Hermann Kiessner (* 6. August 1905 in Aschaffenburg; † 7. Mai 1995 in Homburg) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Leben Hermann Kiessner nahm zu Beginn der 1920er-Jahre in Frankfurt am Main Schauspielunterricht, den er 1925 abschloss. Verpflichtungen führten ihn zunächst an Theater in Düsseldorf, Mönchengladbach und Oberhausen, ehe er für einige Jahre auf Auslandsgastspielreise nach Süd- und Südwestafrika ging. 1932 kehrte er nach Deutschland zurück und spielte am Meininger Theater. Über Weimar und Danzig kam Kiessner nach Berlin, wo er am Rose-Theater, an der Volksbühne und am Theater unter den Linden, in den 1950er-Jahren auch an der Tribüne und dem Hebbel-Theater auftrat. Weitere Stationen seiner Bühnenlaufbahn waren die Münchner Kammerspiele und das Pfalztheater in Kaiserslautern., abgerufen am 30. September 2016 Mitte der 1970er-Jahre spielte er am Theater des Westens den Baron von Mohrungen in Horst Gnekows Inszenierung von Carl Zuckmayers Drama Des Teufels General an der Seite von Hans-Joachim Kulenkampff als Oberst Harras.Szenenfoto aus Des Teufels General, abgerufen am 30. September 2016

Ab 1953 arbeitete Kiessner auch für Film und Fernsehen. Nach seiner ersten Rolle in der bundesdeutschen Produktion Geliebter Schatten, drehte er einige Streifen für die DEFA und den Deutschen Fernsehfunk, bis er ab Ende der 1950er-Jahre ausschließlich vor westdeutschen Kameras stand, so zum Beispiel in den Dokumentarspielen Der Fall Rohrbach und der Der Fall Jakubowski – Rekonstruktion eines Justizirrtums. Kiessners letzte nachgewiesene Filmarbeit war 1971 eine Episodenrolle in der Serie Drüben bei Lehmanns.

Zwischen 1949 und 1959 wirkte Kiessner auch in einigen Hörspielproduktionen mit.

Filmografie (Auswahl) 1953: Geliebter Schatten 1956: Mich dürstet 1956: Joe Hill, der Mann, der niemals starb 1956: Der Hauptmann von Köln 1957: Der blaue Aktendeckel 1957: Spur in die Nacht 1957: Der Fackelträger 1957: Das tote Tal 1958: Die Bürger von Calais 1959: Ausflug mit Damen 1959: Der Patriot 1960: ...und noch frech dazu! 1961: Adieu, Prinzessin 1963: Der Fall Rohrbach 1963: Krach im Hinterhaus 1964: Der Fall Jakubowski – Rekonstruktion eines Justizirrtums 1966: Die schwarze Hand 1967: Slatin Pascha 1967: Anastasia 1968: Kidnap – Die Entführung des Lindbergh-Babys 1968: Der Fall Wera Sassulitsch 1968: Der Senator 1969: Bischof Ketteler 1969: Der irische Freiheitskampf 1970: Der Musterschüler 1970: Die Unverbesserlichen – ...und die Liebe 1971: Recht oder Unrecht – Der Fall Hetzel 1971: Drüben bei Lehmanns – Die Erbschaft

Hörspiele 1949: Herr Glitsch wird es schaffen – Autor: Helmut Vogt – Regie: Carl Nagel 1949: Der böse Geist des Lumpazivagabundus – Autor: Johann Nestroy – Regie: Werner Wieland 1950: Geheimnisse um P-E-3 – Autor: Konstantin Simonow – Regie: Carl Nagel 1957: Und einer sollte schweigen – Autor: Helmut Schäfer-Rose – Regie: Hans Knötzsch 1958: Der Fall van der Lubbe – Autor: Otto Tausig – Regie: Erich-Alexander Winds 1958: Der Kürassier und sein Sohn – Autor: Theodor von Schübel – Regie: Rudolf Noelte 1959: Die schwarze Schnur – Autor: Rolf H. Czayka – Regie: Werner Grunow

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