Christoph Wetzel (* 5. Juni 1947 in Berlin) ist ein deutscher Maler, Zeichner, Bildhauer und Restaurator und war in der DDR Hochschullehrer.
Leben miniatur|Rekonstruierte Deckengemälde in der Frauenkirche Dresden
1967 absolvierte Wetzel eine Steinmetzlehre in Berlin und schloss ein Abendstudium für Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Gerhard Thieme ab. Von 1967 bis 1973 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) bei Gerhard Kettner und Fritz Eisel und erwarb ein Diplom als Wand- und Tafelmaler. Für das Diplom schuf er das Tafelbild Nach dem Einsatz, das von der Gemäldegalerie Neue Meister erworben wurde.Bestandserfassung der Gemäldesammlung | [Artonomia] Körper und Malerei Einer seiner Kommilitonen war Eckhard Kempin.
Von 1973 bis 1974 absolvierte Wetzel eine Restauratorenausbildung an der Galerie Alte Meister.
Von 1974 bis 1977 war er Dozent an der HfBK. Ab 1977 war er freischaffend in Dresden und Ringenhain tätig. Von 1982 bis 1986 lehrte er Naturstudium an der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen.
Wetzel war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und hatte in der Zeit der DDR im In- und Ausland eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. von 1977/1978 und 1982/1983 an der VIII. und IX. Kunstausstellung der DDR in Dresden.
Von 2007 bis 2008 war Wetzel Vorsitzender des Künstlersonderbundes in Deutschland.Geschichte und Zielsetzung Zur neuen Zielsetzung des Vereins, auf kuenstlersonderbund.de, abgerufen am 13. November 2023 Seit 2014 lebt und arbeitet er in Berlin.
Künstlerisches Schaffen Christoph Wetzel stellt Menschen in ihren verschiedenen Facetten dar.
Von 2002 bis 2005 rekonstruierte er die Kuppelgemälde in der wiederaufgebauten Frauenkirche in Dresden.Ich habe nur gemalt. Christoph Wetzel und die Dresdner Frauenkirche Deutschlandradio Kultur, 26. Oktober 2014Malartist in der Kuppel. Christoph Wetzel gab der Frauenkirche ihre Evangelisten zurück Berliner Zeitung, 26. Oktober 2005 Dabei musste er auf einige Farbfotografien von 1943 zurückgreifen und machte sich mit der Malerei des Barock auf Forschungsreisen in Italien vertraut. Von 2010 bis 2011 rekonstruierte er die Deckengemälde im Schloss Hundisburg bei Magdeburg, von 2013 bis 2014 die Deckengemälde im Konzertsaal Oratorium Marianum der Universität Breslau.Norbert Conrads: Das Oratorium Marianum der Universität Breslau - ein Festsaal des Marienlobs und der Künste. Seine Geschichte bis zur Wiederherstellung der Deckenmalerei im Jahr 2014. Wrocław 2014. ISBN 978-83-64025-11-2, S. 105–145 Stadt Wrocław, 10. Juni 2014 (Fotos, Video)
Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Wetzels (unvollständig) Dresden: Galerie Neue Meister Dresden: Kupferstichkabinett Dresden: Kunstfonds des Freistaates Sachsen Dresden: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr Riesa: Stadtmuseum RiesaEiner von uns :: Stadtmuseum Riesa mit Benno-Werth-Sammlung :: museum-digital:deutschland Stendal: Winckelmann-MuseumUrteil des Paris :: Winckelmann-Gesellschaft mit Winckelmann-Museum Stendal :: museum-digital:deutschland
Einzelausstellungen seit der deutschen Wiedervereinigung (möglicherweise unvollständig) 1991 Galerie Solani, Wien 1993 Galerie im Arenbergpark, Wien 1997 Museum Schloss Moritzburg (bei Dresden) 1997 Stadtmuseum Pforzheim 1997 Städtische Galerie Eisenhüttenstadt 1999 Festung Rosenberg, Kronach 2000 Kulturpalast Dresden 2001 Schloss Neuhaus, Salzburg 2002 Stadtmuseum Pirna 2006 Kunstverein Coburg 2007 Schloss Pillnitz (bei Dresden) 2007 Schloss Moritzburg (bei Dresden) 2009 Rathaus BorkenBild aus Christoph Wetzel stellt im historischen Rathaus Borken aus, seknews.de 2014 Stadtmuseum Wrocław im Königspalast 2022–2023 Albrechtsburg, Meißen
Literatur Christoph Wetzel. Gemälde und Zeichnungen. Junius Verlag, Hamburg, Berlin, Dresden 1997 Wetzel, Christoph. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 1023 Harald Marx: Dazwischen – Christoph Wetzel. Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik, Skulpturen. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2024, ISBN 978-3-95976-043-0
Weblinks
Offizielle Website Christoph Wetzel im Bildindex der Kunst und Architektur Biografie im Bildatlas Kunst in der DDR Christoph Wetzel bei Artnet
Einzelnachweise
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