Dieser Artikel listet die amtlichen deutschen Ortsnamen in Polen auf. Mit dem 2005 in Kraft getretenen Gesetz zum Schutz der nationalen und ethnischen Minderheiten können diese Ortsnamen in ihren Minderheitensprachen einführen.
Übersicht Ortsnamen
A–E Gemeinde Birawa Folgende Ortsnamen wurden am 10. Januar 2011 eingetragen: Alt Cosel, Birawa, Brzezetz, Goschütz, Jakobswalde, Klein Althammer, Libischau, Ortowitz, Sackenhoym
Folgender Ortsname wurde am 25. Mai 2011 eingetragen: Oderwalde
Gemeinde Chronstau Folgende Ortsnamen wurden am 20. Mai 2008 eingetragen: Chronstau, Danietz, Dembio, Dembiohammer, Derschau, Dombrowitz, Fallmirowitz, Lendzin, Tempelhof
Gemeinde Colonnowska Folgende Ortsnamen wurden am 14. November 2008 eingetragen: Carmerau, Colonnowska, Groß Stanisch, Klein Stanisch
Gemeinde Comprachtschütz Folgende Ortsnamen wurden am 1. Dezember 2009 eingetragen: Bowallno, Chmiellowitz, Comprachtschütz, Dometzko, Dziekanstwo, Ochotz, Polnisch Neudorf, Rothhaus, Simsdorf, Zirkowitz
Gemeinde Czissek Folgende Ortsnamen wurden am 11. Oktober 2007 eingetragen: Blaseowitz, Czissek, Dzielnitz, Kobelwitz, Landsmierz, Lohnau, Mistitz, Niesnaschin, Podlesch, Przewos, Roschowitzdorf, Roschowitzwald, Stöblau, Suckowitz
F–J Gemeinde Groß Döbern Folgende Ortsnamen wurden am 1. Dezember 2009 eingetragen: Groß Döbern, Borrek, Finkenstein, Chrosczütz, Czarnowanz, Klein Döbern, Krzanowitz, Kupp, Horst
Gemeinde Groß Lassowitz Folgende Ortsnamen wurden am 16. August 2010 eingetragen: Gross Lassowitz, Grunowitz, Jaschine, Klein Lassowitz, Kotschanowitz, Kudoba, Laskowitz, Marienfeld, Sausenberg, Schiorke, Thule, Trebitschin, Wendrin
Gemeinde Groß Neukirch Folgende Ortsnamen wurden am 29. April 2011 eingetragen: Czienskowitz, Dzielau, Groß Neukirch, Grzendzin, Jaborowitz, Klein Ellguth, Lanietz, Mierzenzin, Puhlau, Sakrau, Witoslawitz, Wronin
Gemeinde Groß Strehlitz Folgende Ortsnamen sind 2024 in Kraft getretenBeschluss der GemeindeNTO: Dwujęzyczne tablice stanęły w gminie Strzelce Opolskie: Jendrin, Rosmierz, Warmuntowitz
Gemeinde Gogolin Folgende Ortsnamen wurden am 30. April 2010 eingetragen: Chorulla, Dombrowka, Goradze, Gross Stein, Klein Stein, Mallnie, Oberwitz, Oderwanz, Sakrau
Gemeinde Guttentag Folgende Ortsnamen wurden am 4. Juli 2008 eingetragen: Blachow, Bonken, Bzinitz, Bziunkau, Charlottenthal, Dombrowitze, Ellguth-Guttentag, Glowtschütz, Goslawitz, Guttentag, Heine, Kotzuren, Lisczok, Makowtschütz, Malchow, Mischline, Petershof, Pluder, Rendzin, Rzendowitz, Schemrowitz, Thursy, Warlow, Wilhelmshort, Zwoos
Gemeinde Himmelwitz Folgende Ortsnamen wurden am 14. November 2008 eingetragen: Gonschiorowitz, Himmelwitz, Lasisk, Liebenhain, Petersgrätz, Wierschlesche
