Die Liste der Denkmale und Gedenkstätten in Stralsund weist eine Aufstellung der Denkmale und Gedenkstätten der Stadt Stralsund auf (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).
Denkmäler
Bild Beschreibung und Hintergründe Standort Künstler Datum der Aufstellung oder Einweihung 80px Ernst-Moritz-Arndt-BüsteErnst-Moritz-Arndt besuchte das Gymnasium Stralsund im ehemaligen Katharinenkloster Stralsund. Katharinenkloster (Deutsches Meeresmuseum, Innenhof), Mönchstraße 80px Gedenktafel Bombenangriff auf Stralsund am 6. Oktober 1944 Inschrift: „Die Bürger der Stadt Stralsund gedenken der mehr als 800 Opfer des Luftangriffes vom 6. Oktober 1944. Den Toten zur Ehre, den Lebenden zur Mahnung!“ bis zur Bebauung des Quartiers Privathaus des Juweliers Stabenow, Hauswand Badenstraße 1 zur Ossenreyerstraße ? 80px mehr Bilder Hermann-Burmeister-GedenkstätteZu Ehren des aus Stralsund stammenden Hermann Burmeister richtete das Deutsche Meeresmuseum diese Gedenkstätte ein. Hier finden sich Informationen rund um Burmeister sowie weitere aus Stralsund stammende Wissenschaftler. Sein eigentliches Geburtshaus existiert nicht mehr. Mönchstraße 45 ? ? 80px Gustav-Adolf-BüsteDie Büste zu Ehren des schwedischen Königs Gustav II. Adolf im Rathausdurchgang ist ein Geschenk des Königreichs Schweden anlässlich des 300. Jahrestages des Besuchs des Königs in Stralsund. Sie ist ein Abguss eines Originals des 17. Jahrhunderts. Rathaus Stralsund, Durchgang, Alter Markt (aufgestellt am 16. November 1932) 80pxmehr Bilder JudensteleDie Stele erinnert seit 1988 an die Geschichte der Juden in Stralsund und die nahezu vollständige Vernichtung der jüdischen Gemeinde Stralsunds durch die Nationalsozialisten. Die Inschriften auf der Stele lauten:“Ich gebe ihnen in meinem Haus und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen: Einen ewigen Namen der nicht ausgetilgt wird. Jesaja 56,5”, (hebräischer Text Jesaja 56,5) und “Zum Gedenken an die jüdische Gemeinde und ihre Synagoge, in der sie von 1787 bis 1938 versammelt war.”. Die Hinweistafel bei der Stele trägt die Inschrift: “Die Stele zum Gedenken an die jüdischen Opfer des faschistischen Pogroms vom 9. November 1938 wurde am 1. November 1988 am Apollonienmarkt eingeweiht. Im November 1991 beschmierten Unbekannte die Stele mit faschistischen Losungen und Zeichen. Der Sandstein ließ eine Reinigung nicht zu. Nach einer Einlagerungszeit wurde dieser Standort für die Stele gewählt. Aufgestellt zum Gedenken fordert sie in ihrem jetzigen Zustand auch zur Mahnung auf, alles zu tun, damit nie wieder Faschismus und Völkerhaß jüdische Menschenleben fordert.” Johanniskloster, Innenhof, SchillstraßeSie war 1988 am Apollonienmarkt / Ecke Judenstraße errichtet worden. Nachdem es nach 1990 immer wieder zu Schmierereien an der Stele gekommen war, wurde sie umgesetzt. ? (1992) 80pxmehr Bilder StolpersteineDie ersten Stolpersteine in Stralsund wurden im Jahr 2006, verlegt, im Jahr 2023 waren es insgesamt 74. (siehe Liste der Stolpersteine in Stralsund) ? 80px Karl-XII.-GedenkplatteDer schwedische König Karl XII. nahm bei der Verteidigung Stralsunds 1715 gegen preußische, sächsische und dänische Truppen Station in Stralsund. Daran erinnert eine aus schwedischem Kalkstein gefertigte Tafel mit der schwedischen Inschrift „SVERIGES KONVNG CARL DEN XII HADE HÄR SIT WANLIGA NATLÄGA DÅ STRALSUND BELAGRADES AF 3 KNVNGAR FRÅN DEN 19 OKTOB: TIL DEN 22 DEZEMB: 1715“ (dt.: „Schwedens König Karl XII. hatte hier sein gewöhnliches Nachtlager, als Stralsund von drei Königen belagert wurde vom 1. Oktober bis zum 22. Dezember 1715.“). FrankenkronwerkDie Platte wurde zuerst in der Nische des Frankentores befestigt. Nachdem das Tor abgebrochen wurde setzte man die Platte in das Rathaus Stralsund um; 1892 wurde sie an ihren heutigen Platz am Frankenkronwerk umgesetzt. ? ? 