Volkmar Kuhlee (* 24. Juni 1961 in Spremberg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. In der höchsten Spielklasse des DDR-Fußballs, der Oberliga, spielte er für den FC Vorwärts Frankfurt/Oder.
Sportliche Laufbahn Gemeinschafts-, Club- und Vereinsstationen Kuhlee spielte in seiner Jugend von 1966 bis 1974 bei seinem Heimatverein BSG Fortschritt Spremberg. Danach wechselte er in die Nachwuchsabteilung der BSG Energie Cottbus und blieb dort drei Jahre. 1977 schloss sich Kuhlee dem FC Vorwärts Frankfurt/Oder an, um beim Fußballclub der Armeesportvereinigung Vorwärts von den Junioren den Sprung in den Männerfußball zu schaffen. Vor der Saison 1979/80 rückte das Sturmtalent in das Nachwuchsoberligaaufgebot des FCV auf.
Im Verlauf der Spielzeit 1979/80 debütierte der damals in der Männeroberliga, als er am 1. März 1980 beim Punktspiel gegen den FC Karl-Marx-Stadt in der Startelf stand. Beim 3:1-Sieg schoss er in der 21. Spielminute den Führungstreffer und somit sein erstes Tor im ostdeutschen Oberhaus. Auch an den folgenden zwei Spieltagen stand Kuhlee auf dem Platz. Es blieben die einzigen drei Punktspieleinsätze in seinem Erstligapremierenjahr.
In den nächsten Jahren erhielt er regelmäßig Einsatzzeit, wurde aber häufig nur eingewechselt. 1983 feierte er sein Debüt im UEFA-Pokal, als er im Hinrundenspiel der 1. Runde gegen Nottingham Forest in der 56. Minute für Rainer Pietsch eingewechselt wurde. In der Oberligasaison 1984/85 kam Kuhlee auf beachtliche 24 Einsätze (davon 23 in der Startelf) und erzielte dabei 13 Treffer. Beim 7:0-Kantersieg gegen die BSG Motor Suhl schoss er vier Tore. Seit der Saison galt er als Stammspieler, der auch immer wieder Torgefahr entwickelte. Nach dem Oberligaabstieg in der Saison 1987/88, in die der 1,79 Meter große Offensivkraft als Oberfeldwebel der NVA ging, in die zweitklassige Liga spielte Kuhlee weiterhin für den FC Vorwärts. Nach zwei Spielzeiten mit 57 Einsätzen und zwölf Toren gelang ihm und den Armeefußballern in der Wendesaison 1989/90 der Wiederaufstieg, zu dem er sechs Punktspieltreffer beitrug. In letzten eigenständigen Saison des ostdeutschen Erstligafußballs gelangen ihm in 17 Spielen zwei Tor. Der inzwischen in FC Victoria '91 Frankfurt/Oder umbenannte Club, der dann auch ohne Förderung der in der Bundeswehr aufgehenden ostdeutschen Streitkräfte auskommen musste, konnte den gesamtdeutschen Profifußball als Tabellenletzter der DDR- beziehungsweise dann NOFV-Oberliga 1990/91 nicht erreichen.
Im Sommer 1991 wechselte er zu Energie Cottbus, das in der drittklassigen Amateur-Oberliga im NOFV-Bereich spielte. Dort absolvierte Kuhlee 36 Partien und schoss 18 Tore. Bis zur Saison 1994/95 zählte er zur Stammkraft, allerdings ließ seine Trefferquote stetig nach, sodass er 1995 seine Profikarriere beendete und war zwischen 1995 und 1997 für den unterklassigen SSV Spremberg 1862 als Spielertrainer aktiv.
Auswahleinsätze Seine Leistungen im Vorwärts-Nachwuchs machten auch die Auswahlverantwortlichen des DFV auf den Angreifer aufmerksam. In der DDR-U-18 absolvierte er 1979 fünf Länderspiele, darunter zwei bei einem Juniorenturnier in der Sowjetunion, wo die Ostdeutschen auch auf die bundesdeutschen Altersgenossen trafen.
Literatur Hanns Leske: Die DDR-Oberligaspieler. Ein Lexikon. AGON Sportverlag, Kassel 2014, ISBN 978-3-89784-392-9, Seite 266.
Weblinks
Spielerprofil bei fcenergie-museum.de
Kategorie:Fußballspieler (DDR) Kategorie:Fußballspieler (1. FC Frankfurt) Kategorie:Fußballspieler (Energie Cottbus) Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1961 Kategorie:Mann