kraft und Schönheit, mit Leni Riefenstahl (rechts) 16. März: Der deutsche Kulturfilm Wege zu Kraft und Schönheit von Wilhelm Prager wird im Ufa-Palast am Zoo in Berlin uraufgeführt. Er gilt als einer der bedeutendsten Dokumentarfilme der Weimarer Republik. 18. Mai: Mit Die freudlose Gasse von Georg Wilhelm Pabst, der bekanntesten Verfilmung eines Werkes von Hugo Bettauer, kommt erstmals ein Film der Neuen Sachlichkeit in die Kinos. Es spielen unter anderen Werner Krauß, Asta Nielsen und Greta Garbo. 28. Mai: Im Berliner Tauentzienpalast wird der experimentelle Dokumentarfilm Die Stadt der Millionen – Ein Lebensbild Berlins von Adolf Trotz uraufgeführt. Der Film ist das erste abendfüllende Stadtporträt Berlins. 17. September: Die erste Wochenschau der Ufa wird gezeigt. 25. September: Der Ufa-Palast am Zoo in Berlin wird nach einem Umbau als größtes Kino in Deutschland wiedereröffnet. Am 16. November wird hier der Spielfilm Varieté von Ewald André Dupont mit Emil Jannings uraufgeführt. 26. Oktober: Das britisch-deutsche Filmdrama Die Prinzessin und der Geiger/The Blackguard von Graham Cutts mit Jane Novak in der Hauptrolle hat seine Uraufführung. Von filmhistorischer Bedeutung ist der Film vor allem wegen der Mitarbeit von Alfred Hitchcock in verschiedenen Funktionen vor seiner eigenen Regisseurskarriere. 3. November: In München hat der erste fertiggestellte (Stumm-)Film des jungen Regisseurs Alfred Hitchcock Weltpremiere. Die deutsch-britische Koproduktion The Pleasure Garden (Irrgarten der Leidenschaft) mit Virginia Valli erntet durchwegs positive Kritiken. Am 23. November hat mit The Prude's Fall ein weiterer Film Premiere, an dem Cutts mit Hitchcock zusammenarbeitet.
Vereinigte Staaten
mini|hochkant|Filmposter The Lost World 8. Februar: Der Abenteuerfilm The Lost World von Harry O. Hoyt hat in den USA seine Uraufführung. Der Stummfilm basiert auf dem Science-Fiction-Abenteuerroman Die vergessene Welt von Arthur Conan Doyle, der auch in der Anfangsszene des Films mit einer Eingangsrede zu sehen ist. Für die damals bahnbrechenden Tricksequenzen zeigt sich Willis O’Brien verantwortlich. 15. Februar: Mit The Salvation Hunters kommt das Regiedebüt von Josef von Sternberg in die Kinos. In den Hauptrollen sind Georgia Hale und George K. Arthur zu sehen. Das Stummfilmdrama wird wegen seiner unabhängigen Produktion unter niedrigem Budget auch immer wieder als „erster amerikanischer Independent-Film“ bezeichnet. 11. März: Die Stummfilmkomödie Seven Chances (Sieben Chancen) von Buster Keaton kommt in die amerikanischen Kinos. Im Gegensatz zu Keaton zeigt sich die Kritik einhellig begeistert von dem Film, der auch zu einem finanziellen Erfolg wird.
mini|links|Szene aus Goldrausch: Chaplin isst seinen Schuh auf 26. Juni: Die Stummfilmkomödie The Gold Rush von und mit Charlie Chaplin hat ihre Uraufführung. Chaplin selbst hält das Werk für seinen besten Film. Mit dem Verspeisen des Schuhs und dem „Brötchentanz“ enthält der Film zwei berühmte Szenen. In weiteren Hauptrollen sind Georgia Hale und Mack Swain zu sehen.
