Unter Kompromittierung (von lat. compromittere „übereinkommen“ über franz. compromettre „gefährden“) wird in der Kryptologie die Bloßstellung (Blamage) einer verschlüsselten Nachricht, also eines Geheimtextes, verstanden. Dies kann zum Bruch (Entzifferung) des Textes oder sogar zur Bloßlegung des zugrundeliegenden kryptographischen Verfahrens führen.
Alternativ wird auch der prägnante Fachbegriff Kompromiss verwendet, dessen Bedeutung hier unterschiedlich zur allgemeinsprachlichen Verwendung ist.
In der Kryptologie unterscheidet man hauptsächlich drei unterschiedliche Arten der Kompromittierung:
Die Klartext-Klartext-Kompromittierung, auch: „Klartext-Klartext-Kompromiss“, .Friedrich L. Bauer: Entzifferte Geheimnisse. Methoden und Maximen der Kryptologie. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2000, S. 378.
Die Klartext-Geheimtext-Kompromittierung, auch: „Klartext-Geheimtext-Kompromiss“, .Friedrich L. Bauer: Entzifferte Geheimnisse. Methoden und Maximen der Kryptologie. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2000, S. 399–403.
Die Geheimtext-Geheimtext-Kompromittierung, auch: „Geheimtext-Geheimtext-Kompromiss“, .Friedrich L. Bauer: Entzifferte Geheimnisse. Methoden und Maximen der Kryptologie. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2000, S. 399–403 und 411–425.
Literatur Friedrich L. Bauer: Entzifferte Geheimnisse. Methoden und Maximen der Kryptologie. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2000, ISBN 3-540-67931-6.
Einzelnachweise
Kategorie:Kryptanalytischer Fachbegriff Kategorie:Klassische Kryptologie