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Der Verlag in-Cultura.com, gegründet in Hamburg, geht aus verschiedenen Fusionen seit dem Jahr 1970 zurück. Die abschließende Benennung in den heutigen Unternehmensnamen in-cultura.com wurde im Jahre 2004 vollzogen.
Geschichte Gründung des Magazins „Kultur für alle“ Als das Magazin „Kultur in Hamburg“, 1970 noch unter dem Einführungstitel „Kultur für alle“ gegründet, erstmals auf den Markt kam, war die heutige Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg noch ein Referat in einer anderen Behörde, also nicht selbstständig. Mitarbeiter der Abteilung überlegten sich, die Hamburger Kulturszene und die hier entstehende Kunst zu fördern und ein Programm herauszubringen, das interessierten Hamburgern und Besuchern der Stadt den Weg durch die Kultur in und um Hamburg zeigte. Das Magazin wurde erst von einer Arbeitsgruppe zusammengestellt und durch die Behörde herausgegeben, bis es ab 1980 unter demselben Titel beim „Hans Christians Verlag“ in Hamburg, der als „Hans Christians Druckerei und Verlag“ bereits 1740 von Conrad Wörmer gegründet worden war, bis 1988 verlegt. Bis dahin handelte es sich um ein zehnmal im Jahr (Gemeinschaftsaufgabe für Juni, Juli und August) erscheinende Periodika, die anfänglich kostenlos abgegeben wurde und einen Umfang bis zu 32 Seiten hatte. Der Druck erfolgte in schwarzweiß und mit einer oder zwei Zusatzfarben. Ab der Januarausgabe 1988 übernahm der „Konkret Literatur Verlag GmbH“ die Herausgabe des Magazins unter dem Titel „Kultur in Hamburg“ unter der Verantwortung der Verlegerin Dorothee Gremliza, die für die Inhalte verantwortlich zeichnete. Per 1. Januar 1992 wurde das Magazin an Stephan Reisberg verkauft, in dessen Eigentum der Titel noch heute liegt, und seitdem von der „Nord-Magazin Verlagsgesellschaft mbH“ herausgegeben wurde, bis es zur Gründung der „Kultur in Hamburg“ Verlagsgesellschaft mbH kam, die beide Publikationen („Nord-Magazin für Kultur, Politik und Wirtschaft“ und „Kultur in Hamburg“) herausgab und zuletzt zusammenführte.
Gründung des Vereins „Kultur aktuell“ – Verein zur Förderung des kulturellen Lebens in Hamburg e. V. Parallel zu dem erst einmal kommunal finanzierten Kulturmagazin „Kultur für alle“ entstand „Kultur aktuell – Verein zur Förderung des Kulturellen Lebens in Hamburg e. V.“, dessen so genannte Service-Teilnehmer gleichsam auch Abonnenten des Magazins wurden. Der erste Mitgliederausweis wurde für Frau Daniela Westphal-Reichow, Ehefrau des Rechtsanwalts und Wirtschaftsminister Schleswig-Holsteins a. D., Jürgen Westphal, mit der Nummer 1/270028 ausgestellt. Westphal-Reichow war Gründungsmitglied des Vereins. Ihr Anliegen war es, gemeinsam mit weiteren aktiven Vereinsmitgliedern, es Menschen zu erleichtern, sich an der Kunst und Kultur zu beteiligen, ihnen, einer gemeinnützigen Theaterkasse gleich, Theater- oder Konzertkarten zu vermitteln und – gerade bei wirtschaftlich schwächer gestellten Familien – diese zu bezuschussen, was durch die zahlreichen Beiträge der zuletzt über 2.000 Serviceteilnehmer und deren Spenden ermöglicht wurde. Von Januar 1990 bis Dezember 1999 war François Maher Presley 1. Vorsitzender des Vereins, der, aufgrund seiner hohen Wirtschaftlichkeit und Überschüsse zuletzt einem Wirtschaftsbetrieb gleich als Verein aufgelöst und in die „Kultur in Hamburg“ Verlagsgesellschaft überführt wurde, die den Kulturservice und die Kulturförderung beibehielt.
