Die Basket League Saison 2016/17, aus Gründen des Sponsorings offiziell STOIXIMAN.GR Basket League, war die 77. Austragung der griechischen Meisterschaft im Basketball. Die reguläre Saison begann am 8. Oktober 2016 und endete am 13. April 2017. In den folgenden Playoffs erspielte sich Panathinaikos am 11. Juni 2017 die griechische Meisterschaft.
Teilnehmende Teams
Zur Saison 2016/17 nehmen folgende Teams teil: Name Stadt Trainer Spielstätte Plätze Meisterschaften Apollon Patras CARNA Patras Kostas Mexas, Thanasis Skourtopoulos Klisto tis Perivolas 3.500 - Aris Saloniki Thessaloniki Dimitris Priftis Alexandreio Melathron 5.138 10 Kolossos H-HOTELS Rhodos Aris Lykogiannis Klisto Gymnastirio Rhodou 1.500 - Olympiakos Piräus Piräus Giannis Sfairopoulos Stadion des Friedens und der Freundschaft 14.776 12 PAOK Saloniki Thessaloniki Soulis Markopoulos PAOK Sports Arena 8.500 2 Rethymno CRETAN KINGS Rethymno Antonis Constantinides, Nikos Vetoulas Klisto Rethymnou 2.100 - Panathinaikos SUPERFOODS Athen Argiris Pedoulakis, Xavi Pascual Nikos Galis Arena 18.900 34 Trikala BC ARIES Trikala Giannis Kastritis Klisto Trikalon 2.000 - AEK Athen Athen Jurij Zdovc, Sotiris Manolopoulos Nikos Galis Arena 18.900 8 Koroivos Amaliada Dinos Kalabakas Klisto Gymnastirio Amaliadas2.500 - Lavrio – DHI Lavrio Christos Serelis Klisto Gymnastirio Laurotikis1.700 - Kymi SEAJETS Kymi Vasilis Bratsiakos Tasos Kabouris Kanithou Indoor Hall 1.620 - Promitheas Patras Patras Nikos Vetoulas, Vangelis Angelou Dimitris Tofalos Arena4.200 - Doxa Lefkadas Lefkada Charis Markopoulos, Fotis Takianos Klisto Lefkadas 1.200 - = Teilnehmer der Euroleague = Teilnehmer der Champions League
Sommerpause Zur Sommerpause hatte der eigentliche Aufstiegsberechtigte AO Faros Keratsiniou verkünden lassen, nicht am Wettbewerb der Basket League teilnehmen zu wollen. Laut internen Vereinsangaben empfand der Vorstand seinen Kader als nicht ausreichend konkurrenzfähig, verzichtete deswegen auf die Teilnahme am erstklassigen Wettbewerb. Die Teilnahmeberechtigung des Faros Keratsiniou ging somit auf den Promitheas Patras über, der seine Saison auf dem dritten Rang der A2 Ethniki beendet hatte und dem erstplatzierten GS Kymis ins Oberhaus folgte.Offizielle Ankündigung des Promitheas (griechisch) Nachdem dann der Basketballklub Kifisia keine Lizenz für die aktuelle Saison beantragen konnte und sich aufgrund finanzieller Schwierigkeiten aus der ersten Liga zurückgezogen hatte,Kifisias Abstieg offiziell (griechisch) bewarben sich gleich mehrere Vereine um den frei gewordenen Startplatz, der per Wildcard an den Verein Doxa Lefkadas übertragen wurde.ESAKE bestätigt den Aufstieg Lefkadas (griechisch) Der auf Lefkada beheimatete Verein hatte seine letztjährige Saison auf dem sechsten Rang der zweiten Liga beenden können.
Der Wettanbieter Stoiximan.gr wurde zum neuen Namenssponsor der Liga. Das Unternehmen einigte sich mit dem ausführenden Verband ESAKE auf eine Zusammenarbeit über die nächsten zwei Spielzeiten. Somit präsentiert sich die Liga fortan mit der Bezeichnung STOIXIMAN.GR Basket League.
Die OAKA Olympic Indoor Hall, eine Mehrzweckhalle im Olympia-Sportkomplex Spyros Louis, unter anderem Spielstätte der Basketballvereine des Panathinaikos und des AEK, wurde am 14. Juni 2016, in Nikos Galis Arena umbenannt. Damit ehrte das Sportministerium die Basketballnationalmannschaft von 1987, im Namen ihres Starspielers Nikos Galis, die vor 29 Jahren, am 14. Juni 1987, mit einem Sieg über die damalige sowjetische Nationalmannschaft, den Titel des Europameisters sich sicherte.