80pxmehr Bilder Krieger-Ehrenmal für die Gefallenen Gemeindemitglieder der Nikolai-GemeindeKrieger-Ehrenmal zum Gedächtnis an im Krieg gefallene Gemeindemitglieder. Gedächtniskapelle in der Nikolaikirche Hans Schwegerle 1931 80px Kriegerdenkmal des Ersten WeltkriegesDas 2,50 Meter große Denkmal zur Erinnerung an die deutschen Gefallenen des Ersten Weltkrieges zeigt zwei Männer (Vater und Sohn), von denen einer ein Schwert hält. Es stand ursprünglich am damaligen Hindenburg-Ufer (heute: Sundpromenade) auf einem hohen steinernen Sockel mit der Aufschrift „1914 – 1918 Ihr seid nicht umsonst gefallen“. Die Plastik war als Auftragswerk entstanden. Bei der Vorstellung des Entwurfs stieß die Statue bei ihren Auftraggebern und den Stadtvätern Stralsunds allerdings auf wenig Begeisterung. Dem Kreisleiter der NSDAP fehlte an der Figurengruppe "das heroische Erlebnis des Krieges". Die Kriegervereine jedoch befürworteten das Denkmal in seiner Form. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erließ die Landesregierung den Auftrag, alle Denkmale mit militaristischem Charakter aufzuschlüsseln und zu entfernen. Trotz der eindeutigen Sockelinschrift setzten sich viele Stralsunder für den Verbleib der Plastik ein. Am 2. Dezember 1946 wurde die Beseitigung der Skulptur durch die Schweriner Regierung angewiesen - zu diesem Zeitpunkt hatte das Stralsunder Bauamt die Skulptur bereits ein halbes Jahr eingelagert. Sie stand fortan in einem Bretterverschlag auf dem Gelände des VEB Tiefbau Stralsund. Nach der Wende in der damaligen DDR wurde die Kolbe-Plastik auf den Hof des Katharinenklosters gebracht; eine Aufnahme in die Bestände des Kulturhistorischen Museums erwies sich wegen der Schwere der Plastik als nicht durchführbar. Mitte der 1990er Jahre wurde die Plastik nach einer Ausstellung in der Güstrower Barlach-Gedenkstätte restauriert. Marinemuseum Dänholm 80px Kriegerdenkmal in DevinDas 1921 im Park Devin errichtete Denkmal in Form eines Findlings mit Inschrift zum Gedenken an 45 Kriegstote des Ersten Weltkrieges aus dem Devin wurde im Jahr 2003 wieder errichtet. Es zeigt die Inschrift „Unseren tapferen Kriegern / 1914–18 / Krieger-Verein / Devin u. Umgegend“ und war mit 45, die Namen der Toten tragenden kleineren Feldsteinen eingefasst. Der Gedenkstein wurde in den 1970er-Jahren entfernt und im Jahr 2003 wieder aufgestellt. Park Devin 80px mehr Bilder PietàDie Pietà ist eine vergrößerte Kopie der “Pietà” Ernst Barlachs. Sie erinnert an die Menschen, die den Kriegen zum Opfer fielen. Auf dem Sockel steht auf der Vorderseite (in Majuskeln): „Ich gebe wieder das was ist / Das Wirkliche und Wahrhaftige / Ernst Barlach“. Auf der Rückseite des Sockels steht (in Majuskeln): „Pieta. Entwurf und Modell von Ernst Barlach 1932 abgelehnt / Ausführung von Hans-Peter Jaeger 1987/88“ Johanniskloster, Ruine des Kirchenschiffs, Schillstraße 80pxmehr Bilder Ehrenmal für gefallene SowjetsoldatenDas sowjetische Ehrenmal wurde Ende der 1960er Jahre umgestaltet. Am 7. November 1967 wurde es eingeweiht. Es zeigt einen sowjetischen Offizier und einen Arbeiter. Neuer Markt, vor dem Nordportal der Marienkirche 80px Gedenkstätte für die Opfer der beiden Weltkriege Marienkirche, Chorumgang, Neuer Markt ? 80pxmehr Bilder Zentrale Gedenkstätte der KriegsopferHier wurden zunächst in einer von der NSDAP befohlenen Großveranstaltung die vorwiegend zivilen Opfer des Bombenangriffs auf Stralsund am 6. Oktober 1944 beigesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen weitere Opfer des Krieges hinzu, sowohl Deutsche als auch ausländische Opfer. Hier findet alljährlich die zentrale Trauerfeier der Stadt Stralsund am Volkstrauertag statt. Zentralfriedhof ? ? 80px Fliegergedenkstein Hans-Ernst MeyerDer Gedenkstein erinnert an den am 13. März 1945 bei einem Übungsflug hier abgestürzten 19-jährigen Oberfähnrich Hans-Ernst Meyer. Bis in die 1950er Jahre wurde der Grabhügel gepflegt und geriet dann bis 1991 in Vergessenheit. In diesem Jahr wurde das Grab auf Wunsch des Bruders des Piloten gesucht und wird seitdem wieder gepflegt. Stadtwald ? 