Mayac (, ) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Gemeindeverband Communauté de communes Isle-Loue-Auvézère en Périgord. Die Einwohner werden Mayacois und Mayacoises genannt.

Geografie

Mayac liegt etwa 35 Kilometer südöstlich von Nontron, etwa 48 Kilometer nordnordwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 21 Kilometer nordöstlich von Périgueux in der Landschaft des Périgord central, im touristisch benannten Périgord blanc. Das Gemeindegebiet befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert von der Isle, die es von Nordost nach Südwest durchquert.

Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Mayac liegt auf der zweiten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus sehr hartem Kalkstein aus dem Jura, den das Meer durch chemische Karbonatsedimentation in dicken und massiven Schichten abgelagert hat. Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen des Quartärs und Sedimentgesteinen aus dem Mesozoikum.

Das Gebiet von Mayac erstreckt sich über eine außerhalb des Tals der Isle bewaldete Hügellandschaft, die durch das Tal der Isle eingeschnitten wird. Seine Erhebungen erreichen südlich der Isle Höhen über . Der topografisch höchste Punkt mit befindet sich im äußersten Süden in der Nähe des Lieu-dit Loubatau unmittelbar an der Grenze zu den Nachbargemeinden Savignac-les-Églises und Cubjac-Auvézère-Val d’Ans. Der tiefste Punkt ist mit Höhe im Westen beim Austritt der Isle aus dem Gemeindegebiet zu finden. Mayac hat kein eigentliches Zentrum. Kirche und Bürgermeisteramt liegen rund 350 Meter auseinander und sind nur von wenigen Häusern umgeben. Sie befinden sich am linken Ufer der Isle auf etwa bzw. Höhe.

Rund 55 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 44 % werden landwirtschaftlich, vorwiegend heterogen, genutzt, etwa 1 % entfällt auf Flächen mit Strauch- und/oder Kräutervegetation (Stand: 2018).

Umgeben wird Mayac von den drei Nachbargemeinden:

Klima Die klimatischen Bedingungen in Mayac werden als warm und gemäßigt eingestuft. In Mayac fällt selbst im trockensten Monat Juli viel Regen. Nach der Köppen-Geiger-Klassifikation werden die vorherrschenden Wetterbedingungen in diesem Gebiet als Cfb (Gemäßigtes Ozeanklima) eingeordnet. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Mayac beträgt 12,9 °C, die niedrigste Durchschnittstemperatur im Januar mit 5,1 °C, die höchste im Juli mit 21 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt gemäß den meteorologischen Aufzeichnungen etwa 980 mm.

Natürliche Risiken mini|Risikokarte zur Quellung/Schrumpfung von Tonmineralen in Böden für Mayac Natürliche Risiken manifestieren sich in Mayac neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als Überschwemmungen und den mit ihnen assoziierten Murgang und Hangrutschungen, besonders entlang der Isle Waldbrände Bodensetzungen Bodenbewegungen

Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen und Schlammlawinen in den Jahren 1982, 1993, 1997, 1999, 2007 und 2008 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugende Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehören u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.

Da das Gemeindegebiet zu einem großen Teil mit Wald bedeckt ist, ist Mayac einer starken Gefahr von Waldbränden ausgesetzt. Im größten Teil des Gemeindegebiets, bis auf Teile des Tals der Isle, besteht deshalb zur Vorbeugung eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Département erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.

Wie die Risikokarte zeigt, ist über ein Drittel des Gemeindegebiets von einer mittleren bis starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperiode im Jahr 1989 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. Die Erdbebengefahr wird als niedrig eingestuft. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.

Bodenbewegungen umfassen eine Reihe von Verschiebungen des Bodens oder Untergrunds, manche abrupter als andere. Die dabei auftretenden Volumina können von wenigen Kubikmetern bis zu mehreren Millionen Kubikmetern reichen. Diese Verschiebungen können langsam (einige Millimeter pro Jahr) bis sehr schnell (einige hundert Meter pro Tag) erfolgen. Im Allgemeinen verlaufen Bodenbewegungen mit einem signifikanten Volumen relativ langsam. Eine solche Bodenbewegung im Jahr 1999 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. In Mayac besteht die Gefahr von Bodenbewegungen als Senkungen und Einstürzen anthropogenen Ursprungs, natürlich entstandene unterirdische Hohlräume, deren Decken einsturzgefährdet sind, sowie von Erdrutschen, mehr oder weniger langsamen Bewegungen von Hanglagen, bei denen sich das Erdreich ablöst. Ihr Auftreten hängt von der Bodenart, dem Hangwinkel und den Wetterbedingungen ab.

