Die Noerpel-Gruppe ist Anbieter für integrierte Logistikdienstleistungen in Süddeutschland mit Hauptsitz in Ulm. Das Unternehmen wurde 1881 gegründet und ist in vierter und fünfter Generation familiengeführt.

Die Noerpel-Gruppe beschäftigt ca. 3.700 Mitarbeiter an 30 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Geschäftsjahr 2025 betrug der Gruppenumsatz von Noerpel rund 750 Millionen Euro.

Unternehmensgeschichte Gründungsjahre

mini|Der erste Noerpel-Standort in Friedrichshafen mini|Carl Ernst Noerpel mini|Noerpel Standort in Ulm 2014 1881 gründete Carl Ernst Noerpel das Unternehmen in Friedrichshafen. Zunächst lag der Schwerpunkt auf der Lagerung und dem Transport von Getreide. Bis 1932 eröffnete das bahnamtliche Rollfuhrunternehmen zwölf Niederlassungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Jahr 1944 zerstörten Luftangriffe einen Großteil der Standorte.

Das Unternehmen nach 1945 Egon Noerpel, Sohn von Carl Ernst Noerpel, führte das Unternehmen zunächst in Kasernen weiter und baute es wieder auf. 1968 zog die Zentrale in Ulm von der Innenstadt ins Industriegebiet Donautal. Von dort aus vergrößerte der Neffe von Egon Noerpel, Hartmut Noerpel-Schneider, das Unternehmen in den nächsten 30 Jahren. 1982 gründete Noerpel gemeinsam mit zehn regional tätigen Spediteuren die erste deutsche Stückgutkooperation IDS Logistik. Sieben Jahre später war Noerpel bei der Gründung von German Parcel (heute GLS) beteiligt. Ab 1989 war Stefan Noerpel-Schneider, zunächst neben seinem Vater, Geschäftsführer der Noerpel-Gruppe; ab 1998 war er geschäftsführender Gesellschafter. Im Jahr 2014 wurden seine Kinder Judith und Lucas Noerpel-Schneider als Gesellschafter in die Gruppe aufgenommen.

Zukäufe Im Jahr 2009 übernahm Noerpel das Logistikunternehmen Fross in Freiburg/Teningen. Drei Jahre später folgte die Übernahme der Spedition Kentner und 2013 die der Kühne + Nagel-Niederlassung in Villingen-Schwenningen. 2014 wurden die vier Ascherl-Standorte in die Gruppe integriert. 2015 übernahm der Logistikdienstleister das Stückgutgeschäft der Rapid-Gruppe in Hamburg. Zum ersten Januar 2019 erfolgte die Übernahme der Franz Lebert & Co. Int. Spedition GmbH & Co. KG. Der Standort in Durach wurde aufgelöst und in der Franz Lebert & Co. Int. Spedition GmbH & Co. KG integriert. 2021 wurde die Logistik2000 AG in Diepoldsau, Schweiz, übernommen und 2023 die ERKA Internationale Spedition und der E-Commerce-Fulfillment-Spezialist Wehner Logistics aus Leverkusen in die Unternehmensgruppe integriert. Zum 1. Januar 2024 wurde der Netzwerkstandort Ötigheim bei Karlsruhe von der Gras Gruppe übernommen.Gras Gruppe richtet sich strategisch neu aus und übergibt Standort Ötigheim an Noerpel-Gruppe, auf noerpel.de Ebenfalls beteiligt sich die Noerpel-Gruppe seit Anfang des Jahres 2024 an dem österreichischen Logistikunternehmen Johann Weiss mit Hauptsitz in Wiener Neudorf. 2025 wurde außerdem die Spedition Georg Graßl GmbH in Plattling übernommen.

Standorte Die Standorte befinden sich in Baienfurt/Ravensburg, Diepoldsau CH, Elsdorf, Fröndenberg, Giengen a.d. Brenz, Hamburg, Heidenheim a.d. Brenz, Hilden, Ibbenbüren, Kempten, Kreuzlingen CH, Langenfeld, Langenhagen, Leverkusen, Neuburg/Inn, Odelzhausen, Ötigheim, Plattling, Sattledt (Linz) AT, Singen, Stuttgart, Teningen, Ulm, Villingen-Schwenningen, Wiener Neudorf (Wien) AT.

Einzelnachweise

Weblinks

Internetpräsenz der Noerpel-Gruppe

Kategorie:Logistikunternehmen (Baden-Württemberg) Kategorie:Unternehmen (Ulm) Kategorie:Unternehmensgründung 1881