miniatur|Janine Lindemulder (2010) Janine Marie Lindemulder (* 14. November 1968 in La Mirada, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, die vor allem im Pornogenre tätig war.

Leben Janine Lindemulder ist eine Cousine der Pornodarstellerin, Regisseurin und Produzentin Kelly Madison. Sie startete zunächst eine Karriere im normalen Filmgeschäft und spielte ihre erste Rolle 1988 neben Ernest Borgnine und Linda Blair in dem italienischen Film Bersaglio sull'autostrada. Sie trat außerdem in den Filmen Spring Break USA, The Price of Desire und Caged Fury auf.

1987 modelte sie für das Penthouse-Magazin und wurde „Pet of the Month“. In der Folgezeit war sie auch Model für Bodypainting: im März 1991 als „Robo-Pet“. Sie drehte 1992 ihren ersten Pornofilm Verborgene Leidenschaft (Hidden Obsessions, Regie Andrew Blake), der aufgrund seiner besonderen Wirkung in der Branche in Fachkreisen mittlerweile als Klassiker gilt. Sie wurde dafür bekannt, dass sie ausschließlich mit weiblichen Darstellern drehte, so u. a. in mehreren Folgen der Filmreihe Where the Boys aren’t, die dem Genre der Lesben-Filme zuzuordnen ist.

Zusammen mit ihrer Kollegin Julia Ann trat sie in Stripclubs als Duo „Blondage“ auf. 1999 verließ Janine Lindemulder vorübergehend das Pornogeschäft. Sie war eine Zeit lang mit dem Rockmusiker Vince Neil der Band Mötley Crüe zusammen und trat in dessen Musikvideo Sister Of Pain auf. Ein privates Video, auf dem die beiden Sex miteinander hatten, wurde ihnen gestohlen und später legal unter dem Titel Janine & Vince Neil zum Kauf angeboten.

Später heiratete Lindemulder Jesse James, den Moderator der Sendung Monster Garage, mit dem sie auch eine Tochter hat. James verließ Lindemulder wegen einer Beziehung mit der US-Schauspielerin Sandra Bullock. Im Jahr 1999 war sie als Krankenschwester in den Musikvideos What’s My Age Again? und Man Overboard von Blink-182 und auch auf deren Cover für das Album Enema of the State zu sehen.

Lindemulder kehrte wieder ins Pornogeschäft zurück und war zunächst bei Vivid Video unter Vertrag. 2004 drehte sie ihren ersten Film mit einem männlichen Darsteller (Maneater). Nachdem sie acht Filme für Vivid gedreht hatte, unterzeichnete sie im März 2005 einen Vertrag mit Digital Playground, für die sie den ambitionierten Porno-Spielfilm Pirates drehte. Im November 2005 verkündete sie im Forum ihrer offiziellen Webseite erneut, von nun an keine Pornos mehr zu drehen. Im Jahr 2007 erschien der bereits 2004 produzierte Film Janine loves Jenna mit Jenna Jameson.

Zwischen 1996 und 2001 war Lindemulder sechsmal in die Fernsehshow von Howard Stern eingeladen. 2002 wurde sie für ihre besonderen Verdienste in der Pornoindustrie in die Hall of Fame von Adult Video News aufgenommen. In dieser sind Darsteller, Regisseure, Kamerateams etc. aufgelistet, die über einen Zeitraum von zehn Jahren in der Branche erfolgreich aktiv waren.

Im Oktober 2008 wurde Janine Lindemulder wegen Steuerhinterziehung zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt, die sie Anfang März 2009 antrat. Auf ihrer Internetseite berichtete sie über ihre Gefühle und Erlebnisse im Gefängnis.

Auszeichnungen mini|hochkant=0.85|Janine Lindemulder mini|hochkant=0.85|Janine Lindemulder (2005) 1994: XRCO Award: „Best Girl-Girl Scene“ (Hidden Obsessions) 1997: AVN Award: „Best Tease Performance“ (Extreme Close-Up) 2000: AVN Award: „Best All-Girl Scene, Film“ (zusammen mit Julia Ann) für Seven Deadly Sins 2000: AVN Award: „Best Supporting Actress“ für Seven Deadly Sins 2003: AVN Award: „Best Interactive DVD“ (Virtual Sex with Janine) 2006: AVN Award: „Best Actress - Video“ (Pirates) 2007: AVN Award: „Best Sex Scene Coupling – Film“ (Emperor) mit Manuel Ferrara 2006: XRCO Award: „MILF of the year“ 2002: AVN Hall of Fame 2007: XRCO Hall of Fame 2015: Inked Award: Hall of Fame

Filmografie (Auswahl) 1988: Bersaglio sull’autostrada 1989: Lauderdale 1990: Bestien hinter Gittern (Caged Fury) 1992: Verborgene Leidenschaft (Hidden Obsessions) – Regie: Andrew Blake 1993: Blonde Justice 1993: Blonde Justice: Part 2 1994: Lady in Waiting 1994: Die Männerfalle (Killer Looks) 1994: Blonde Justice 3 – Regie: Bud Lee 1994: Blondage 1995–2000: Where The Boys Aren’t: Folgen 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13 1996: Body Language 1996: Janine: Extreme Close-Up 1997: Private Parts 1997: The Price of Desire 1999: Die sieben Sex-Sünden (Seven Deadly Sins) – Regie: Robyn Dyer 1999: Speedway – Heiße Kurven (Speedway) 1999: Karriere ohne Tabus (Amnesiac) 1999: Blink-182: What’s My Age Again? (Musikvideo) 2002: Virtual Sex with … Janine 2004: Maneater – Regie: Paul Thomas 2005: The Villa – Regie: Paul Thomas 2005: Pirates – Regie: Joone 2006: Emperor (2006) – Regie: Paul Thomas 2007: Janine loves Jenna – Regie: Justin Sterling 2010: Hot and Mean 2017: After Porn Ends 2

Literatur Timothy Greenfield-Sanders: XXX. 30 Porno-Stars im Porträt. Heyne, München 2006, ISBN 3-453-67515-0

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Einzelnachweise

Kategorie:Pornodarsteller Kategorie:Träger des AVN Award Kategorie:Träger des XRCO Award Kategorie:Vivid Girl Kategorie:Penthouse-Pet Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Frau