Etymologie und Geschichte Der Name des Dorfes erschien im Zusammenhang mit seiner Kirche zu Beginn des 12. Jahrhunderts in Sanctus Saturnius de Majac (gegen 1120), anschließend in der latinisierten Form Mayacum im 13. Jahrhundert. Er stammt von einem gallorömischen Personennamen, Maius, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde (somit Maiacum, Anwesen des Maius). Maius könnte gallischen Ursprungs sein.Siehe Tanet, Hordé, Seite 217

Die Familie Talleyrand, deren Anwesenheit auf Schloss Grignols jahrhundertelang nachvollziehbar ist, besaß die Ländereien von Mayac ab 866. Diese gingen dann bis ins 12. Jahrhundert an die Familie Taillefer über. 1260 gehörten sie zum Besitz von Bertrand d’Abzac, einem der beiden Hauptzweige und Vorfahren des Hauses Abzac.

Die Invasion der Wikinger im 9. Jahrhundert, gefolgt vom Hundertjährigen Krieg, verwüstete das Land, das ums Überleben kämpfte. 1188 zerstörte Richard Löwenherz auf seinem Rückweg von Excideuil, das er nicht hatte einnehmen können, Les Banchereaux und mehrere Pfarreien, darunter Antonne und Champcevinel, auf seinem Weg nach Périgueux. 1410 war ein Heer von 10.000 Mann im Dienste des englischen Königs um die Festung Auberoche in Cubjac stationiert. Die Männer zogen plündernd und mordend durch die Landschaft.

Bevölkerungsentwicklung

Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-Saturnin aus dem 12. Jahrhundert, seit 2008 als Monument historique eingeschrieben Schloss Mayac aus dem 18. Jahrhundert Überbleibsel eines Turmes vom Schloss Sarazac aus dem 15. Jahrhundert

Wirtschaft Erwerbstätigkeit Im Jahre 2023 waren 137 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Mayac erwerbstätig, entsprechend 74,3 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (72,0 %) niedriger war als bei den Frauen (77,1 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 17 Personen im Jahr 2023 niedriger als im Jahr 2017 (27). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 16,7 % (2017) auf 12,5 % (2023). Die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen stieg hingegen in diesem Zeitraum von 25,0 % auf 35,7 %.

Branchen und Betriebe 18 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Mayac wirtschaftlich aktiv: Branche Anzahl %Fertigung, Bergbau und andere Industrien211,1 %Baugewerbe527,8 %Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie527,8 %Immobilien15,6 %Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten316,7 %Andere Dienstleistungen211,1 %Gesamt18

Landwirtschaft Mayac liegt in den Zonen der geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOP) der Walnüsse des Périgord und des Nussöls des Périgord.

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Produktion von krautigen Pflanzen in großem Umfang über weitläufige Gebiete. Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 13 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 4 im Jahr 2000 und auf eins im Jahr 2010 und im Jahr 2020, ein Rückgang von 92,3 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich erheblich von 235 Hektar im Jahre 1988 auf 3 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb sank entsprechend von 18,1 Hektar auf 2,9 Hektar.

Fernradweg Der Radwanderweg V56 von Metz nach Saint-Jean-Pied-de-Port durchquert das Gemeindegebiet. Er folgt der Via Lemovicensis, einem der vier Jakobswege in Frankreich.

Verkehr Die zur Departementsstraße D 705 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 705 führt von Sarliac-sur-l’Isle im Südwesten zur D 704, der herabgestuften ehemaligen Nationalstraße N 704 von Limoges nach Sarlat-la-Canéda. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und mit Nachbargemeinden.

Regionalbusse einer Linie im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine verbinden Mayak mit Périgueux und mit Excideuil.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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