mini|Johann Bödiker Johann Bödiker (* 1. Mai 1641 bei Stettin; † 27. August 1695 in Cölln) war ein deutscher Pädagoge und Autor.
Leben Der Sohn eines Bauern aus der Umgebung von Stettin besuchte zehn Jahre lang das Cöllnische Gymnasium und studierte ab 1662 an der Universität Jena. 1665 übernahm er in Parstein das Predigeramt und ging Anfang 1673 als Konrektor an sein früheres Gymnasium zurück, das er bis zu seinem Tode leitete. Er setzte sich für den Gebrauch der deutschen Sprache in der Schule ein und prägte erstmals die Begriffe deutsche Philologie und Oberdeutsch als sprachwissenschaftliche Bezeichnung für die hochdeutschen Dialekte:Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1874), Band IV,II (1877), Sp. 1609, Z. 71.
Bödiker verfasste eine Vielzahl von Gelegenheitsgedichten. 1681 schrieb er eine Abhandlung über den Großen Kometen in deutscher Sprache, in der er sich gegen Aberglauben und Kometenwahrsagerei aussprach. Am Ende einer fast vierzigjährigen Tätigkeit umfasste sein Werkverzeichnis 250 Positionen.
Literatur
Eckhard Wendt: Stettiner Lebensbilder (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern. Reihe V, Band 40). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2004, ISBN 3-412-09404-8, S. 78–80.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Pädagoge (17. Jahrhundert) Kategorie:Schulleiter (Berlin) Kategorie:Autor Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1641 Kategorie:Gestorben 1695 Kategorie:Mann Kategorie:Person (Stettin)