Gründung der „Nord-Magazin“ Verlagsgesellschaft mbH Im August 1988 erschien das „Nord-Magazin für Kultur, Politik und Wirtschaft“, unter der ISSN 0936-5427, zum ersten Mal als Gemeinschaftsausgabe für August/September und dann in Folge bis August/September 1992 jeweils sechsmal im Jahr. Die Herausgabe geht auf die Gründung des Projektes durch die damalige Kulturdeputierte in der Hamburger Kulturbehörde Hedda Guhr und den Autor François Maher Presley zurück. Das DIN A4 hoch große Format erschien anfänglich mit 52 Seiten Umfang, einem farbigen Titel und innen schwarzweiß und entwickelte sich bis zu seiner Einstellung im August/September 1992 auf einen Seitenumfang von 74 Seiten und einem Vierfarbdruck. Zu Beginn der Herausgabe erschien das Blatt noch im „François Maher Presley Verlag“, dessen Namensgeber im ersten Jahr auch als Herausgeber und Chefredakteur fungierte. Von August 1988 bis Juni 1989 arbeitete der Schriftsteller Hans Eppendorfer – ab Februar 1989 als Chefredakteur – an dem Magazin mit. Aufgrund von inhaltlichen Differenzen übernahm der Hochschulprofessor Michael Haller anschließend die Aufgaben des Herausgebers, François Maher Presley die des Chefredakteurs. Im Juli/August 1990 wurde der „François Maher Presley Verlag“ in die „Nord-Magazin Verlagsgesellschaft mbH“ überführt. Das gleichnamige Magazin wurde bis zu seiner Zusammenführung mit dem Magazin „Kultur in Hamburg“ ab September 1992 (im 4. Jahrgang) über diesen Verlag herausgegeben, der anschließend in der neugegründeten „Kultur in Hamburg“ Verlagsgesellschaft mbH aufging. Ebenso wurden die beiden Periodika unter dem Namen „Kultur in Hamburg“ zusammengeführt, dessen DIN A5-Format beibehalten wurde. Obwohl das „Nord-Magazin“ von Anfang an einen sehr hohen inhaltlichen Anspruch verfolgte und große Aufmerksamkeit durch seine sehr kritischen und sozialliberal bis links orientierten Beiträge erhielt, war es ihm nicht möglich, sich allein durch Abonnenten und Anzeigen zu finanzieren, was zuletzt zu dem Entschluss führte, die Magazine, deren Entwicklung zwischenzeitlich auch zu einer inhaltlichen Deckungsgleichheit führten, als eines weiterzuführen. Zudem wurden den Machern eine zu große Nähe zur FDP vorgeworfen, in der besonders Hedda Guhr über viele Jahrzehnte verschiedene Ämter bekleidete.
Gründung der „Kultur in Hamburg“ Verlagsgesellschaft mbH Die „Kultur in Hamburg Verlagsgesellschaft mbH“ wurde am 17. November 1992 in Hamburg durch den Eigentümer Stephan Reisberg gegründet und diente als Nachfolgegesellschaft der „Nord-Magazin Verlagsgesellschaft mbH“, deren Geschäftstätigkeiten auf die „Kultur in Hamburg Verlagsgesellschaft mbH“ übergingen. Der Gegenstand des Unternehmens wurde mit der Produktion und dem Handel mit Medienprodukten u. a. angegeben. Zu den übernommenen Geschäftstätigkeiten gehörten auch die Magazine „Kultur in Hamburg“ und das „Nord-Magazin für Kultur, Politik und Wirtschaft“. Beide Magazine wurden nach der Übernahme zu einem Magazin „Kultur in Hamburg“ zusammengeführt. Der Titel „Nord-Magazin“ existierte anschließend nicht mehr selbstständig. Nach dieser Übernahme wurde auch „Kultur aktuell – Verein zur Förderung des kulturellen Lebens in Hamburg e. V.“ aufgelöst, seine Abonnenten und Serviceteilnehmer übernommen, ebenso sein Geschäftsbereich,– die Vermittlung von Theater- und Konzertkarten.
Seit 1996 erweiterte die Gesellschaft ihren Wirtschaftsbetrieb um den Handel mit Kunst und Galeriebedarf und führte im Anschluss Ausstellungen an verschiedenen Orten in Hamburg durch, darunter auch im Torhaus Wellingsbüttel, später dann im Forum Alstertal, ein Kultur- und Wohnprojekt in Hamburg-Poppenbüttel, dass unter der Ägide der Gesellschaft und François Maher Presley mitentwickelt und über sechs Jahre bis Ende 2005 aufgebaut und betrieben wurde.
Wandlung in die in-Cultura.com GmbH Am 22. Oktober 2004 wurde der Name der Gesellschaft in „in-Cultura.com GmbH“ geändert, um so dem sich verbreitendem Internet Rechnung zu tragen.
