Kakistokratie bezeichnet in der Politikwissenschaft eine Herrschaft der Schlechtesten. Das Fremdwort leitet sich aus , dem Superlativ von , und ab. Ursprünglich wurde der Begriff als Antonym zu Aristokratie verwendet, der Herrschaft der Besten.

Die erstmalige Verwendung ist unbekannt. Der Begriff ist jedoch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nachweisbar. August Ludwig von Schlözer veröffentlichte 1783 eine Übersetzung einer aus dem Jahr 1782 stammenden Publikation über die Holländische Kakistokratie.August Ludwig von Schlözer: Holländische Kakistokratie. In: Stats-Anzeigen. Band 4, 1783, S. 123–140 (). Abraham Gotthelf Kästner stellte in seinem Epigramm Gedächtnißreime, vier Staats-Formen zu behalten die Kakistokratie sogar als vierte neben die eigentlichen Staatsformen:

Auch Christoph Martin Wieland sah in der Französischen Revolution die Gefahr einer Kakistokratie.Christoph Martin Wieland: Betrachtungen über des Hrn. Condorcet Erklärung, was ein Bauer und Handarbeiter in Frankreich sey. In: Der Neue Deutsche Merkur vom Jahre 1792. Band 2, 1792, S. 43 ().

Hermann Oberth sieht in der Kakistokratie den Weltfeind Nr. 1. Er analysierte und beschrieb 1976 und 1983, was Wähler und Gewählte seiner Meinung nach dagegen tun müssten, „bevor es zu spät ist“.

Verwendet wurde der Begriff unter anderem in Zusammenhang mit der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten und der Zusammenstellung seines Kabinetts.

Siehe auch Dunning-Kruger-Effekt Idiocracy, Film Peter-Prinzip

Einzelnachweise

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