Roy Elihu Travis (geb. 24. Juni 1922 in New York City, New York; gest. 19. Oktober 2013)Nachruf (englisch) aus der Los Angeles Times (abgerufen am 17. September 2016) war ein US-amerikanischer Komponist.
Leben Roy Travis studierte Komposition bei Bernard Wagenaar an der Juilliard School und Musiktheorie bei William John Mitchell und Komposition bei Otto Luening an der Columbia University in New York City und war privater Theorieschüler von Felix Salzer. Durch ein Fulbright-Stipendium konnte er 1951/52 seine Ausbildung als Stipendiat bei Darius Milhaud in Paris vertiefen.
Er entwickelte neue harmonische Akkordstrukturen und gilt als einer der Pioniere bei der Inkorporierung afrikanischer und indischer polyrhythmischer Strukturen in die westliche Musik.Kofi Agawu: The African Imagination in Music. 2016 (books.google.de Auszug). Er schrieb Opern (zu denen ihn antike griechische Dramen inspirierten), Orchester-, Vokal- und Kammermusik und viele Klavierwerke. Sein Interesse an afrikanischem Material setzte in den 1960er Jahren ein, als er an einer von dem Meistertrommler Robert Ayitee (1910–1980) aus Ghana geleiteten Studiengruppe teilnahm.Roy-Travis-Biographie auf der Website der Robert Ayitee Foundation (Biographie von Akin Euba, 1993) – abgerufen am 17. September 2016 In seinem in einem neoafrikanischen Idiom komponierten viersätzigen Afrikanische Sonate für Klavier aus dem Jahr 1966 werden verschiedene Elemente aus der Musik westafrikanischer Völker verwendet: (i) Sikyi (ein Tanz der Aschanti (ii) Tanzlied der Bambara, (iii) Sohu (ein Tanz der Ewe) (iv) Adowa (ein weiterer Aschanti-Tanz).
Er lehrte an der Columbia University, am Mannes College und dann an der University of California, Los Angeles (UCLA), seit 1968 als Professor für Musik.
Werke (Auswahl)
African Sonata in four movements for piano (1966) Sikyi Bambara Dance-Song Sohu Adowa Switched On Ashanti (1973) Akom Tachema Chema Sikyi Streichquartett (1958) Labyrinth for orchestra (1950) Duo Concertante (1967) Gakpa Adagio Allegro Marcato Adagio Asafo 5 Pieces for Piano Fantasy and Indian rhythms : for violin and orchestra Five Preludes for piano Symphonic Allegro Songs and Epilogues (nach Sappho) Klavierkonzert Oper The Passion of Oedipus (nach König Ödipus von Sophokles) Oper The Black Bacchants (1982, nach den Bacchen von Euripides) Septett für 2 Holzbläser, 3 Streicher, Klavier und Schlagzeug Klaviersonate Nr. 1 (1954) Collage for orchestra (1968) Concerto for flute, pre-recorded African instruments, and electronic synthesizers
Auszeichnungen Zu seinen Auszeichnungen zählen:oxfordindex.oup.com Gershwin Award Martha Baird Rockefeller Award (1968) Guggenheim-Stipendium (1972–3) Ford Foundation grant
Zitat (Russel Steinberg)
Siehe auch
Traditionelle afrikanische Musik
Literatur Peter Hollfelder: Das grosse Handbuch der Klaviermusik. Noetzel, Wilhelmshaven 1996 Maurice Hinson, Wesley Roberts: Guide to the Pianist’s Repertoire. Fourth Edition. Bloomington & Indianapolis 2014 (books.google.de Auszug). Don Michael Randel: The Harvard Concise Dictionary of Music and Musicians. (books.google.de Auszug). Neil Butterworth: Dictionary of American Classical Composers. 2005, S. 463 (books.google.de), S. 1992 (books.google.de).
Weblinks
Institute of Ethnomusicology at UCLA (ethnomusic.ucla.edu) Roy-Travis-Biographie (PDF) auf der Website der Robert Ayitee Foundation Nachruf (englisch) aus der Los Angeles Times oxfordindex.oup.com oxfordreference.com Travis, Roy (Elihu) Klangbeispiel (Aufnahme der 5 Pieces for Piano von Mark Richman, Klavier)
Einzelnachweise und Anmerkungen
Kategorie:Komponist (Vereinigte Staaten) Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Komponist klassischer Musik (21. Jahrhundert) Kategorie:Afrikanische Musik Kategorie:Autor Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1922 Kategorie:Gestorben 2013 Kategorie:Mann