miniatur|hochkant|Das Phantom Erik und Christine 6. September: The Phantom of the Opera von Rupert Julian, basierend auf dem nur vierzehn Jahre früher erschienenen Roman Le Fantôme de l’Opéra des französischen Schriftstellers Gaston Leroux hat seine Uraufführung. Die Titelrolle spielt „der Mann der 1.000 Gesichter“ Lon Chaney, Mary Philbin spielt die Christine Daaé. 5. November: Der Antikriegsfilm The Big Parade von King Vidor gilt als der erste realistische Kriegsfilm, der den Tod im Krieg nicht heroisiert, sondern verurteilt. 23. November: Der Film Go West von Buster Keaton wird in den USA uraufgeführt. 16. Dezember: Wolf Blood: A Tale of the Forest gilt als der älteste erhaltene Werwolffilm. 20. Dezember: Ben Hur: A Tale of the Christ, eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Lewis Wallace durch Fred Niblo, ist bei seiner Entstehung der bis dahin teuerste Film. Ramón Novarro spielt die Titelrolle.
Sowjetunion
28. April: Der Stummfilm Streik ist der erste längere Spielfilm des sowjetischen Regisseurs Sergej Eisenstein. Er setzt darin sein zuvor theoretisch dargestelltes Konzept der Attraktionsmontage um.
links|mini|Filmszene mit Kosaken auf dem Marsch die Treppe herunter 21. Dezember: Der propagandistische sowjetische Stummfilm Panzerkreuzer Potemkin von Sergej Eisenstein mit der Musik von Edmund Meisel wird aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums der Revolution von 1905 und der Meuterei auf der Knjas Potjomkin Tawritscheski im Moskauer Bolschoi-Theater uraufgeführt. In mehreren Abstimmungen wird dieser Film in den Folgejahrzehnten zum besten Film aller Zeiten gewählt. Die bekannteste Szene des Films macht die sogenannte Potemkinsche Treppe weltberühmt.
Sonstiges
6. April: Mit der Vorführung des Abenteuerfilms The Lost World an Bord einer Handley Page W.8b der Imperial Airways während des Flugs vom Croydon Airport bei London nach Paris wird erstmals ein Kinofilm an Bord eines Linienfluges gezeigt. Der schwedische Regisseur Mauritz Stiller unterschreibt in Hollywood einen Vertrag mit MGM. Er nimmt sein Protegé Greta Garbo mit nach Amerika, wo diese ebenfalls einen Dreijahresvertrag erhält.
Erfolgreichste Filme
Die zehn erfolgreichsten Filme an den US-amerikanischen Kinokassen nach Einspielergebnis. PlatzFilmtitelEinspielergebnis in US-Dollar1.The Big Parade4.990.0002.Ben-Hur: A Tale of the Christ4.359.0003.The Freshman2.600.0004.The Gold Rush2.500.0005.The Phantom of the Opera1.550.0006.Don Q, Son of Zorro Stella Dallas1.500.0008.The Lost World1.300.0009.East Lynne1.100.00010.The Merry Widow1.081.000
Filmpreise und Auszeichnungen
Photoplay Award: Die große Parade von King Vidor
Geboren Januar/Februar
1. Januar: Zena Marshall, US-amerikanische Schauspielerin († 2009) 2. Januar: Giacomo Furia, italienischer Schauspieler und Drehbuchautor († 2015) 9. Januar: Lee Van Cleef, US-amerikanischer Schauspieler († 1989) 9. Januar: Ina Stein, deutsche Kostümbildnerin 10. Januar: Claude Carliez, französischer Stuntman und Schauspieler († 2015) 12. Januar: Katherine MacGregor, US-amerikanische Schauspielerin († 2018) 13. Januar: Klaus Herm, deutscher Schauspieler († 2014) 14. Januar: Mishima Yukio, japanischer Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur († 1970) 15. Januar: Lisbeth Frandsen, dänische Schauspielerin und Hörfunkmoderatorin († 1998) 18. Januar: Lillian Molieri Bermúdez, nicaraguanische Schauspielerin († 1980) 19. Januar: Rudolf Wessely, österreichischer Schauspieler († 2016) 26. Januar: Joan Leslie, US-amerikanische Schauspielerin († 2015)