K–O Gemeinde Kieferstädtel Folgende Ortsnamen wurden am 10. Oktober 2013 eingetragen: Althammer, Kieferstädtel, Koslow, Rachowitz, Schierakowitz, Smolnitz
Folgende Ortsnamen wurden am 1. Oktober 2014 eingetragen: Lona-Lany
Gemeinde Klein Strehlitz Folgende Ortsnamen wurden am 24. November 2008 eingetragen: Buhlau, Dobrau, Klein Strehlitz, Komornik, Kopaline, Kujau, Lobkowitz, Lorenzdorf, Moschen, Neubude, Neumühle, Pechhütte, Rasselwitz, Schiegau, Schreibersdorf, Sedschütz, Servitut, Ursulanowitz, Zellin
Gemeinde Kranowitz Folgende Ortsnamen wurden am 19. November 2008 eingetragen: Bojanow, Borutin, Klein Peterwitz, Kranowitz
Folgende Ortsnamen wurden am 1. Dezember 2009 eingetragen: Woinowitz
Gemeinde Leschnitz Folgende Ortsnamen wurden am 11. April 2008 eingetragen: Dollna, Kadlubietz, Krassowa, Lenkau, Leschnitz, Lichinia, Poremba, Raschowa, Salesche, Sankt Annaberg, Scharnosin, Wyssoka
Gemeinde Lugnian Folgende Ortsnamen wurden am 30. April 2010 eingetragen: Biadacz, Brinnitz, Heinrichsfelde, Jellowa, Kempa, Kobyllno, Kollanowitz, Luboschütz, Lugnian, Lugnian Dombrowka, Massow
Gemeinde Murow Folgende Ortsnamen wurden am 31. März 2009 eingetragen: Alt Budkowitz, Dambinietz, Friedrichsthal, Georgenwerk, Morczinek, Murow, Neu Budkowitz, Neuwedel, Plümkenau, Podewils, Süßenrode, Tauenzinow, Zedlitz
Gemeinde Oberglogau Folgende Ortsnamen wurden am 1. Dezember 2009 eingetragen: Alt Kuttendorf, Blaschewitz, Deutsch Müllmen, Dirschelwitz, Friedersdorf, Fröbel, Golschowitz, Kerpen, Leschnig, Malkowitz, Mochau, Mutzkau, Neu Kuttendorf, Neuvorwerk, Oberglogau, Polnisch Müllmen, Repsch, Schwesterwitz, Syßlau, Twardawa, Zowade
Stadt Oppeln Mit der Eingemeindung von Orten aus den Nachbargemeinden 2017 wurden auch Orte mit deutschen Ortsnamen in die Stadt eingemeindet. Dazu zählen: Borrek, Chmiellowitz, Czarnowanz, Finkenstein, Horst, Krzanowitz, Winau, Zirkowitz
P–T Gemeinde Pawlowitzke Folgende Ortsnamen wurden am 30. September 2014 eingetragen: Autischkau, Borislawitz, Dobroslawitz, Grötsch, Groß Nimsdorf, Klein Grauden, Koske, Matzkirch, Ostrosnitz, Radoschau, Trawnig
Gemeinde Poppelau Folgende Ortsnamen wurden am 30. September 2014 eingetragen: Alt Schalkowitz, Hirschfelde, Klink, Neu Schalkowitz, Poppelau, Sacken
Gemeinde Proskau Folgende Ortsnamen wurden am 30. April 2010 eingetragen: Boguschütz, Chrzowitz, Chrzumczütz, Ellguth Proskau, Follwark, Gorek, Groß Schimnitz, Jaschkowitz, Klein Schimnitz, Neuhammer, Proskau, Winau, Zlattnik, Zlönitz
