Detharding ist der Name einer deutschen Mediziner-, Theologen- und Juristenfamilie, die ursprünglich aus der Gegend von Herford in Westfalen stammt. Weitere Namensformen waren anfangs u. a. auch Deiterding, Theiterding oder Deterding.

Geschichte Jodocus Detharding war der erste Namensträger, der im 16. Jahrhundert auf Urkunden nachweisbar ist. Die über 300-jährige Familiengeschichte brachte sieben Generationen von Ärzten hervor, die ab etwa 1565 bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Mecklenburg, speziell in Rostock, sowie in Pommern wirkten und dank ihrer Kenntnisse sehr angesehen waren. Den männlichen Nachkommen wurden in der Familie möglichst die gleichen oder zumindest ähnliche Vornamen gegeben. Die Stadt Rostock benannte in Erinnerung an die Gelehrtenfamilie und ihr Wirken an der Rostocker Universität die Dethardingstraße nach der Familie.Die Suche nach Detharding im Rostocker Matrikelportal ergibt 65 Einträge.

Familienmitglieder (Auswahl, genealogisch sortiert)

Literatur Gert-Horst Schumacher: Detharding-Familie. In: Sabine Pettke (Hrsg.): Biographisches Lexikon für Mecklenburg. Band 1, Schmidt-Römhild, Rostock 1995, ISBN 3-7950-3702-6, S. 59–72.

Ernst Heinrich Brill: Erinnerungsblätter aus der Lebensbeschreibung der gelehrten Familie Detharding (Deiterding, Deterding) und deren kulturelles Wirken in Mecklenburg. In: Mecklenburgische Monatshefte. Bd. 15, Schwerin 1939, S. 189–195 (Digitalisat PDF 1 MB)

Joachim Christian Friedrich Baeder (* 21. April 1806; † 12. Mai 1868), verheiratet mit Wilhelmine Louise Detharding (* 14. Oktober 1803; † 29. Juli 1861) war der Schwiegersohn des Georg Detharding (1759–1825). Die Angaben sind den Werken entnommen.

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Einzelnachweise

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