80pxmehr Bilder Petersson-Gedenkstein und -platteEiner der Kampfgefährten Ferdinand von Schills, der Leutnant Friedrich Gustav von Petersson, wurde vor dem Kniepertor hingerichtet. Zu seinen Ehren wurden im Kampischen Hof ein von Ehrenfried von Storch gestifteter Stein und eine Gedenktafel eingeweiht, die 1933 an das Kniepertor verlegt wurden.siehe auch Schill-Denkmal (Stralsund) Kniepertor, Knieperstraße ? ? 80px mehr Bilder Ferdinand-von-Schill-DenkmalDas Schill-Denkmal wurde anlässlich des 100. Todestages Ferdinand von Schills aufgestellt. Auf der Vorderseite des steinernen Sockels steht in Goldlettern der Name „SCHILL“. Auf der Rückseite des Sockels ist eine Tafel angebracht, die die Inschrift „Dem Andenken Ferdinand's v. Schill und seiner Waffengefaehrten“ enthält. Schillanlagen, zwischen Sundpromenade und Knieperdamm 80px mehr Bilder Ferdinand-von-Schill-GedenksteinDer Schill-Gedenkstein erinnert an den Ort, an dem Schill im Kampf fiel.siehe auch Schill-Denkmal (Stralsund) Fährstraße 20/21 ? ? 80px mehr Bilder Lambert-Steinwich-DenkmalDas Lambert-Steinwich-Denkmal erinnert an Lambert Steinwich. Er war zur Zeit der Belagerung Stralsunds durch Wallenstein Bürgermeister von Stralsund. 1894 gründeten Stralsunder Bürger unter der Leitung von Karl Friedrich Theodor Reishaus eine Initiative zur Errichtung eines Denkmals für Steinwich. Das bald darauf gegründete Komitee sammelte Spenden in der Bevölkerung; den größten Beitrag stellte die Familie Hagemeister zur Verfügung. Ende 1903 waren die erforderlichen 20.000 Mark zusammengekommen. Lange Zeit wurde über einen geeigneten Standort diskutiert. Während einige, darunter auch Jacobi, für einen Standort vor dem Kniepertor (auf dem vorgesehenen Platz steht heute das Stralsunder Theater) votierten brachten andere den Vorschlag ein, Steinwich aus dem Rathaus Stralsund auf den Alten Markt tretend darzustellen. Letztlich setzte sich eine Mehrheit durch, die einen Standort auf dem westlichen Teil des Alten Marktes vor dem Commandantenhus befürworteten. Die Einweihung begann mit einem Festgottesdienst in der Nikolaikirche, dann kam es zur offiziellen Übernahme durch die Stadt, vertreten durch ihren Bürgermeister Ernst Gronow. Ein Festmahl für 120 Gäste im Löwenschen Saal des Rathauses schloss sich an. Am Nachmittag dieses Tages fand auf der Vogelwiese ein Volksfest statt. Offiziell „aus verkehrstechnischen Gründen“ wurde das Denkmal am 19. Mai 1938 an seinen jetzigen Standort umgesetzt. Wulflamufer, am Frankenteich 80px Gedenkstein für die auf See gebliebenen SeeleuteAuf dem Stein befindet sich eine Platte mit der Inschrift „Allen auf See Gebliebenen in stillem Gedenken“ Seestraße, Nasses Dreieck ? ? 80px Ernst-Thälmann-DenkmalZu Ehren Ernst Thälmanns wurde das überlebensgroße Ernst-Thälmann-Denkmal (Stralsund) nach einem Entwurf des Leipziger Bildhauers Walter Arnold mit zahlreichen Spenden aus der Stralsunder Bevölkerung und den Betrieben der Stadt am damaligen Ernst-Thälmann-Ufer errichtet. Nach der Grundsteinlegung am 16. April 1961 wurde es 1962 in Anwesenheit von Thälmanns Tochter Irma Thälmann eingeweiht. Sundpromenade 80px Tschernobyl-DenkmalDas Denkmal an die Opfer der Katastrophe von Tschernobyl wurde am 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe. Die Übereignung an die Stadt Stralsund erfolgte seitens des Künstlers kostenlos; die Plastik war als Auftragswerk entstanden, der Auftraggeber jedoch nahm die Plastik nicht mehr ab. Auf Initiative des Stralsunder Landtagsabgeordneten Henning Klostermann kam die Plastik nach Stralsund. Der Bildhauer will die Dramatik der Ereignisse des Super-GAUs darstellen; dazu dient ihm auch die Metapher des Bohr’schen Atommodells im Innern der Plastik. Jakobikirche, südlicher Park 80px VertriebenengedenksteinGedenkstein zur Erinnerung an die Flüchtlinge und Vertriebenen aufgestellt. Initiator war der Bund der Vertriebenen. Tribseer Damm ? 80px Liebknecht-GedenksteinDer Gedenkstein zur Erinnerung an Karl Liebknecht wurde auf dem Gelände der damaligen Offiziershochschule der Volksmarine „Karl Liebknecht“ errichtet. Große Parower Straße ? ? 80px Die Hockende Sundpromenade Hans-Peter Jaeger ? 80px Papenbrand thom