Kathy Kreiner (verheiratete Kreiner-Phillips; * 4. Mai 1957 in Timmins, Ontario) ist eine ehemalige kanadische Skirennläuferin.

Biografie Ihre ersten Weltcuppunkte gewann Kreiner bereits im Alter von 14 Jahren mit Startnummer 37 als Sechste bei der Weltcup-Abfahrt am 18. Januar 1972 in Grindelwald. Aufgrund dieses Erfolges wurde sie für die Olympischen Winterspiele 1972 in Sapporo nominiert. Dort erreichte sie als bestes Ergebnis Rang 14 im Slalom.

In den darauffolgenden Jahren zählte Kreiner zu den besten Riesenslalomläuferinnen im Weltcup. Ihren ersten Podestplatz erreichte sie am 7. März 1973 in Anchorage, ihr erster und einziger Sieg folgte am 6. Januar 1974 in Pfronten.

Den größten Erfolg ihrer Karriere feierte sie bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck. Nach einer bisher enttäuschenden Saison, bei der ihre beste Platzierung ein 9. Platz im Riesenslalom war, wurde sie Olympiasiegerin vor Rosi Mittermaier und Danièle Debernard. Dieser Olympiasieg zählte zugleich als Weltmeistertitel, da bis 1980 die Olympischen Winterspiele auch als Weltmeisterschaften fungierten. Kreiner war vom Sieg so überrascht, dass sie sich für die Siegerehrung eine Uniform ausleihen musste, hatte sie ihr eigenes Gepäck doch bereits nach Kanada zurückgeschickt.

Bei den Weltmeisterschaften 1978 gelang es Kreiner nicht, ihren Titel im Riesenslalom zu verteidigen, sie belegte nur einen enttäuschenden 21. Platz. In der Kombination verpasste sie als Vierte nur knapp eine Medaille, auf die drittplatzierte Fabienne Serrat fehlten ihr nur knapp 20 Punkte.

Auch bei den Olympischen Winterspielen 1980 konnte Kreiner nicht an den Erfolg von Innsbruck anknüpfen. Mit den Rängen 5 und 9 in Abfahrt und Riesenslalom hatte sie vor dem abschließenden Slalom noch gute Chancen auf eine Weltmeisterschaftsmedaille in der Kombination. Mit Rang 15 im Slalom fiel sie aber noch auf den vierten Platz zurück, auf die Bronzemedaillengewinnerin Ingrid Eberle fehlten ihr nur etwas mehr als 17 Punkte.

Im Frühjahr 1981 beendete Kreiner schließlich ihre Karriere.

Kreiner wurde sowohl in die Hall of Fame des kanadischen Sports und die Canadian Olympic Hall of Fame als auch in die U.S. Ski Hall of Fame aufgenommen.

Privates Die Skirennläuferin Laurie Kreiner ist ihre Schwester.

Erfolge Olympische Spiele Sapporo 1972: 14. Slalom, 33. Abfahrt Innsbruck 1976: 1. Riesenslalom, 19. Abfahrt, DNF Slalom Lake Placid 1980: 5. Abfahrt, 9. Riesenslalom, 15. Slalom

Weltmeisterschaften Sapporo 1972: 14. Slalom, 33. Abfahrt St. Moritz 1974: 7. Abfahrt, 15. Slalom, DNF Riesenslalom Innsbruck 1976: 1. Riesenslalom, 19. Abfahrt, DNF Slalom Garmisch-Partenkirchen 1978: 4. Kombination, 12. Abfahrt, 17. Slalom, 21. Riesenslalom Lake Placid 1980: 4. Kombination, 5. Abfahrt, 9. Riesenslalom, 15. Slalom

Podestplätze im Weltcup 8 Podestplätze, davon ein Sieg DatumOrtLandDiszipolin6. Januar 1974PfrontenBundesrepublik DeutschlandRiesenslalom

Sonstiges Kreiner errang zwölf kanadische Meistertitel (Abfahrt 1975 und 1978; Riesenslalom 1974, 1976, 1977 und 1978; Slalom 1975, 1977 und 1979; Kombination 1974, 1976 und 1978).

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Einzelnachweise

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