Zu dieser Saison hatte die FIBA den Wettbewerb der Basketball Champions League installiert, der in direkter Konkurrenz zur von der ULEB ausgetragenen Euroleague steht. Um ihren eigenen Spielbetrieb aufrechtzuerhalten und ein mögliches abwerben der teilnehmenden Vereine durch die FIBA zu unterbinden, gestaltete die ULEB ihren Wettbewerb um. Statt wie bisher 24 Vereine nahmen fortan 16 Teams am Wettbewerb teil, die in nur noch einer statt zwei Gruppen gegeneinander antraten. Von diesen 16 Teams wurden 11 Vereine mit einer A-Lizenz ausgestattet, die ein dauerhaftes Startrecht in der Euroleague genießen, unabhängig von ihrer eigentlichen Platzierung im heimischen Wettbewerb. Diese Teams hatten sich allerdings verpflichtet, für die kommenden zehn Jahre ausschließlich in der Euroleague anzutreten. Auf griechischer Seite gehören zu den A-Lizenz Teilnehmer die Mannschaften Olympiakos und Panathinaikos. In der Champions League traten zu dieser Saison die Vereine PAOK und Aris an. Die finanziell attraktivere und stärker aufgestellte Euroleague, ermöglicht dem Gewinner ihres Zweitwettbewerbs, dem Eurocup, ein Startrecht für die Euroleague. Für den Eurocup, der seit dieser Saison durch den griechischen Lebensmittelhersteller 7DAYS gesponsert wird und offiziell dessen Namen trägt, hatte sich der AEK gemeldet. Allerdings übte die FIBA massiven Druck auf den griechischen Basketballverband aus und drohte diesem mit dem Ausschluss der Nationalmannschaft aus kommenden internationalen Wettbewerben, insofern diese es erlaube, dass griechische Mannschaften am Eurocup teilnehmen. Daraufhin verweigerte der Basketballverband den Neuzugängen des AEK eine Spielberechtigung für die Basket League, welche bei Aufrechterhaltung zum Zwangsabstieg des AEK geführt hätte.FIBA blockt den AEK (griechisch) Dieser beugte sich letztendlich dem Druck und zog seine Teilnahme vom Eurocup zurück und meldete sich nachträglich zum Wettbewerb der Champions League.AEK in die Champions League (griechisch) Diese Praxis wandte die FIBA auch auf andere Verbände aus, so dass mehrere Vereine ihre Teilnahme am Eurocup zurückgezogen hatten, die daraufhin ihr eigentliches Teilnehmerfeld von 24 auf 20 Mannschaften reduzieren mussten.
Mit Michalis Kakiouzis und Dimitris Diamantidis hatten diesen Sommer zwei Legenden des griechischen Basketballs ihre aktiven Karrieren für beendet erklärt. Zusammen gehörten beide dem Kader des Europameisters von 2005 an. Während Kakiouzis seine Karriere danach vorwiegend im Ausland fortsetzte, spielte Diamantidis über ein Jahrzehnt lang für den Panathinaikos. Vor allem für den Athener Verein bedeutete dies, den Beginn einer neuen Zeitära. Diese begann zunächst mit der Umbenennung des Vereins, der in Panathinaikos SUPERFOODS umbenannt wurde, nachdem der Vorstand des Basketballvereins, Anfang August 2016, die Zusammenarbeit mit dem neuen Hauptsponsor, der griechischen Firma Superfoods bekanntgab.Bekanntgabe der Zusammenarbeit und der Umbenennung des Vereins (griechisch)Offiziell: Panathinaikos Superfoods (griechisch) Eine weitere Umbenennung vermeldete der GS Lavrio, der fortan unter dem Namen Lavrio – DHI spielen sollte.Lavrio DHI namensgebender Sponsor Ärztevereinigung DHI (griechisch)
Management Erwähnenswerte Änderungen zur Sommerpause: Kostas Flevarakis hatte in diesem Sommer sein Traineramt beim Basketballklub Trikala niedergelegt um den abgewanderten Thanasis Skourtopoulos bei den Rethymno Cretan Kings zu ersetzen. Nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt ließen die Cretan Kings vermelden, sich im gegenseitigen Einvernehmen, von ihrem neuen Trainer wieder getrennt zu haben. Grund hierfür sollen Unstimmigkeiten in der Kaderplanung gewesen sein. Mit Antonis Constantinides konnte wenige Tage später der neue Trainer präsentiert werden. Der Zypriote hatte erst wenige Wochen zuvor das Traineramt der albanischen Nationalmannschaft übernommen und in der Vergangenheit bereits Klubs auf Zypern, in Rumänien sowie im Kosovo trainiert. Neuer Trainer in Trikala wurde Giannis Kastritis. Am 30. Januar 2017 wurde Constantinides von Rethymno jedoch wieder freigestellt.Ende für Constantinides (griechisch) Ilias Papatheodorou hatte in den vergangenen neun Jahre den Basketballklub Kifisia trainiert. Diesen hatte er aus den Regionalligen bis in die erste Liga führen können. In dreijähriger Erstligazugehörigkeit dann den Klub zweimal bis in die Playoffs um die griechische Meisterschaft gecoacht. Ab 2013 trainierte er zudem die Juniorenauswahl der griechischen Nationalmannschaft, mit der er 2015 U-18 Europameister wurde. Zu dieser Saison hatte der Erfolgscoach seinen Wechsel ins Ausland bekannt gegeben und beim BK Astana angeheuert, die er im Wettbewerb um die kasachische Meisterschaft und in der VTB United League zu vertreten hatte.Papatheodorou zu Astana (griechisch) In der überregionalen VTB Liga traf Papatheodorou unter anderem auf den von Dimitris Itoudis trainierten PBK ZSKA Moskau, sowie auf Lokomotive Kuban, die von Fotis Katsikaris geleitet wurden. Katsikaris, griechischer Nationaltrainer des A-Kaders, hatte ebenfalls zu dieser Saison gewechselt. Sein neues Amt hatte er von Giorgos Bartzokas übernommen der zuvor zum FC Barcelona gewechselt war. Mitte November wurde Katsikaris allerdings von Kuban freigestellt und so übernahm er im Januar 2017 den Klub UCAM Murcia.
