Merari ist ein biblischer Personenname.
Etymologie Der Name Merari, geht vermutlich auf die Wurzel *MRR „segnen“ zurück. Die Septuaginta gibt den Namen mit bzw. wieder, Josephus schreibt .
Tanach Im Pentateuch ist Merari der jüngste Sohn Levis und Stammvater der Merariter.
Merari An mehreren Stellen wird Merari als dritter und jüngster Sohn Levis genannt (so z. B. und ). Seine Brüder heißen Gerschon und Kehat, seine Schwester Jochebed . Die Söhne Meraris sind nach Machli und Muschi. Merari ist nach der Stammvater der Merariter, von seinen Söhnen stammen die Machliter und die Muschiter ab.
Merariter Die Merariter sind neben den Gersonitern und Kehatitern eine der drei Familien des Stammes Levi.
Als Leviten haben die Merariter Dienst am Offenbarungszelt zu verrichten. In der Lagerordnung wird ihnen das Gebiet nördlich der Stiftshütte zugeteilt. Gemeinsam mit den Gersonitern sind sie für das Heiligtum insgesamt mit seinen Höfen verantwortlich. Als konkrete Aufgaben nennt die „Sorge für die Bretter der Wohnung, ihre Querlatten, Säulen und Sockel, ihre Geräte und alles, was zu diesem Dienst gehörte, ferner für die Säulen des Vorhofs ringsum, ihre Sockel, ihre Zeltpflöcke und Stricke.“ Dabei standen sie unter der Leitung Itamars.
Nach beträgt die Anzahl der männlichen Merariter, die älter als einen Monat waren 6200, nach waren davon 3200 im wehrfähigen Alter (zwischen 30 und 50 Jahren). Von den Weihegaben der Stammesführer zur Einweihung des Offenbarungszeltes erhalten die Merariter nach zur Erfüllung ihrer Aufgaben vier Wagen und acht Rinder.
Im Land Kanaan erhalten die Leviten keinen eigenen Landbesitz. Stattdessen werden ihnen Städte zugewiesen, in denen sie wohnen können. Die Merariter erhalten nach je vier Städte von den Stämmen Ruben (Bezer, Jahaz, Kedemot, Mefaat), Gad (die Asylstadt Ramot-Gilead, Mahanajim, Heschbon, Jaser) und Sebulon (Jokneam, Karta, Dimna, Nahalal).
Mehr als die Hälfte der Nennungen von Meraritern im Tanach findet sich im Buch der Chronik. Demnach waren sie beispielsweise Schreiber, Aufseher, Türhüter und Tempelmusiker (). Möglicherweise gehörten Merariter beim Zweiten Tempel in Jerusalem zum levitischen Kultpersonal.
Hellenistisches Judentum Im deuterokanonischen Buch Judit heißt der Vater der Hauptperson Judit Merari ( und 16,6 ). Ihr Stammbaum mit Namen, die sämtlich im Tanach vorkommen, soll Judits vornehme Herkunft unterstreichen.Erich Zenger: Das Buch Judit (= Jüdische Schriften aus hellenistisch-römischer Zeit I,6). Gütersloh 1981, S. 485 f.
Im Aramäischen Levi-Dokument wird erzählt, dass Levi während der Geburt Meraris im Sterben lag. Der Name Merari wird wegen dieser Geburt in der Todesstunde seines Vaters mit einem den Namen erklärenden Midrasch von dem Verb „bitter sein“ abgeleitet.Jonas C. Greenfield, Michael E. Stone, Esther Eshel: The Aramaic Levi Document: Edition, Translation, Commentary (= Studia in Veteris Testamenti Pseudepigrapha, 19). Brill, Leiden 2004, S. 190 f.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Person im Buch Genesis Kategorie:Person im Buch Exodus Kategorie:Person im Buch Numeri Kategorie:Person im Buch Josua Kategorie:Person im 1. Buch der Chronik Kategorie:Person im 2. Buch der Chronik Kategorie:Person im Buch Esra Kategorie:Judith Kategorie:Volk in der Bibel