miniatur|Michael Efler (2025) Michael Efler (* 3. Januar 1970 in Bassum, Landkreis Diepholz) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Er war von 2016 bis 2021 und ist seit 2025 erneut Abgeordneter im Abgeordnetenhaus von Berlin.
Leben Ausbildung Effler wurde in Bassum (Landkreis Diepholz), in der Nähe von Bremen, geboren und wuchs dort auf. Nach dem Realschulabschluss 1986 absolvierte Michael Efler eine Ausbildung von 1986 bis 1991 zum Verwaltungsfachangestellten. Nach seinem Zivildienst beim Öko-Institut in Darmstadt studierte er von 1992 bis 1996 an der Hamburger Hochschule für Wirtschaft und Politik Volkswirtschaft und Sozialökonomie. Efler promovierte an der Universität Hamburg 2005 mit einer Arbeit über internationale Investitionsverträge (Titel: „Internationale Investitionsverträge – Bestandsaufnahme und Reformansätze“).
Politisches Engagement mini|Effler (2022) Efler gehörte von 1993 bis 1999 Bündnis 90/Die Grünen an und war seit 1997 für den Verein Mehr Demokratie tätig, zuerst im Landesverband Hamburg, ab 2001 in Berlin. In Hamburg war er an der Organisation eines Volksentscheids zur Senkung der Hürden für Volksentscheide beteiligt. Von 2009 bis 2016 war Efler Bundesvorstandssprecher von Mehr Demokratie.
Aus Protest gegen die Zustimmung zu Kriegseinsätzen verließ er Bündnis 90/Die Grünen und trat 2005 in die Partei Die Linke ein. Von 2009 bis 2016 bekleidete er bei Mehr Demokratie das Amt des Bundesvorstandssprechers. Er engagierte sich unter anderem auch bei Einführung der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) im zweiten EU-Konvent („Verfassungskonvent“, 2002/2003), beim Berliner Energietisch, bei „Stop TTIP“-Protesten und gleichnamiger EBI, die nach ihrer Nichtgenehmigung durch die EU-Kommission zu einer „selbstorganisierten EBI“ wurde.
Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin mini|Efler gemeinsam mit den anderen Direktkandidierenden der Linken von Friedrichshain-Kreuzberg für die Abgeordnetenhauswahl 2026 Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016 nominierte ihn die Linke für den 20. Platz der Landesliste, jedoch für einen Wahlkreis. Efler zog über die Landesliste in das Abgeordnetenhaus ein.Wahlen zum Abgeordnetenhaus 2016, Ergebnisse, auf wahlen-berlin.de In der Legislatur 2016–2021 war Efler Sprecher für Energie- und Klimapolitik, demokratiepolitischer Sprecher und Sprecher für Tierschutz seiner Fraktion.
Für die Abgeordnetenhauswahl 2021 nominierte ihn seine Partei für den 26. Platz der Landesliste, bei der Wahl verfehlte er den Einzug jedoch. Auch bei der Wiederholungswahl 2023, bei der die gleiche Listenaufstelltung galt, verfehlte Efler den Einzug ins Abgeordnetenhaus. Am 9. Mai 2025 rückte er für Katalin Gennburg erneut ins Abgeordnetenhaus nachDanke Katalin und Ferat! Willkommen Franziska und Michael! , die Linke Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, 28. Februar 2025 und fungierte dort als Sprecher für Klimaschutz und Stadtentwicklung seiner Fraktion. Während der Zeit außerhalb des Parlaments war Efler Co-Geschäftsführer des Vereins Bürgerbegehren Klimaschutz (heute: Gesellschaft für Klima und Energie). Mit dem Nachrücken ins Abgeordnetenhaus gab er die Tätigkeit wieder auf.
Für die Abgeordnetenhauswahl 2026 nominierte der Bezirksverband Friedrichshain-Kreuzberg Efler für den Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 2 sowie für den vierten Platz der Bezirksliste, mit der die Linke erstmals antrat. Efler gewann mit 37,1 % der Erststimmen den Wahlkreis – der als Hochburg der Grünen galt und seit mindestens 1995 von diesen stets gewonnen worden war – und zog damit erneut ins Abgeordnetenhaus ein.
Privat Efler lebt seit 2001 mit seiner Lebensgefährtin und gemeinsamem Kind in Berlin.
Weblinks
Website von Michael Efler Michael Efler auf abgeordnetenwatch.de Michael Efler auf theeuropean.de
Einzelnachweise
Kategorie:Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Kategorie:Die-Linke-Mitglied Kategorie:Absolvent der Universität Hamburg Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1970 Kategorie:Mann