Spieler-Personalien Erwähnenswerte Änderungen zur Sommerpause: Vasilis Spanoulis Vertragsverhandlungen, standen ganz oben auf der Agenda des Olympiakos. Der Kapitän der „Rot Weissen“ hatte zuvor noch seinen Wunsch geäußert, erst nach Beendigung der vergangenen Saison in Vertragsverhandlungen treten zu wollen, die dann zügig abgeschlossen werden konnten. Der Guard hatte einen neuen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben.Spanoulis, Olympiakos zusammen bis 2018 (englisch) Im Wesentlichen hatte Olympiakos den Kern seiner Meistermannschaft zusammengehalten und in der Breite mit Erick Green, Paris Maragkos und Khem Birch noch einmal verstärkt. Den Verein dafür verlassen hatten unter anderem Othello Hunter, der nach Beendigung seines Vertrages in Piräus zu Real Madrid gewechselt war und Vasilis Kavvadas, der sich mit dem Vorstand des Vereins auf eine Vertragsauflösung geeinigt hatte, um zum Ligakonkurrenten Aris wechseln zu können. Viktor Sanikidze, war neben Kavvadas, eine weitere der Neuverpflichtung des Aris. Der georgische Nationalspieler hatte den abwanderungswilligen Okaro White zu ersetzen, der den Championsleague Teilnehmer letztendlich verlassen hatte um sein Glück in der NBA zu suchen. In Testspielen hatte Sanikidze ausreichend positive Akzente setzen können, um eine der Führungsrollen beim griechischen Erstligisten zu übernehmen. Allerdings verletzte sich der Georgier am ersten Spieltag bei seinem Debüt in der Liga gegen Trikala so schwer, dass er drohte, für die ganze Saison auszufallen.Sorgen es handle sich um eine schwerwiegende Verletzung bei Sanikidze (griechisch) So hatte Aris im Eilverfahren Tadija Dragićević nachverpflichtet der ab dem zweiten Spieltag den verletzten Forward zu ersetzen hatte. Der Serbe hatte einen Kontrakt bis zum Ende der Saison unterschrieben. Ioannis Bourousis Agent hatte in diesem Sommer gleich mehrere Vertragsangebote für seinen Klienten zu prüfen. Der MVP der abgelaufenen Saison 2015/16 der Liga ACB, hatte sich gegen einen weiteren Verbleib in Spanien entschieden und kehrte zurück in die Basket League, die er einst 2011 verlassen hatte. Dabei hatte er ein weiteres Mal Angebote aus der NBA abgelehnt und einen Zweijahres Kontrakt bei Panathinaikos unterschrieben. Zudem verpflichtete der griechische Vizemeister auch Bourousis Mannschaftskollegen Mike James von Laboral Kutxa, der seine Saison 2014/15 noch beim Kolossos auf Rhodos begonnen hatte, bevor er diesen einige Monate später für die Liga ACB verlassen hatte und nun ebenfalls in die Basket League zurückgekehrt war.Die Freude des Mike James wegen Bourousis (griechisch) Zu den weiteren Verpflichtungen des Panathinaikos zählten unter anderem Demetris Nichols und K. C. Rivers. Hierfür wechselten Georgios Papagiannis, Elliot Williams und Vince Hunter in die NBA.Vince Hunter zu den Grizzlies (griechisch)