Swaljawa (ukrainisch und russisch ; ungarisch Szolyva, Slowakisch Svaľava, Tschechisch Svalava oder Svaljava, deutsch Schwal[l]bach, Jiddisch Swaljawy, Swaliwe, Swaljawe, Swaljiwe, rumänisch Svalova) ist eine Stadt mit 17.000 Einwohnern in der westukrainischen Oblast Transkarpatien (ukrainisch Закарпатська область). Die ehemalige Hauptstadt des Rajons Swaljawa liegt im Tal des Flusses Latoryzja am Zusammenfluss mit dem Flüsschen Swaljawka (Свалявка). mini|links|Panoramablick auf den Ort
Verkehr Durch das Tal führt die Hauptstraßenverbindung von Transkarpatien über die Karpaten nach Lemberg. Swaljawa liegt an der Eisenbahnstrecke von Mukatschewo nach Stryj/Lemberg, diese wurde 1887 eröffnet.
Geschichte Der Ort wurde 1263 zum ersten Mal schriftlich als Zoloa erwähnt und wurde durch vom ungarischen König ins Königreich Ungarn geholte deutsche Siedler als Schwalbach erweitert und ausgebaut. Der Ort liegt in der Karpatenukraine und teilt die Geschichte dieser historischen Region, bis 1918 gehörte Swaljawa zum Komitat Bereg. Seit 1920 gehörte die Stadt zur Tschechoslowakischen Republik; 1939 wurde sie von Ungarn und 1944 von der Sowjetunion besetzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam die Gemeinde zur Sowjetunion und erhielt am 30. Mai 1947 den Status einer Siedlung städtischen Typs,Указ ПВР УРСР від 30.5.1947 "Про віднесення сіл Великий Березний, Великий Бичків, Волове, Іршава, Королеве, Перечин, Рахів, Свалява, Солотвина, Тячів, Чоп і Ясиня, Закарпатської області до категорії селищ міського типу" im Ort wurde auch ein Arbeitslager („malenkij robot“) für ethnische Ungarn und Deutsche aus der Karpatenukraine und Galizien eingerichtet. 1957 wurden Swaljawa schließlich die Stadtrechte verliehen. Im Ort gibt es ein deutsches Kulturzentrum.
Verwaltungsgliederung Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neu gegründeten Stadtgemeinde Swaljawa (Свалявська міська громада/Swaljawska miska hromada), zu dieser zählen auch die 9 untenstehend erwähnten DörferРозпорядження Кабінету Міністрів України від 12 червня 2020 року № 712-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Закарпатської області", bis dahin bildete sie zusammen mit dem Dorf Dratschyno die Stadtratsgemeinde Swaljawa (Свалявська міська рада/Swaljawska miska rada) im Südwesten des Rajons Swaljawa.
Am 17. Juli 2020 kam es im Zuge einer großen Rajonsreform zum Anschluss des Rajonsgebietes an den Rajon MukatschewoВерховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX Про утворення та ліквідацію районів.
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Swaljawa ein Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch slowakisch ungarisch deutsch Dratschyno Драчино Драчины (Dratschiny) Dračiny, Dračina Újtövisfalva Dorndorf Dussyno Дусино Дусина Dusina Zajgó, Duszina
Lopuschanka Лопушанка Лопушанка Brustov, Brusturová Lombos, Brusztópatak
Mala Martynka Мала Мартинка Малая Мартынка (Malaja Martynka) Malá Martinka, Martinka Mártonka, Kismartinka
Plawja Плав'я Плавья Plavja Zsilip, Plávja
Rossosch Росош Россошь Rozsoše, Rosoš Kopár, Roszos
Strojne Стройне Стройное (Stroinoje) Strojno, Strijno Malmos, Sztrojna
Tschernyk Черник Черник (Tschernik) Černík Csernektelep, Csernik
Tybawa Тибава Тибава (Tibawa) Tybava, Tibava Havasalja, Nagytibava
Söhne und Töchter der Stadt Eva Neumann (* 1929), ungarisch-britische Holocaustüberlebende Jewhen Stankowytsch (* 1942), ukrainischer Komponist
Siehe auch Geschichte der Karpatenukraine
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Transkarpatien Kategorie:Rajon Mukatschewo Kategorie:Ersterwähnung 1263