mini|links|hochkant|Paul Newman (* 26. Januar) 26. Januar: Paul Newman, US-amerikanischer Schauspieler († 2008)
2. Februar: Elaine Stritch, US-amerikanische Schauspielerin († 2014) 3. Februar: Ștefan Mihăilescu-Brăila, rumänischer Schauspieler († 1996)
mini|hochkant|Jack Lemmon (* 8. Februar) 8. Februar: Jack Lemmon, US-amerikanischer Schauspieler († 2001) 10. Februar: Pierre Mondy, französischer Schauspieler und Regisseur († 2012) 11. Februar: Horst Bollmann, deutscher Schauspieler († 2014) 11. Februar: Amparo Rivelles, spanische Schauspielerin († 2013) 11. Februar: Kim Stanley, US-amerikanische Schauspielerin († 2001) 14. Februar: José Canalejas, spanischer Schauspieler († 2015) 15. Februar: Erik Schumann, deutscher Schauspieler († 2007) 15. Februar: Harald Vock, deutscher Regisseur, Drehbuchautor, Produzent († 1998) 17. Februar: Hal Holbrook, US-amerikanischer Schauspieler († 2021) 18. Februar: George Kennedy, US-amerikanischer Schauspieler († 2016) 20. Februar: Robert Altman, US-amerikanischer Regisseur († 2006) 20. Februar: Gianfranco Parolini, italienischer Regisseur († 2018) 21. Februar: Sam Peckinpah, US-amerikanischer Regisseur († 1984)
März / April
11. März: Joachim Cadenbach, deutscher Schauspieler, Autor, Regisseur, Moderator und Synchronsprecher († 1992) 11. März: Roger Gimbel, US-amerikanischer Fernsehproduzent († 2011) 12. März: Georges Delerue, französischer Komponist († 1992) 16. März: Alessandro Alessandroni, italienischer Komponist († 2017) 16. März: Cornell Borchers, deutsche Schauspielerin († 2014) 17. März: Gabriele Ferzetti, italienischer Schauspieler († 2015) 17. März: Enrico Medioli, italienischer Drehbuchautor († 2017) 21. März: Peter Brook, britischer Regisseur († 2022) 23. März: David Watkin, britischer Kameramann († 2008) 26. März: Barry Letts, britischer Schauspieler, Produzent, Regisseur und Drehbuchautor († 2009) 28. März: Alberto Grimaldi, italienischer Produzent († 2021)
1. April: Wojciech Has, polnischer Regisseur († 2000) 2. April: Hans Rosenthal, deutscher Entertainer, Moderator und Regisseur († 1987) 6. April: Tommy Kelly, US-amerikanischer Schauspieler († 2016) 11. April: Vera Kluth, deutsche Schauspielerin († 2017)
mini|hochkant|Rod Steiger (* 14. April) 14. April: Rod Steiger, US-amerikanischer Schauspieler († 2002) 14. April: Peter Zwetkoff, bulgarisch-deutscher Komponist († 2012) 17. April: Carlo Di Palma, italienischer Kameramann († 2004) 17. April: Annelie Thorndike, deutsche Regisseurin († 2012) 18. April: Bob Hastings, US-amerikanischer Schauspieler († 2014) 19. April: Hugh O’Brian, US-amerikanischer Schauspieler († 2016) 20. April: Elena Verdugo, US-amerikanische Schauspielerin († 2017) 22. April: George Cole, britischer Schauspieler († 2015) 27. April: Brigitte Auber, französische Schauspielerin 28. April: Bruce Kirby, US-amerikanischer Schauspieler († 2021) 29. April: Colette Marchand, französische Tänzerin und Schauspielerin († 2015) 30. April: Corinne Calvet, französische Schauspielerin († 2001)
Mai / Juni
2. Mai: Maria Barroso, portugiesische Schauspielerin († 2015) 2. Mai: John Neville, britisch-kanadischer Schauspieler († 2011)
mini|hochkant|Eddi Arent (* 5. Mai) 5. Mai: Eddi Arent, deutscher Schauspieler († 2013) 12. Mai: Dietrich Haugk, deutscher Regisseur und Synchronsprecher († 2015) 12. Mai: Frank Pierson, US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor († 2012)