Wenngleich es schon seit Gründung der Gesellschaft vereinzelt zu Buch- und Katalogproduktionen kam, entwickelt sich dieser Verlagsbereich seit 2005 rapide. Bis ins Jahr 2016 erschienen bei der „Kultur in Hamburg Verlagsgesellschaft mbH“ oder der „in-Cultura.com GmbH“ über 100 Publikationen, darunter etwa 60 Bücher zu verschiedenen Fachbereichen oder auch Kunstmappen.
2010 kam die Gesellschaft in wirtschaftliche Strudel, in deren Folge auch das erfolgreich laufende Magazin „Kultur in Hamburg“ eingestellt wurde, was sich wirtschaftlich als Fehlentscheidung herausstellte. Nur langsam erholte sich in-Cultura.com GmbH von den Turbulenzen, beschränkte sich auf den Buchverlag und die Herstellung von Drucksachen aller Art, was die Gesellschaft auf wirtschaftlich sichere Beine stellte. Am 14. Oktober 2015 übernahm Jörg Wolfgang Krönert alle Gesellschaftsanteile und führt die Gesellschaft seitdem auch als Geschäftsführer und Herausgeber.
Zu den Autoren gehören u. a. neben Annemarie Clostermann auch Peter Coryllis, Michael Goldstein, Mathias Hattendorf, Bernhard G. Lehmann, François Maher Presley, Matthias H. Rauert, Thomas von Rothkirch, Ursula Willer oder Autoren, die an Publikationen beteiligt waren wie William Boehart, Erich Braun-Egidus, Hartwig Fiege, Horst Gronemeyer, Barbara Kisseler, Franklin Kopitzsch, Lisa Kosok, Hans-Dieter Loose, Jürgen Rathje, Krista Sager, Christina Weiss.
Publizistisch arbeitet in-Cultura.com GmbH u. a. mit den Künstlern Ferdinando Godenzi (Fotograf), Willibrord Haas (Grafiker), Michael Haller (Maler), Carlos Kellá (Fotograf), Ane Königsbaum (Fotografin und Aktionskunst), Bernhard G. Lehmann, Götz Rakow (Fotograf), Gertraud Wendlandt, Winfried Wolk zusammen.
in-Cultura.com ist Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels.
Periodika Kultur in Hamburg Wurden in den ersten 22 Jahren des Bestehens des Magazins fast ausschließlich Veranstaltungsankündigungen veröffentlicht, so entwickelte es sich seit der Übernahme durch die „Nord-Magazin Verlagsgesellschaft mbH“ mehr und mehr zu einem Kulturmagazin mit starker redaktioneller Prägung im Bereich von Kunst und Kultur. Zudem vergrößerte sich der Umfang wurde von 32 auf zuletzt bis zu 90 Seiten und wurde durchgehend vierfarbig gedruckt. Aufgrund der engen Verflechtung mit „Kultur aktuell – Verein zur Förderung des Kulturellen Lebens in Hamburg e. V.“, der für alle seine Serviceteilnehmer ein Abonnement abschloss, bildete sich ein immer größer werdender zahlender Leserstamm, so dass das Magazin nicht mehr, wie bis zur Übernahme, kostenlos verteilt wurde oder von staatlichen Zuschüssen lebte, sondern durch freie Verkäufe, hauptsächlich Abonnements und Anzeigenwerbung finanziert wurde. Zeitweise hatte es eine verbreitete Auflage von knapp 10.000 Exemplaren laut Angaben des Verlages.
Das Format des Heftes wurde auf DIN A5 hoch festgelegt, es folgte ein durchgehender Vierfarbdruck und parallel dazu wurde der Inhalt, bis dahin aus Vorankündigungen und werblichen Anzeigen bestehend, auf kulturelle redaktionelle Beiträge erweitert, daneben auch auf Reiseberichte. Herausgeber des Magazins war bis zur Einstellung im Jahre 2010 (40. Jahrgang) der Autor François Maher Presley.
Das im Großraum Hamburg im Bereich Kunst und Kultur sehr verbreitete Magazin, erweiterte seine redaktionellen Beiträge im Laufe der folgenden 18 Jahre um Interviews, politische, sozialpolitische und internationale Themen und erhielt von 1992 an, mit der Überführung in die neugegründete „Kultur in Hamburg Verlagsgesellschaft mbH“ die ISSN 0944-6168. Bei dieser Gelegenheit wurde es inhaltlich mit dem „Nord-Magazin für Kultur, Politik und Wirtschaft“ so abgestimmt, dass das letztgenannte Magazin aufgrund seiner Unwirtschaftlichkeit eingestellt werden konnte.