Oskar Willy Johannes „Hanns“ FritzscheGeburtsregister Nr. 38/1902 des Standesamts Coschütz (* 24. März 1902 in Coschütz; † 12. April 1945Laut Grabstein auf dem Friedhof Connewitz) war ein deutscher Rechtsanwalt, Notar und NS-Funktionär. Er war Abgeordneter des Sächsischen Landtags und in der Zeit des Nationalsozialismus Mitglied der Akademie für Deutsches Recht und im Führungsstab des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen (BNSDJ).

Leben Er war der Sohn des Seminarlehrers Oskar William Fritsche, besuchte das Humanistische Gymnasium und studierte anschließend an den Universitäten Leipzig und Würzburg. 1919 schloss er sich einem Freikorps an. 1925 wurde er zum Dr. jur. promoviert und bestand 1926 sein zweites Staatsexamen. Seit dieser Zeit war er als Rechtsanwalt tätig, zunächst am Land- und Amtsgericht Leipzig, ab 1933 auch als Notar. Als Rechtsanwalt spezialisierte er sich auf Strafrecht.

Zum 1. Mai 1930 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 256.759).Bundesarchiv R 9361-II/263290 Er wurde Mitglied des Stabes der Reichsleitung der Rechtsabteilung der NSDAP. Ferner wurde er juristischer Landesleiter Sachsen-Thüringen und 1933 Mitglied des Sächsischen Landtages.Degeners Wer ist's?, Berlin 1935, S. 453. 1943 wurde er aus der Partei ausgeschlossen.

Literatur Herrmann A. L. Degener: Wer ist's?, Berlin 1935, S. 453. Erich Stockhorst: Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich. blick + bild Verlag S. Kappe KG, Velbert / Kettwig 1967, S. 147.

Einzelnachweise

Kategorie:Freikorps-Mitglied Kategorie:Rechtsanwalt (Deutsches Reich) Kategorie:Notar (Deutschland) Kategorie:Mitglied der Akademie für Deutsches Recht Kategorie:Mitglied des Sächsischen Landtags (Weimarer Republik) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Politiker (Dresden) Kategorie:Person (Leipzig) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Mann Kategorie:NSRB-Mitglied Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus) Kategorie:Betroffener eines Parteiausschlussverfahrens