Salomé Kpayero Kora Joseph (* 8. Juni 1994 in St. Gallen) ist eine Schweizer Leichtathletin und Anschieberin im Zweierbob. In der Leichtathletik hat sie sich auf Kurzsprints spezialisiert und trat auch in der Staffel an. Sie wurde zur ersten Schweizerin, die sowohl an Olympischen Sommerspielen als auch an Olympischen Winterspielen teilnahm.

Leben Salomé Kora wurde in St. Gallen geboren, hat zwei Schwestern und wuchs im Weiler Oberarnegg auf.Über mich auf eigener Website, abgerufen am 6. Januar 2023. Im Alter von sechs Jahren zog sie für fünf Jahre mit ihrer Familie nach Benin in Westafrika, woher ihr Vater stammt.Sprinterin Salomé Kora lebte fünf Jahre in Benin. «Die Rückkehr in die Schweiz war ein Kulturschock». In: Blick.ch. 31. Mai 2020 (Interview). Zurück in der Schweiz, besuchte sie die Sekundarschule und danach die Kantonsschule. Sie studierte an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG) und schloss ihr Studium 2020 mit dem Master ab. Kora wohnt in St. Gallen.

Sportliche Laufbahn Leichtathletik Kora stieg 2011 in die Leichtathletik ein und spezialisierte sich sogleich auf den Sprint.Factsheet Salomé Kora Leichtathletik auf sanktgallersportpreis.ch, Stand 2015, abgerufen am 17. August 2016 (PDF; 195 kB). Über 100 Meter holte sie 2012 den 4. Platz und 2013 den dritten bei den Schweizer Nachwuchsmeisterschaften und wurde 2014 Schweizer U23-Meisterin.

2015 sammelte Kora erste internationale Erfahrungen bei den U23-Europameisterschaften in Tallinn, bei denen sie im 100-Meter-Lauf mit 12,07 s in der ersten Runde ausschied.

2016 stellte sie bei den Europameisterschaften in Amsterdam eine neue persönliche Bestleistung über 100 Meter auf und schied mit 11,65 s im Halbfinal aus, lief mit der 4-mal-100-Meter-Staffel einen neuen Schweizer Rekord in 42,87 s und belegte später im Final in 43,00 s den vierten Platz.. LC Brühl, abgerufen am 18. August 2016. Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro kam sie mit der Staffel in der 2. Vorlaufserie mit 43,12 s auf den 5. Platz und verpasste den Finaleinzug um 42 Hundertstelsekunden.. In: swiss-athletics.ch. 18. August 2016, abgerufen am 18. August 2016.

2017 qualifizierte sie sich über 100 Meter für die Weltmeisterschaften in London, bei denen sie über 100 Meter mit 11,31 s im Halbfinal ausschied und mit der Staffel im Final in 42,51 s den fünften Platz belegte. Kurz darauf siegte sie bei den Studentenweltspielen in Taipeh in der 4-mal-100-Meter-Staffel mit Ajla Del Ponte, Cornelia Halbheer und Selina von Jackowski in 43,81 s und gewann über 100 Meter in 11,33 s die Bronzemedaille hinter der Jamaikanerin Sashalee Forbes und Irene Siragusa aus Italien.

2018 erreichte Kora bei den Europameisterschaften in Berlin über 100 Meter den Halbfinal und schied dort mit 11,36 s aus. Zudem wurde sie mit der Staffel in 42,30 s Vierte.

2019 nahm sie erneut an der Universiade in Neapel teil und erreichte dort in 11,39 s Rang vier über 100 Meter. Zudem verteidigte sie mit der Schweizer Stafette in 43,72 s ihren Titel. Bei den Weltmeisterschaften in Doha kam sie mit der Staffel und Schweizer Rekord in 42,18 s auf den 4. Platz. 2021 startete sie über 100 Meter bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio und schied dort mit 11,25 s in der ersten Runde aus und belegte mit der Staffel in 42,08 s im Final den vierten Platz. Im Jahr darauf belegte sie bei den Weltmeisterschaften in Eugene mit 42,81 s im Final den siebten Platz, und anschliessend schied sie bei den Europameisterschaften in München mit 43,93 s im Vorlauf aus.

2026 gewann sie Silber sie bei den Europameisterschaften 2026 in Birmingham mit der 4-mal-100-Meter-Staffel nachdem sie über 100 Meter Achte wurde.

Bobsport Salomé Kora wurde zum Bobsport von ihrer Leichtathletik-Trainingspartnerin Alexandra Burghardt überzeugt, die auch schon Anschieberin war. Ihre erste Fahrt auf einer Bobbahn absolvierte Kora im November 2025 im Cortina Sliding Centre. Seit Januar 2026 fährt sie zusammen mit der Pilotin Debora Annen. Sie traten bei den Olympischen Winterspielen 2026 im Zweierbob-Wettbewerb an. Damit wurde sie die erste Schweizer Athletin, die sowohl bei Olympischen Sommer- wie auch bei Winterspielen teilnahm. Ihr Ziel, das Olympische Diplom zu erhalten, erreicht sie mit dem 7. Rang.

Bestleistungen (Stand: 16. Februar 2020)

Halle 60 Meter: 7,21 s, 17. Februar 2024 in St. Gallen 200 Meter: 24,69 s, 25. Januar 2015 in Magglingen

Freiluft 100 Meter: 10,95 s (+1,2 m/s), 12. Juni 2021 in Genf 200 Meter: 23,92 s (+0,6 m/s), 14. Juli 2024 in La Chaux-de-Fonds 4 × 100 m: 42,05 s, 5. August 2021 in Tokio (SR)

Erfolge national 2012: 4. Platz Schweizer U20-Meisterschaften (100 m) 2013: 3. Platz Schweizer U20-Meisterschaften (100 m) 2014: 6. Platz Schweizer Meisterschaften (100 m) 2014: Schweizer U23-Meisterin (100 m) 2015: 4. Platz Schweizer Hallenmeisterschaften (60 m) 2016: Schweizer Hallenvizemeisterin (60 m) 2016: Schweizer Vizemeisterin (100 m)

international 2015: 20. Platz U23-Europameisterschaften (100 m) 2016: 4. Platz Europameisterschaften (4 × 100 m) 2016: Halbfinal Europameisterschaften (100 m) 2016: 12. Platz Olympische Spiele (4 × 100 m) 2017: 5. Platz Weltmeisterschaften (4 × 100 m) 2017: 22. Platz Weltmeisterschaften (100 m) 2017: 1. Platz Universiade (4 × 100 m) 2017: 3. Platz Universiade (100 m) 2018: 4. Platz Europameisterschaften (4 × 100 m) 2018: 15. Platz Europameisterschaften (100 m) 2017: 1. Platz Universiade (4 × 100 m) 2017: 4. Platz Universiade (100 m) 2019: 4. Platz Weltmeisterschaften (4 × 100 m) 2021: 4. Platz Olympische Spiele (4 × 100 m)

Sponsor 2024 wurde sie Markenbotschafterin von Aldi Suisse, ihrem neuen Hauptsponsor.

Weblinks

Website von Salomé Kora

Einzelnachweise

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