Gemeinde Radlau Folgende Ortsnamen wurden am 22. Dezember 2006 eingetragen: Alt Karmunkau, Bischdorf, Ellguth, Friedrichswille, Kostellitz, Neu Karmunkau, Psurow, Radlau, Sternalitz, Wichrau, Wollentschin
Folgender Ortsname wurde am 29. Dezember 2007 eingetragen: Strassenkrug
Gemeinde Reinschdorf Folgende Ortsnamen wurden am 11. Januar 2011 eingetragen: Dembowa, Gieraltowitz, Juliusburg, Kamionka, Klein Nimsdorf, Komorno, Langlieben, Lenschütz, Mechnitz, Nesselwitz, Pickau, Poborschau, Potzenkarb, Reinschdorf, Wiegschütz
Gemeinde Rudnik Folgender Ortsname wurde am 11. April 2008 eingetragen: Lubowitz
Gemeinde Stubendorf Folgende Ortsnamen wurden am 20. Mai 2008 eingetragen: Boritsch, Grabow, Kroschnitz, Ottmütz, Posnowitz, Schedlitz, Sprentschütz, Stubendorf, Sucho-Danietz, Tschammer Ellguth, Zauche
Gemeinde Tarnau Folgende Ortsnamen wurden am 14. April 2008 eingetragen: Konty, Kossorowitz, Kupferberg, Nakel, Przywor, Raschau, Schulenburg, Tarnau
Gemeinde Turawa Folgende Ortsnamen wurden am 8. März 2012 eingetragen: Bierdzan, Ellguth Turawa, Friedrichsfelde, Groß Kottorz, Kadlub Turawa, Klein Kottorz, Königshuld, Sacrau Turawa, Sowade, Turawa, Wengern
Folgender Ortsname wurde am 10. Januar 2013 eingetragen: Trzenschin
U–Z Gemeinde Ujest Folgende Ortsnamen wurden am 19. November 2008 eingetragen: Alt Ujest, Balzarowitz, Jarischau, Kaltwasser, Klutschau, Niesdrowitz, Nogowschütz, Olschowa, Schironowitz, Ujest
Gemeinde Walzen Folgende Ortsnamen wurden am 3. Juni 2009 eingetragen: Broschütz, Dobersdorf, Grocholub, Kramelau, Rosnochau, Schwärze, Straduna, Walzen, Zabierzau
Gemeinde Zembowitz
Folgende Ortsnamen wurden am 19. November 2008 eingetragen: Frei Kadlub, Kneja, Lenke, Oschietzko, Poscholkau, Pruskau, Radau, Schiedlisk, Zembowitz
Gemeinde Zülz
Folgende Ortsnamen wurden am 24. November 2008 eingetragen: Altzülz, Bresnitz, Dambine, Ellguth, Ernestinenberg, Fronzke, Grabine, Groß Pramsen, Josefsgrund, Kohlsdorf, Krobusch, Legelsdorf, Lonschnik, Mokrau, Mühlsdorf, Neudorf, Olbersdorf, Ottok, Pogosch, Probnitz, Radstein, Rosenberg, Schartowitz, Schelitz, Schmitsch, Simsdorf, Waschelwitz, Wilkau, Ziabnik, Zülz
Geplante Einführung In den folgenden Gemeinden sind die Einführung weiterer Ortsnamen in deutscher Sprache geplant: Gemeinde Groß PeterwitzNasz Racibórz: Dwujęzyczne tablice w Pietrowicach - wszystko już gotowe! Gemeinde RudnikNowiny: Rudnik cały po niemiecku Gemeinde Zawadzki
Problematiken Fehlerhafte Eintragungen hochkant|mini|Ortstafel mit fehlerhaftem Ortsnamen Trotz des sehr langwierigen Prozesses, der Monate und Jahre dauert, kam es immer wieder zu fehlerhaften Eintragungen in das Register, die in dieser fehlerhaften Form sogar auf die Ortstafeln übertragen wurden.
