mini|Eihō-ji: Kannon-dō mini|Plan des Kannon-dōMainichi Shimbun-sha (Hrsg.): Juyo bunkazai 12. Kenzobutsu I. Mainichi Shimbun-sha, 1973. Der Eihō-ji () ist ein Tempel der Rinzai-Richtung des Buddhismus am Nordrand der Stadt Tajimi in der Präfektur Gifu.

Geschichte Im Jahr 1313 kam auf Einladung des Gouverneurs der Provinz Mino, Toki Yorisada (; 1271–1339), der Priester Musō Soseki hierher, begleitet von Priester Gen’ōhongen (; 1282–1332) und anderen und baute sich, von der schönen Landschaft entzückt, eine Klause in den Bergen. Diese wurde zum Ursprung des Eihō-ji, wobei der Gegend der berühmten Tigerschlucht in China am Berg Lu Shan (Provinz Jiangxi) ähnelte und die Anhöhe Tigerschlucht-Berg (, Kokeizan) genannt wurde. Später wurde Genōhongen von Kaiser Go-Daigo beauftragt, einen Tempel anzulegen. Im Jahr 1339 wurde dieser Gebetstempel des Kaisers Kōmyō vom Nordhof und wurde in der Muromachi-Zeit von den Toki unterstützt. Zeitweilig war der Tempel von 30 Klausen umgeben, wurde dann aber in der Sengoku-Zeit von Soldaten dreimal angezündet und verlor dadurch den größten Teil seiner Gebäude. Von den Untertempeln sind heute nur noch das Hōju-in (), das Zokuhō-in () und das Tokurin-in () erhalten geblieben.

Die Anlage mini|Die Tempelanlage Das Kannon-dō (; 1 im Plan) wird auch Kannon-kaku () oder Suigetsujō () genannt, ist als Nationalschatz registriert. Nach den Musō-Jahresunterlagen (, Musō nempu) wurde die kleine Halle 1314 gebaut, als Musō 40 Jahre alt war. Der Bau ist beispielhaft für den eklektizistischer Stil ist, nämlich die Verbindung des aus der Tang-Zeit übermittelten chinesischen Stils mit dem in Japan entwickelten Bau-Stil. In der Halle befindet sich, kastenförmig umschlossen, eine sitzende Kannon (Wichtiges Kulturgut der Präfektur). Die Gründerhalle (, Kaisan-dō; 2) befindet sich in der Nordwestecke des Gartens. Sie stammt aus dem Beginn der Muromachi-Zeit, ist ein klassisches Beispiel für die Architektur der Tang-Zeit und ist ebenfalls als Nationalschatz registriert. Vorne ist die Gebetshalle, dahinter eine kleine Halle nur für die Priester, die Shidō (: 3). Diese Doppel-Struktur kann als Vorläufer eines Typs von Shintō-Schreinen angesehen werden, sie wird dort „Gongen-Bauweise“ (, Gongen-zukuri) genannt. Die Haupthalle (, Hondō; 4) und das Refektorium brannten in einer Septembernacht 2003 auf Grund eines Feuers in der Nachbarschaft ab. Bei dem Brand, der Gebäude mit einer Fläche von 910 m² vernichtete, gingen auch einige Kultfiguren verloren. Die meisten Schätze waren aber getrennt in einem Schatzhaus untergebracht und blieben erhalten.

Der Garten Der Garten soll von Musō als Vorgarten zur Kannon-dō angelegt worden sein. Er ist als „Nationale schöne Naturansicht“ (, Kuni-meishō) registriert. Neben der Kannon-dō erhebt sich ein Felsen, der den Namen Bon’ongan () trägt. Der Teich vor der Kannon-dō heißt Garyu-ikeGaryū () bedeutet „der sich hinstreckende Drache“., er wird von der Musai-Brücke (), etwa „Zeitlos-Brücke“, überquert.

Überquert man die kleine Brücke mit dem Namen Sanshō-BrückeSanshō () heißt „Drei Gelächter“. Das ist eine Anspielung auf die Tigerschlucht im Hintergrund. Im alten China sollen drei furchtsame Wanderer die dortige Tigerschlucht ohne es zu merken durchquert haben und hinterher in ein befreiendes Gelächter ausgebrochen sein. über den Bach im Westen, so gelangt man in den Tigerschlucht-Park (; P). Von oben hat man einen schönen Blick auf Tajimi.

Schätze des Tempels Zu den Schätzen des Tempels gehört unter anderem eine Tausendarmige Kannon, auf Seide gemalt. Sie ist als Wichtiges Kulturgut registriert.

Bilder

Anmerkungen

Einzelnachweise

Literatur Gifu-ken kotogakko kyoiku kenkyukai komin-chireki-bukai, chiri-bukai (Hrsg.): Eiho-ji. Gifu-ken no rekishi sampo. Yamakawa Shuppan, 2006, ISBN 978-4-634-24621-8.

Weblinks

Kategorie:Buddhistischer Tempel der Rinzai-shū Kategorie:Bauwerk in der Präfektur Gifu Kategorie:Erbaut in den 1300er Jahren Kategorie:Tajimi Kategorie:Religion (Präfektur Gifu) Kategorie:Landschaftlich Schöner Ort Japans