Qaqortukulooq [] (nach alter Rechtschreibung K'aĸortukulôĸ) ist eine wüst gefallene grönländische Schäfersiedlung im Distrikt Qaqortoq in der Kommune Kujalleq.

Lage Qaqortukulooq liegt an einer 140 m schmalen Meerenge, die das Ende des Qaqortukuluup Imaa mit dem Qaqortukuluup Tasiusaa verbindet. 11 km südwestlich liegt die Schäfersiedlung Upernaviarsuk. Die nächsten größeren Orte sind der 19 km südwestlich gelegene Kommunehauptort Qaqortoq und das 18 km nordwestlich gelegene Narsaq.Nunat Aqqi. Karte über die vom Grönländischen Ortsnamenausschuss offiziell anerkannten Ortsnamen. Oqaasileriffik.

Geschichte mini|links|Die Kirchenruine von Hvalsey (2014) Einige Hundert Meter westlich des heutigen Qaqortukulooq befinden sich die Ruinen der Grænlendingarsiedlung Hvalsey, deren Kirche die besterhaltene mittelalterliche Kirchenruine des Landes ist. Der Landnámabók zufolge gründete Þorkell farserkr, der ein Cousin oder Neffe mütterlicherseits von Erik dem Roten war, Hvalsey und war somit Stammvater der dort lebenden Grænlendingar.Teil 2, Kapitel 14. Landnámabók.

Bereits 1723 entdeckte Hans Egede die Ruinen nur zwei Jahre nach seiner Ankunft in Grönland. Sie wurden in den folgenden Jahrzehnten genauer vermessen und in den 1930er Jahren leitete der dänische Archäologe Aage Roussell größere Ausgrabungen. 1999 stellte man bei weiteren Untersuchungen fest, dass die um 1300 errichtete Kirche bereits ein Nachfolgebau einer früheren Kirche war.Knud J. Krogh, Merete Harding: Qaqortukulooq kirkeruin. Den Store Danske.

Das heutige Qaqortukulooq ist eine mittlerweile verlassene Schaffarm. 1955 und 1960 lebten fünf Personen in Qaqortukulooq, 1965 vier und 1968 drei. Der eine Schäfer besaß 1966 etwa 900 Schafe.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Distrikt Qaqortoq

Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Grönland Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Amerika Kategorie:Bestandteil einer Welterbestätte im Königreich Dänemark Kategorie:Bestandteil einer Welterbestätte in Amerika