Häufig wurden die für die deutsche Sprache typischen Doppelkonsonanten (Gorek statt Gorrek, Malnie statt Mallnie) oder Bindestriche bei mehrteiligen Namen weggelassen (Ellguth Turawa statt Ellguth-Turawa) oder statt des ß die Buchstaben ss benutzt (Gross und Süss statt Groß und Süß). Der Ort Zwoos wurde als Zwoss eingetragen. Andererseits wurden Formen verwendet, die falsch sind oder die es so historisch nicht gab. Darunter Schiedlisk statt Frei-Pipa.
Abbau zweisprachiger Tafeln Als Tafeln erneuert wurden bzw. ersetzt werden mussten, kam es sogar dazu, dass wenig vorausschauend bei den neuen Tafeln die deutschsprachigen Namen einfach weggelassen wurden und erst nach langen Diskussionen wieder angebracht wurden. So zum Beispiel an den Bahnhaltepunkten in der Gemeinde Chronstau.24Opole: PKP wycofuje dwujęzyczne tablice z opolskich dworców
Als 2017 mehrere Orte aus den Nachbargemeinden nach Oppeln eingemeindet wurden, wurden alle zweisprachigen Ortstafeln abgebaut und durch die Ortstafel der Stadt ersetzt. Obwohl Stadtpräsident Arkadiusz Wiśniewski im Vorfeld zweisprachige Stadtteiltafeln in Aussicht stellte, wurden diese bisher nicht realisiert.Radio Opole: Nowe tablice będą wyznaczały granice miasta. Nie ma decyzji w sprawie tablic dwujęzycznychLausitzer Rundschau:
Willkürliche Restriktionen
Obwohl das Minderheitengesetz ausschließlich Namen verbietet, die während der Zeit des Nationalsozialismus eingeführt wurden, also im Zeitraum von 1933 bis 1945, kam es auch dazu, dass die zuständige Kommission ohne jegliche Grundlage Namen nicht zulassen wollte, die schon vor 1933 eingeführt wurden. Dazu zählen die Ortsnamen Lichtenwalde und Oderwalde. Letzterer wurde erst durch die Intervention der lokalen Politiker eingetragen.NTO: Oderwalde ist rechtmäßig
Verhinderung deutscher Ortsnamen
Zwar wünschten sich auch weitere Orte die Einführung von deutschen Ortsnamen, jedoch blockierten die Ratsmitglieder besonders in Gemeinden mit einer dominierenden polnischen Bevölkerung weitere Prozesse, die für deren Einführung nötig wären. Allen voran die Gemeinden Olesno (Rosenberg) und Ozimek (Malapane).NTO: Tablice dwujęzyczne w Ozimku nie przeszły Auch die Gemeinden Strzelce Opolskie (Groß Strehlitz) und Zawadzkie (Zawadzki) wollten lange Zeit keine Bürgerbefragungen zulassen, ließen diese schließlich zu.
Änderungen
Noch unter der Regierung der PO wurde zunächst an der Novellierung des Minderheitenschutzgesetzes gearbeitet, um das Gesetz nach neun Jahren anzupassen.Nowelizacja ustawy o mniejszościach narodowych i etnicznych oraz o języku regionalnym była najważniejszym tematem XLII posiedzenia Komisji Wspólnej Rządu i Mniejszości Narodowych i Etnicznych Nach dem Amtsantritt der Partei PiS im Jahr 2014 wurde der fertige Entwurf der Gesetzesänderung zwar von der Regierung 2015 angenommen, jedoch 2015 mit dem Veto des Präsidenten Andrzej Duda abgelehnt und das Inkrafttreten verhindert.TVN24 Prezydent zawetował nowelę ustawy o mniejszościach narodowych. "Źle się stało"
Siehe auch Liste deutscher Bezeichnungen polnischer Orte
Literatur Ministerstwo Administracji i Cyfryzacji: Hilfssprachen und Zusatzbenennungen – Deutsch (PDF) Ustawa o mniejszościach narodowych i etnicznych oraz o języku regionalnym (Online)
Weblinks Informationsseite zu Minderheitensprachen und Zusatzbenennungen in Polen Website mit den Registern und allen eingetragenen Ortsnamen
Einzelnachweise
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