mini|hochkant=2.5| Der 5000-Meter-Lauf der Männer bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney wurde am 27. und 30. September 2000 im Stadium Australia ausgetragen. 38 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde der Äthiopier Million Wolde. Er gewann vor dem Algerier Ali Saïdi-Sief und dem Marokkaner Brahim Lahlafi.

Der Deutsche Jirka Arndt erreichte das Finale und wurde Achter. Wegen eines positiven Dopingbefunds war Dieter Baumann, Olympiasieger von 1992, gesperrt und durfte nicht teilnehmen.Doping? - Der Fall Dieter Baumann, sportunterricht.de, abgerufen am 26. Januar 2022 Athleten aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein waren nicht am Start.

Aktuelle Titelträger Olympiasieger 1996Vénuste Niyongabo ()13:07,96 minAtlanta 1996Weltmeister 1999Salah Hissou ()12:58,13 minSevilla 1999Europameister 1998Isaac Viciosa ()13:37,46 minBudapest 1998Panamerikanischer Meister 1999David Galván ()13:42,04 minWinnipeg 1999Zentralamerika und Karibik-Meister 1999Fidencio Torres ()14:20,19 minBridgetown 1999Südamerika-Meister 1999Silvio Guerra ()14:20,35 minBogotá 1999Asienmeister 2000Ahmed Ibrahim Warsama ()13:53,10 minJakarta 2000Afrikameister 2000Ali Saïdi-Sief ()13:26,86 minAlgier 2000Ozeanienmeister 2000Brent Butler ()15:36,83 minAdelaide 2000

Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord12:39,36 minHaile Gebrselassie ()Helsinki, Finnland13. Juni 1998, sport-record.deOlympischer Rekord13:05,59 minSaïd Aouita ()Finale OS Los Angeles, USA11. August 1984 Der bestehende olympische Rekord wurde bei diesen Spielen nicht erreicht. Im schnellsten Rennen, dem ersten Vorlauf, verfehlte der spätere Olympiadritte Brahim Lahlafi aus Marokko mit seinen 13:22,70 min den Rekord um 17,11 Sekunden. Zum Weltrekord fehlten ihm 43,34 Sekunden. Rekordverbesserung Es wurde ein Landesrekord aufgestellt: 14:34,15 min – Gyan Bahadur Bohara (Nepal), zweiter Vorlauf am 27. September

Vorrunde Insgesamt wurden zwei Vorläufe absolviert. Für das Finale qualifizierten sich pro Lauf die ersten sechs Athleten. Darüber hinaus kamen die drei Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Läufer sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Anmerkung:Alle Zeiten sind in Ortszeit Atlanta (UTC−5) angegeben.

Vorlauf 1 mini|hochkant=0.9| 27. September 2000, 22:05 Uhr Platz Name Nation Zeit (min) 1 Brahim Lahlafi 13:22,70 2 Million Wolde 13:22,75 3 Fita Bayissa 13:22,92 4 Réda Benzine 13:23,10 5 Julius Gitahi 13:23,12 6 Richard Limo 13:23,17 7 Adam Goucher 13:24,34 8 Mizan Mehari 13:24,56 9 Jirka Arndt 13:26,18 10 Katsuhiko Hanada 13:41,31 11 Marius Bakken 13:44,80 12 Nicholas Rogers 13:46,18 13 Michael Power 13:51,00 14 Ahmed Ibrahim Warsama 14:00,30 15 Kris Bowditch 14:08,92 16 Alberto García 14:11,65 17 Hélder Ornelas 14:29,01 DNS David Galván

Vorlauf 2 mini|hochkant=0.9| 27. September 2000, 22:25 Uhr Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung 1 Ali Saïdi-Sief 13:29,34 2 Serhij Lebid 13:29,69 3 Dagne Alemu 13:29,93 4 David Chelule 13:29,98 5 Toshinari Takaoka 13:29,99 6 Mohamed Suleiman 13:30,12 7 Mark Carroll 13:30,60 8 Craig Mottram 13:31,06 9 Yousef El Nasri 13:34,49 10 Mohamed Saïd El Wardi 13:35,18 11 Bradley Hauser 13:39,41 12 Pablo Olmedo 13:40,34 13 Mustapha Essaïd 13:40,82 14 Sam Mfula Mwape 13:41,72 15 Vénuste Niyongabo 13:49,57 16 Bolota Asmerom 14:15,26 17 Gyan Bahadur Bohara 14:34,15 NR 18 Shihab Houna Murad 14:49,40 19 Maung Nge Maung 15:12,93 DNS Mohammed Mourhit

Finale 30. September 2000, 20:50 Uhr Zwischenzeiten Zwischenzeit-Marke Zwischenzeit Führende(r) 1000-m-Zeit 1000 m 2:45,36 min Jirka Arndt vor dem geschlossenen Feld 2:45,36 min 2000 m 5:39,54 min Dagne Alemu vor dem geschlossenen Feld 2:54,18 min 3000 m 8:21,79 min Brahim Lahlafi vor dem geschlossenen Feld 2:42,25 min 4000 m 11:09,84 min Brahim Lahlafi vor dem geschlossenen Feld 2:48,05 min 5000 m 13:35,49 min Million Wolde 2:25,65 min

Endresultat mini|hochkant=1.2| mini|hochkant=1.5| Platz Name Nation Zeit (min) 1 Million Wolde 13:35,49 2 Ali Saïdi-Sief 13:36,20 3 Brahim Lahlafi 13:36,47 4 Fita Bayissa 13:37,03 5 David Chelule 13:37,13 6 Dagne Alemu 13:37,17 7 Serhij Lebid 13:37,80 8 Jirka Arndt 13:38,57 9 Julius Gitahi 13:39,11 10 Richard Limo 13:39,43 11 Réda Benzine 13:40,95 12 Mizan Mehari 13:42,03 13 Adam Goucher 13:43,20 14 Mohamed Suleiman 13:45,10 15 Toshinari Takaoka 13:46,90 Für das Finale hatten sich drei Äthiopier, drei Kenianer und zwei Algerier qualifiziert. Komplettiert wurde das Starterfeld durch je einen Teilnehmer aus Australien, Deutschland, Japan, Katar, Marokko, der Ukraine und den USA.

Nach Absage verschiedener Topläufer, wie zum Beispiel dem äthiopischen Weltrekordler Haile Gebrselassie, der sich auf den 10.000-Meter-Lauf konzentrierte, dem amtierenden Weltmeister Salah Hissou aus Marokko, den beiden Kenianern Benjamin Limo als Vizeweltmeister und Daniel Komen als Exweltrekordler und WM-Fünfter oder dem belgischen Europarekordler und WM-Dritten Mohammed Mourhit war es schwierig, einen Favoriten auszumachen. Klar war, dass man sicherlich mit den in den letzten Jahren äußerst starken Afrikanern rechnen musste. In erster Linie waren dies hier in Sydney der marokkanische WM-Vierte Brahim Lahlafi sowie der Äthiopier Fita Bayisa, der bereits 1992 in Barcelona Bronze gewonnen hatte und bei den letzten Weltmeisterschaften Sechster geworden war. Es war insgesamt eine ziemlich offene Angelegenheit.

Das Finale wurde relativ langsam angegangen, das Feld blieb geschlossen und die Führungsarbeit wechselte ständig. Die ersten vier 1000-Meter-Abschnitte wurden in Zeiten zwischen 2:42,25 und 2:54,18 min zurückgelegt. Das wäre auf eine Endzeit von knapp unter vierzehn Minuten hinausgelaufen. Die letzten tausend Meter dagegen wurden in 2:25,65 min absolviert, es wurde nun richtig schnell. In der vorletzten Runde ergriff der Algerier Ali Saïdi-Sief die Initiative und setzte sich zusammen mit dem Äthiopier Million Wolde vom Feld ab. Die beiden Afrikaner machten das Rennen jetzt fast unter sich aus, obwohl es zum Schluss sehr eng wurde, weil die Verfolger noch einmal sehr nahe kamen. Auf der Zielgeraden zog Million Wolde mit einer letzten Tempoverschärfung an seinem Konkurrenten vorbei und sicherte sich die Goldmedaille. Ali Saïdi-Sief gewann Silber mit gerade einmal 27 Hundertstelsekunden Vorsprung auf Brahim Lahlafi. Dahinter folgten Fita Bayissa, der Kenianer David Chelule und der dritte Äthiopier Dagne Alemu. Auf Platz sieben kam mit dem Ukrainer Serhij Lebid der erste Nichtafrikaner ins Ziel. Achter wurde der Deutsche Jirka Arndt.

Ali Saïdi-Sief war der erste Medaillengewinner Algeriens in dieser Disziplin.

Video 2000 Sydney - Finale 5000m hommes (Millon Wolde), youtube.com, abgerufen am 26. Januar 2022

Weblinks Athletics. Official Report of the XXVII Olympiad - Results, Resultate Leichtathletik, S. 202–206, englisch/französisch (PDF, 16.697 KB), abgerufen am 26. Januar 2022 Athletics at the 2000 Summer Olympics, 5,000 metres, Men, olympedia.org (englisch), abgerufen am 26. Januar 2022 Sydney 2000, Athletics, 5000m men Results, Offizielle Seite des IOC, abgerufen am 26. Januar 2022 Athletics at the 2000 Sydney Summer Games: Men's 5000 metres, archiviert bei wayback (Internet Archive), sports-reference.com (englisch), abgerufen am 26. Januar 2022

Einzelnachweise

Kategorie:Leichtathletikwettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen 2000 Kategorie:Laufveranstaltung in Australien