Hua Tou (, koreanisch ) ist eine Form buddhistischer Meditation in den Lehren des Chan, des koreanischen Seon und japanischen Rinzai-shū. Hua Tou lässt sich ungefähr mit 'Wort Haupt', 'Kopf der Rede' übersetzen oder genauer übertragen als „Punkt hinter dem das Sprechen sich selbst erschöpft“.Lachs 2012: 2. Ein Hua Tou kann ein kurzer Satz oder ein einzelnes Wort sein, der in der Meditation als Subjekt verwendet wird, um den Geist zu fokussieren.
Ursprung Hua Tou beruhen oft auf Dialogen und Kōans von Meister und Schüler. Sie sind jedoch stark verkürzt.Schlütter 2008. Die Hua Tou-Methode wurde von dem Chan-Meister Dahui Zonggao (1089–1163) erfunden, einem Anhänger der Linji Zong (Linji-Schule) war.Lachs 2012: 1. onmark produktions. Dahui unterrichtete auch Laien, vor allem die gebildeten Beamten (). Die Unterstützung dieser war überlebenswichtig für die einzelnen Schulen, denn die Ernennungen zum Abt von wichtigen Klöstern wurde durch sie festgelegt.Schlütter 2008. Dahui suchte daher nach praktikablen Methoden für Laien um Meditationserfolge zu erzielen.Schlütter 2008. Für die Meditation mit Hua Tou sind keine regelmäßigen Treffen und Gespräche zwischen Schüler und Meister (dokusan) notwendig.Lachs 2012: 3 Hua Tou kann auch von Laien während der täglichen Arbeit praktiziert werden. Dahui - Lachs 2012: 4
Dahui war ein Gegner des Intellektualismus und des literarischen Kommentierens, das mit dem Biyan Lu (Aufzeichnungen des blaugrünen Felsens) seines Lehrers Yuanwu Keqin (圜悟克勤) in die Meditationspraxis eingedrungen war. Aus diesem Grund verbrannte er sogar sein eigenes Exemplar der Aufzeichnungen des blaugrünen Felsens.
Die Hua Tou-Praxis fand durch den Meister Chinul in Korea große Verbreitung. Robert Buswell schreibt: Hwadu ist die vorherrschende Technik, die in den Koreanischen Meditationshallen kultiviert wird, und beinahe alle Meister empfehlen sie für ihre Studenten auf allen Stufen.
Bhikkhu Analayo findet vergleichbare Meditationsmethoden in den Atthakatha (Pali-Kommentaren), die sich mit dem achtsamen Umgang mit verschiedenen Körperhaltungen beschäftigen. Analayo bezieht sich auf das Papañcasudani wenn er schreibt: „Der Unterschied zwischen einfachem Laufen und Laufen als Meditation als | ist, dass ein Meditierender die Frage festhält: Wer geht? Wer ist das der geht?“"" (Paps I 251). Analayo, : : 139.
Anwendung Dahui betonte, dass grundlegende Einsicht essentiell für das Zen-Training ist.Schlütter 2008: 107 Auf diese Weise sollte selbst Laien Erleuchtung möglich sein. Chinul beschrieb „Hwadu“ in seiner Lehrschrift Dharma Collection and Special Practice Record (, 法集別行錄節要私記解, Beopjip byeolhaeng nok jeolyo byeongip sagi) als eine Praxis, die zu den Grenzen der Sprache führt und der Reinigung dient. Daher empfahl Chinul auch eine tiefergehende Praxis für fortgeschrittene Studenten.
Um Hua Tou zu praktizieren, konzentriert man sich auf die Phrase und wiederholt sie anfänglich in der Stille mit einem fragenden und offenen Geist und denkt nach über das „Wer“ oder „Was“ ist es, was das Hua Tou hervorbringt um „Großen Zweifel“ zu erzeugen.Lachs 2012: 10 Hua Tou kann auch während sitzender Meditation vollzogen werden, nachdem der Geist nach einer Atem-Meditation zur Ruhe gekommen ist.Yen 2009.
Hsu Yun lehrte zur Praxis des Hua Tou: Wichtig ist, zu jeder Zeit das Hua Tou zu praktizieren: im Laufen, Liegen, oder stehen. Von morgens bis abends das Hua Tou lebendig und klar zu meditieren, bis es im Geist haftet, wie der Herbstmond sich deutlich in klarem Wasser spiegelt. Wenn Du auf diese Art meditierst, kannst Du sicher sein, die Erleuchtung zu erlangen. In der Meditation, wenn du dich ermüdet fühlst, dann öffne Deine Augen weit und mache deinen Rücken gerade, du wirst dich dann frischer und aufmerksamer fühlen. Wenn Du an Hua Tou arbeitest, solltest du niemals zu gelassen und niemals zu locker damit umgehen. Wenn du zu gelassen bist, fühlst du dich vielleicht ernst und bequem, aber es kann sein, dass du das Hua Tou verlierst. In der Konsequenz könntest du in die 'Tod-Leere' fallen. Aber gerade auch im Zustand der Gelassenheit, wenn du das Hua Tou nicht verlierst, dann kann es dir möglich sein weiterzukommen als der oberste Hundert-Fuß-Pfosten, den du bereits erklommen hast. Wenn du zu locker bist werden dich zu viele wandernde Gedanken angreifen. Du wirst Schwierigkeiten haben, sie zu unterdrücken. Kurz gesagt, der Anwender des Zen sollte immer gut eingestellt sein, niemals zu fest und niemals zu locker, in der Lockerheit sollte Festigkeit zu finden sein und in der Festigkeit Lockerheit.The important thing is to stick to Hua Tou at all times, when walking, lying, or standing. From morning to night observing Hua Tou vividly and clearly, until it appears in your mind like the autumn moon reflected limpidly in quiet water. If you practice this way, you can be assured of reaching the state of Enlightenment. In meditation, if you feel sleepy, you may open your eyes widely and straighten your back; you will then feel fresher and more alert than before. When working on the Hua Tou, you should be neither too subtle nor too loose. If you are too subtle you may feel very serene and comfortable, but you are apt to lose the Hua Tou. The consequence will then be that you will fall into the ‘dead emptiness’. Right in the state of serenity, if you do not lose the Hua Tou, you may then be able to progress further than the top of the hundred-foot pole you have already ascended. If you are too loose, too many errant thoughts will attack you. You will then find it difficult to subdue them. In short, the Zen practitioner should be well adjusted, neither too tight nor too loose; in the looseness there should be tightness, and in the tightness there should be looseness. Yun 1970.
Der Meister Sheng Yen unterscheidet drei Stufen der Hua Tou-Anwendung: Rezitation des Hua Tou, Fragen des Hua Tou und Untersuchen des Hua Tou.Yen 2009: 13. Im Verlauf dieser Stufen ist es entscheidend, das Hua Tou nicht intellektuell zu beantworten, sondern ausdauernd die Frage geistvoll zu stellen mit einem echten Interesse und ehrlichem Verlangen zu wissen.Yen 2009: 16. Durch die andauernde Übung entsteht zunächst großer Zweifel und daraus entsteht Einsicht.
Beispiele „Was ist ES?“ „Was ist DIES?“ „Wer wiederholt Buddhas Name?“ „Wer trägt diesen Leichnam herum?“ (bekannt gemacht von Hsu Yun) „Wer bin ICH?“ „Was war mein Ursprüngliches Gesicht bevor mein Vater und meine Mutter geboren waren?“ „Was ist Mu?“Bevorzugt von Sheng Yen, Yen 2009.
Siehe auch Zen-Glossar
Literatur Stuart Lachs: Hua-t’ou: A Method of Zen Meditation 2012. Morten Schlütter: How Zen became Zen. The Dispute over Enlightenment and the Formation of Chan Buddhism in Song-Dynasty China. Honolulu, University of Hawai'i Press 2008, ISBN 978-0-8248-3508-8 Hsu Yun: Practice of Zen übersetzt von Garma C. C. Chang 1970. Sheng Yen: Shattering the Great Doubt: The Chan Practice of Huatou. übersetzt von Dharma Drum publications 2009. JC. Cleary: Swampland Flowers: The Letters and Lectures of Zen Master Ta Hui. Shambhala 1977. Charles Luk: Empty Cloud. The Autobiography of a Chinese Zen Master. Element 1988.
Weblinks Hsu Yun Organisation, The Hua Tou practice Buddhist Door, Koan or Huatou in Chinese Chan Buddhism Yin I. Park, Zen language in our time: the case of Pojo Chinul's Hua Tou practice
Einzelnachweise
Kategorie:Zen Kategorie:Meditation