mini|Kath. Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit in Rust am See.
Die römisch-katholische Pfarrkirche Rust am See steht am Ostende der Kirchengasse in der Statutarstadt Rust am Neusiedler See im Burgenland. Die der Heiligen Dreifaltigkeit geweihte Pfarrkirche gehört zum Dekanat Eisenstadt-Rust in der Diözese Eisenstadt. Die Kirche steht unter .
Geschichte Die Kirche wurde von der evangelischen Bürgerschaft mit dem Baumeister Ulrich Meyer aus Zürich erbaut, die Grundsteinlegung war 1649, die Weihe erfolgte 1651. 1674 wurde der evangelischen Gemeinde das Kirchengebäude im Rahmen der Gegenreformation zwangsenteignet und 1680 als katholische Kirche neu geweiht. 1976 erfolgte eine Außenrestaurierung.
Architektur Der schlichte frühbarocke Kirchenbau mit einem Dreiachtelschluss hat einen hohen Westturm. Nordseitig ist ein Schulhaus auf Kirchengasse 16 angebaut. Die Untergeschoße des quadratischen Turmes wirkt durch den nordseitig angebauten Choraufgang mit Konsolerkern und durch das südseitig angebaute runde Treppenhaus verbreitert. Über einer kleinen Freitreppe ist das Westportal mit einem Sprenggiebel über Säulen, im Aufsatz ist eine Bauinschrift mit den Namen der Bauherren. In der Höhe des Fassadengiebels ist ein Umgang mit einer Steinbalustrade auf Konsolen. Und bemerkenswert, auch am Fuß des steinernen Pyramidenhelms des Turmes besteht ein zweiter Umgang mit Blick auf die Stadt Rust. Das Kirchenäußere der Pfarrkirche ist schlicht.
Ausstattung Das Hochaltarfresko Die Heilige Dreifaltigkeit in der gemalten Scheinarchitektur der Apsis, stammt von Franz SigristFranz Sigrist (1727–1803), Ein Maler des 18. Jahrhunderts, Betka Matsche – von Wicht, Anton H. Konrad Verlag 1977, ISBN 3 87437 122 0 (1798), laut Inschrift renoviert und teilweise übermalt von Joannes Kraus 1881. Den Rokoko-Tabernakel auf einer freistehenden Mensa schuf der Bildhauer J. Georg Schweizer (1774) mit dem Vergolder Andreas Sedlmayer aus Ödenburg. Die Seitenaltarbilder Der heilige Joseph mit dem Jesusknaben (links) und Der heilige Stephan empfiehlt sein Land dem Schutz Mariens (rechts) sind ebenfalls Werke von Franz Sigrist aus 1798.
Orgel mini|Empore mit Orgel. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1783 und wurde von Petrus Beking geschaffen. Sie hat neun Register auf einem Manual mit gebrochener Oktave und Pedal mit kurzer Oktave. Sie verfügt über rein mechanische Schleifladen. Die Disposition lautet:Orgel auf www.moerbischlutherisch.at, abgerufen am 28. Juli 2017
Galerie
Manual C– 1. Copula Major 8′ 2. Copula Minor 4′ 3. Principal 4′ 4. Quint 5. Oktav 2′ 6. Mixtur Pedal C– 7. Subbass 16′ 8. Oktav Bass 8′ 9. Principal 4′
Literatur Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Burgenland 1976. Rust, Kath. Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit, S. 262–263.
Weblinks
Röm.-kath. Stadtpfarre Rust
Einzelnachweise
Rust Rust Rust
Rust Kategorie:Bauwerk in Rust (Burgenland)
Rust Kategorie:Barockbauwerk im Burgenland Kategorie:Baudenkmal (Burgenland) Rustamsee Dreifaltigkeit Rust am See