Ancylostoma duodenale (auch Ankylostoma duodenale; unspezifisch GrubenwurmBAuA: Merkblatt zur BK Nr. 3103: Wurmkrankheit der Bergleute, verursacht durch Ankylostoma duodenale oder Strongyloides stercoralis und HakenwurmHans Adolf Kühn: Rundwürmer (Nemathelminthes). In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 837–840, hier: S. 840: Ankylostoma duodenale (Hakenwurm, Grubenwurm).) ist eine der beiden für den Menschen pathogenen Hakenwürmer-Arten, die zu den Fadenwürmern gehören.
Der 8 bis 12 mm lange, gelblich-weiße Schlauchwurm lebt bei infizierten Menschen im Dünndarm.
Die Art tritt in Südeuropa, Nordafrika, Indien, China, Südostasien sowie an gewissen Orten des amerikanischen Kontinents auf. Oft kommt er in Bergwerken vor, da er dort bezüglich Feuchtigkeit und Temperatur ideale Bedingungen vorfindet. Im Ruhrgebiet wurde der Hakenwurm wohl Ende des 19. Jahrhunderts aus südlichen Breiten eingeschleppt.Hans Adolf Kühn: Ankylostoma duodenale (Hakenwurm, Grubenwurm). In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 840. Im Jahr 1854 hatte Wilhelm Griesinger das Ancylostoma duodenale als Ursache der tropischen Chlorose erkannt.Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 37. Die Übertragung geschieht durch Hautkontakt mit Boden, der Larven enthält. Diese Erkenntnisse wurden insbesondere in den 1880er-Jahren gewonnen, nachdem unter den Arbeitern des Gotthardtunnels in der Schweiz eine Ankylostomiasis-Epidemie ausgebrochen war.E. Bugnion: On the Epidemic Caused by Ankylostomum among the Workmen in the St. Gothard Tunnel. In: British medical journal. Band 1, Nummer 1054, 1881, S. 382, PMID 20749811, .R. Peduzzi, J. C. Piffaretti: Ancylostoma duodenale and the Saint Gothard anaemia. In: British medical journal. Band 287, Nummer 6409, 1983, S. 1942–1945, PMID 6418279, .infektionsbiologie.ch: .
In der Pflanzenheilkunde wurde ein Extrakt des Wurmfarns Filix mas zur Therapie angewandt.Hans Adolf Kühn: Ankylostoma duodenale (Hakenwurm, Grubenwurm). 1961, s. 840.
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Quellen THE PARTNERSHIP FOR PARASITE CONTROL (PPC), The Second Meeting – Rome – 25–26th April 2002
Weblinks
Ancylostoma duodenale, Animal Diversity Web Hookworm; Ancylostoma duodenale and Necator americanus Ancylostoma duodenale auf plpnemweb.ucdavis.edu
Einzelnachweise
Kategorie:Rhabditida Kategorie:Rhabditida (Ordnung) Kategorie:Parasit des Menschen