mini|hochkant|Katalin Gennburg (2017) Katalin Gennburg (* 5. März 1984 in Weißenfels, DDR) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke). Sie ist seit 2025 Mitglied des Deutschen Bundestags; zuvor war sie von 2016 bis 2025 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin.
Biografie Katalin Gennburg studierte an der Technischen Universität Berlin mit Abschlüssen als Bachelor in Kultur und Technik (2010) und als Master in Historischer Urbanistik (2014). Ihre Masterarbeit schrieb sie über die Bodenprivatisierung nach 1990 in Ostdeutschland und den Bau der Herlitzwerke in Falkensee. Sie hat eine Tochter.
Politischer Werdegang mini|Katalin Gennburg im Abgeordnetenhaus von Berlin (2024)
PDS und Die Linke Anfang der 2000er wurde Gennburg mit 18 Jahren für die PDS als jüngstes Mitglied überhaupt in die Stadtverordnetenversammlung von Falkensee gewählt. Von 2007 bis 2008 war sie Bundessprecherin der Linksjugend solid. Sie war von 2016 bis 2021 Mitglied des Bundesvorstandes der Partei Die Linke. Seit 2023 ist sie stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner Linkspartei.
Abgeordnetenhaus von Berlin Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016 wurde Gennburg im Wahlkreis Treptow-Köpenick 1 direkt gewähltWahlen zum Abgeordnetenhaus 2016, Ergebnisse und 2021 im selben Wahlkreis durch Direktwahl wiedergewählt. Bei der Wiederholungswahl 2023 verteidigte sie ihr Direktmandat. In der Fraktion Die Linke Berlin war Gennburg Sprecherin für Stadtentwicklungspolitik; sie galt als Vertreterin eines radikalen Kurses in ihrer Fraktion.
Deutscher Bundestag Zur Bundestagswahl 2025 bewarb sich Gennburg auf das Direktmandat im Bundestagswahlkreis Berlin-Marzahn – Hellersdorf. Sie zog über die Berliner Landesliste in den 21. Deutschen Bundestag ein und legte infolgedessen ihr Mandat im Berliner Abgeordnetenhaus nieder; für sie rückte Michael Efler nach.
Gennburg ist im 21. Deutschen Bundestag Obfrau im Ausschuss für Tourismus, zusätzlich ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Sie ist außerdem Sprecherin für Bauen, Sprecherin für Stadtentwicklung und Sprecherin für Tourismus der Fraktion Die Linke im Bundestag.
Positionen und Kontroversen Gennburg sieht Hausbesetzungen als legitimes Mittel zum Zweck der Wohnraumbeschaffung an.Linke-Politikerin: Hausbesetzungen sind „legitimes Mittel“. Berliner Morgenpost vom 11. Mai 2018, abgerufen am 11. Mai 2018. Zu einer Kontroverse innerhalb der rot-rot-grünen Koalition kam es, als Gennburg bei einer Sitzung im Abgeordnetenhaus einen Sticker der Linksjugend solid Berlin mit der Aufschrift „Giffey? Nein Danke!“ verwendete.
Im Zuge der Diskussion um die ungewisse Zukunft der Innenstädte und herkömmlicher Warenhäuser als Folge des Online-Handels und der Covid-19-Pandemie tritt Gennburg für die Umnutzung von Einkaufszentren zu „Sorgezentren“ ein, die neben kleinteiligeren Fachgeschäften auch Bedarfe der Nachbarschaftshilfe, öffentlichen Gesundheit, Reparatur und Care-Arbeit abdecken sollen.
Weblinks
Website von Katalin Gennburg Lebenslauf beim Parteivorstand von Die Linke
Einzelnachweise
Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Berlin) Kategorie:Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin Kategorie:Die-Linke-Parteivorstand Kategorie:PDS-Mitglied Kategorie:Bundessprecher der Linksjugend solid Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Kommunalpolitiker (Landkreis Havelland) Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Berlin Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1984 Kategorie:Frau