Altmannshausen (fränkisch: AlmedshausnW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 2. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „ålmədshaúsņ“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Markt Bibart im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Altmannshausen hat eine Fläche von 11,162 km². Sie ist in 790 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 14129,71 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Altenspeckfeld und Enzlar.

Geografie Das Pfarrdorf liegt auf freier Flur an der Bibart. Der Ort wird von der Bundesstraße 8 tangiert, die nach Enzlar (3 km nordwestlich) bzw. nach Markt Bibart verläuft (2,3 km südöstlich). Die von der B 8 abzweigende Kreisstraße NEA 29/Kreisstraße KT 3 führt an Fischhof vorbei nach Dornheim zur Staatsstraße 2418 (5,2 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Burgambach zur Kreisstraße NEA 28 (3,4 km nordöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1280 als „Altmanshusen“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Aldman bzw. Aldemār.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 2f. Altmannshausen lag im Fraischbezirk des würzburgischen Amtes Markt Bibart. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort aus 23 Anwesen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 59.

Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) wurde Altmannshausen dem Steuerdistrikt Markt Bibart zugeordnet. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Altmannshausen, zu der Altenspeckfeld gehörte. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Markt Bibart und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Iphofen. Wenig später wurde Enzlar von der Gemeinde Hellmitzheim nach Altmannshausen umgemeindet. Ab 1862 war das Bezirksamt Scheinfeld für die Verwaltung der Gemeinde zuständig (1939 in Landkreis Scheinfeld umbenannt) und ab 1879 das Rentamt Markt Bibart für die Finanzverwaltung (1919–1929: Finanzamt Markt Bibart, von 1929 bis 1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Markt Bibart, von 1880 bis 1973 war das Amtsgericht Scheinfeld zuständig, seitdem ist es das Amtsgericht Neustadt an der Aisch. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 11,198 km². Am 1. Januar 1976 wurde Altmannshausen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Markt Bibart eingemeindet.

Baudenkmäler In Altmannshausen gibt es 12 Baudenkmäler, darunter Haus Nr. 9: Ehemals Gasthaus „Zum Schwan“ Haus Nr. 10: Pfarrhaus Haus Nr. 12: Katholische Pfarrkirche St. Jakobus major Haus Nr. 16: Ehemalige Schule Haus Nr. 39: Ehemalige Schäferei

Bodendenkmäler In der Gemarkung Altmannshausen gibt es fünf Bodendenkmäler.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Altmannshausen Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 241 309 267 261 255 277 295 276 290 287 265 253 278 265 276 301 290 283 269 369 364 353 307 291 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 39 46 49 47 46 47 47 50 59 Quelle Für die Gemeinde Altmannshausen zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Altenspeckfeld (S. 5).

Ort Altmannshausen Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2014 Einwohner 214 231 187 236 237 228 240 304 249 230 253 286 Häuser 34 37 38 40 40 44 48 72 Quelle

Religion Altmannshausen ist römisch-katholisch geprägt und Sitz der Pfarrei St. Jakobus major.

Persönlichkeiten Franz Kochseder (* 1947), Künstler

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Markt Bibart) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Gemeindeauflösung 1975 Kategorie:Ersterwähnung 1280 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim