Dejvice (deutsch Dejwitz, 1939–45 Dewitz) ist eine Katastralgemeinde der tschechischen Hauptstadt Prag. Sie gehört zum Bezirk Prag 6. Das Dorf Dejvice wurde im Jahr 1922 an das Prager Stadtgebiet angeschlossen und machte sogleich eine massive städtebauliche Entwicklung rund um den zentralen Platz namens Vítězné náměstí mit. Das Stadtviertel hat heute einen urbanen Charakter, grenzt an große Grünflächen an (Stromovka, Šárka-Tal).

Geschichte In der Tschechoslowakei entstand in Dejvice ab 1922 ein Neubauviertel nach den Plänen des Architekten Antonín Engel. Es umfasste öffentliche Gebäude, das Verteidigungsministerium, das 1931 bis 1935 errichtete französische Gymnasium von Prag, Wohnbauten und Parkanlagen.

Von 1944 bis 1945 war Dejvice Standort der SS-Junkerschule Prag-Dewitz, in der die Waffen-SS einen Teil ihres militärischen Führungsnachwuchses ausbildete.

Verkehr miniatur|Straßenbahn auf dem Vítězné náměstí Der 1830 in Betrieb genommene Bahnhof Praha-Dejvice war die Prager Endstation der Pferdebahn nach Lana und noch später ein wichtiger Ausgangspunkt des Prager Eisenbahnverkehrs. Das Viertel wurde 1978 an die Metro angeschlossen (Stationen Hradčanská und Dejvická). Die Straße Evropská verbindet das Stadtzentrum nach Westen mit dem Flughafen.

Bauten und Einrichtungen Generalstab der Tschechischen Armee Rektorat und Fakultäten der Technischen Universität Technische Nationalbibliothek Universität für Chemie und Technologie Katholisch-theologische Fakultät der Karls-Universität Tschechoslowakische Hussitische Kirche Theater Semafor Hotel International Prague Werkbundsiedlung Prag (tschechisch: Výstavní kolonie na Babě, Osada Baba)

Weblinks

Geschichte von Dejvice Šestka, Nachrichten aus Prag 6 (tschechisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Stadtteil von Prag Kategorie:Gemeindeauflösung 1922 Kategorie:Ehemalige Gemeinde in Tschechien